Siemens zweites Quartal 2026: Umsatz und EPS über Erwartung
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Siemens zweites Quartal 2026: Umsatz und EPS über Erwartung

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Nikolai Heger

Das Wichtigste in Kürze:

  • Siemens übertrifft beim Umsatz mit 19.8 Milliarden Euro die Erwartungen.
  • Siemens meldet ein EPS von 2.81 Euro und liegt damit über dem Konsens.
  • Der freie Cashflow steigt bei Siemens auf 1.7 Milliarden Euro.

Q2 2026 QuartalsergebnisseIst-WertSchätzung
Umsatz€19.8B€19.2B
EPS€2.81€2.52

Siemens Earnings zum zweiten Quartal 2026: Umsatz und EPS über Konsens

Siemens hat im zweiten Quartal 2026 die Erwartungen der Analysten trotz Währungsdrucks übertroffen. Der Umsatz lag bei 19.8 Milliarden Euro und damit 0.6 Milliarden Euro über dem Konsens von 19.2 Milliarden Euro; im Jahresvergleich blieb der Erlös unverändert. Das ist bemerkenswert, weil Siemens zugleich eine Veräußerung sowie sechs Prozentpunkte Gegenwind aus Wechselkursen verarbeiten musste.



Auch beim Ergebnis je Aktie lieferte Siemens besser als erwartet: Das EPS pre PPA erreichte 2.81 Euro nach erwarteten 2.52 Euro, eine positive Abweichung von 0.29 Euro. Gegenüber dem Vorjahr sank das EPS allerdings um sechs Prozent, was auf Ergebnisdruck in Teilen des Industriegeschäfts hinweist. Der Nettogewinn belief sich auf 2.2 Milliarden Euro, während das unverwässerte EPS bei 2.60 Euro lag.

Siemens-Segmente: Digitale Industrien erholen sich, Infrastruktur bleibt stark

Die stärksten Signale kamen bei Siemens aus den Digitalen Industrien. Der Segmentumsatz erreichte 4.6 Milliarden Euro und lag damit klar über den erwarteten 4.2 Milliarden Euro; im Jahresvergleich entsprach das einem Plus von acht Prozent. Noch wichtiger für den Kapitalmarkt: Der Segmentgewinn stieg von 634 Millionen Euro auf 857 Millionen Euro, weil sich die Lagerüberhänge der Kunden in der Automatisierung abschwächten. Die Intelligente Infrastruktur blieb mit 1.1 Milliarden Euro Ergebnis der größte Ergebnisbeitrag, der Umsatz von 5.9 Milliarden Euro übertraf den Konsens von 5.6 Milliarden Euro und wuchs um drei Prozent. Der Gewinn sank jedoch um 20 Prozent, da das Vorjahresquartal von einem positiven Einmaleffekt von mehr als 300 Millionen Euro profitiert hatte. Mobilität verfehlte mit drei Milliarden Euro den Konsens von 3.1 Milliarden Euro und fiel um fünf Prozent, während Siemens Healthineers mit 5.7 Milliarden Euro unter den erwarteten 5.8 Milliarden Euro lag und vier Prozent verlor.

Analyse für Siemens

Fundamental überzeugt bei Siemens vor allem die Cashflow-Entwicklung. Der freie Cashflow stieg im zweiten Quartal 2026 um 71 Prozent auf 1.7 Milliarden Euro, der operative Cashflow legte um 44 Prozent auf 2.2 Milliarden Euro zu. Die Cash Conversion Rate von 0.77 zeigt, dass ein erheblicher Teil der Gewinne tatsächlich in liquide Mittel umgewandelt wurde. Die Bruttomarge lag bei 38.9 Prozent, die operative Marge bei 15.4 Prozent.



Gleichzeitig sank das Ergebnis des industriellen Geschäfts um acht Prozent auf drei Milliarden Euro, was die Profitabilität trotz solider Nachfrage begrenzt. Positiv ist der Auftragseingang: Er stieg um elf Prozent auf 24.1 Milliarden Euro, obwohl sieben Prozentpunkte negativer Währungseffekt belasteten. Mit einem Book-to-Bill von 1.22 und einem Auftragsbestand von 124 Milliarden Euro bleibt die Visibilität hoch. Die Kapitalrendite ROCE von 13.0 Prozent signalisiert weiterhin solide Effizienz.

Elliot-Wellen-Analyse für Siemens Energy

Euro Titans

Ausblick und Prognose

Siemens bestätigte den zuletzt angehobenen Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 und bestätigte damit die Planung gegenüber dem Markt. Für den Siemens-Konzern erwartet das Management ein vergleichbares Umsatzwachstum von sechs Prozent bis acht Prozent, ein Book-to-Bill über eins sowie ein EPS pre PPA von 10.70 Euro bis 11.10 Euro. Bei Digital Industries wurde die Prognose auf sieben Prozent bis zehn Prozent vergleichbares Umsatzwachstum und eine Marge von 17 Prozent bis 19 Prozent angehoben. Auch Smart Infrastructure soll nun acht Prozent bis zehn Prozent wachsen und eine Marge von 18 Prozent bis 19 Prozent erreichen. Vorsichtiger ist Siemens bei Mobility: Dort wurde der Umsatzausblick auf fünf Prozent bis sieben Prozent reduziert, bei einer Marge von acht Prozent bis zehn Prozent. Zusätzlich kündigte Siemens ein neues Aktienrückkaufprogramm von bis zu sechs Milliarden Euro über bis zu fünf Jahre an.

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Siemens Energy AG Fundamentaldaten - Jahresabschlüsse

   

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