Rohstoffe-Superzyklus: Warum Gold, Silber & Co. in Zeiten von KI so gefragt sind
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Rohstoffe-Superzyklus: Warum Gold, Silber & Co. in Zeiten von KI so gefragt sind

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Esma Sakalli

Laut einer TÜV-Studie aus dem November 2025 nutzen inzwischen bereits zwei Drittel der Gesamtbevölkerung in Deutschland KI. Ganze 45 Prozent verwenden KI mindestens einmal pro Woche. Besonders beliebt ist dabei ChatGPT. Immer mehr Menschen, und vor allem jüngere, greifen zu generativer KI, um damit zu kommunizieren.


KI wird in Deutschland immer häufiger genutzt, doch Heineken betont, dass echte menschliche Begegnungen wichtiger sind als KI-gestützte Interaktionen.


In einer Zeit, in der immer mehr KI-gestützte Freundschaften entstehen, setzt Heineken jedoch ein klares Zeichen: Der beste Weg, Freunde zu finden, ist ein Bier mit einer echten Person – so lautet Heinekens neue Kampagne in New York. Denn nichts steht über echter menschlicher Verbundenheit, und das erkennen mittlerweile auch große Unternehmen. Gehen wir damit wieder zurück ins Zeitalter vor KI?

Zurück ins echte Leben 

KI-Freundschaftsgeräte wie Chatbots oder virtuelle Assistenten sind vor allem in New York ein heißes Thema. Heineken jedoch nutzt die Gelegenheit, um sich mit Humor an der kulturellen Debatte zu beteiligen. Der Kampagnen-Rollout umfasst Social-Media-Inhalte auf @heineken_us, die Nutzer dazu einladen, unter dem Hashtag #SocialOffSocials „einen (echten) Freund zu taggen, mit dem man ein Bier trinken möchte“. Selbst Firmen, die KI betreiben und massiv in KI investieren, folgen diesem Trend. Eine davon ist Anthropic. Noch im vergangenen Oktober hat das Unternehmen einen Pop-up-Store eröffnet, in dem Besucher arbeiten, lesen oder bei einem Kaffee einfach nachdenken konnten.

Bereits am Eröffnungstag waren die kostenlosen „Thinking Caps“, also Baseballkappen mit dem Wort „thinking“ darauf, schnell vergriffen. Und tatsächlich: Besucher saßen mit Kaffee, Büchern sowie Stift und Papier zusammen – nicht etwa mit Bildschirmen.


Trotz KI-Trend setzen Marken wie Heineken und Anthropic bewusst auf physische Begegnungen, da sich viele Menschen nach echter Gemeinschaft sehnen.


So positioniert sich der Claude-Entwickler ganz raffiniert als Denkpartner statt als Ersatz für menschliche Intelligenz. Heineken und Anthropic versuchen, Vertrauen zu schaffen, indem sie einen physischen, vertrauten Ort kreieren – passend zu einer Zeit, in der KI mit Skepsis begegnet wird. Die digitale Erschöpfung und die Angst davor, von Maschinen ersetzt zu werden, kommen in der Zivilbevölkerung an. Gleichzeitig wächst der Wunsch nach Halt statt Geschwindigkeit in einer schnelllebigen Welt.

In einer neuen US-amerikanischen Studie aus dem Jahr 2025 geben Verbraucher tatsächlich an, zunehmend reale und physische Erlebnisse zu wollen, und erwarten das auch von Marken, wie z. B. Erlebnisläden oder Events. Für die Studie wurden insgesamt 2.068 Erwachsene im Alter von 18 bis 80+ Jahren im Auftrag von Quad, einem US-amerikanischen Marketing- und Print-Unternehmen, befragt. Das Ergebnis deutet auf eine Sache hin: Rein digitaler Austausch genügt nicht mehr. Besonders jüngere Generationen sehnen sich nach Community-Events sowie Pop-up-Stores. Auch aus evolutionärer Sicht ergibt das Sinn: Unser Gehirn ist auf direkte Sinneserfahrungen ausgelegt. Was wir sehen, anfassen und gemeinsam erleben, wird als realer und emotionaler verarbeitet als rein digitale Reize.

Vom digitalen Überfluss zur materiellen Realität 

Interessanterweise wird dies auch an der Börse bemerkbar. Das Interesse wächst an dem, was materiell und physisch vorhanden ist – unabhängig davon, was uns digitale Wertanlagen versprechen. Schaut man sich allein die jüngste Kursentwicklung von Gold oder Silber an, versteht man auch, wieso. Während die ganze Welt verrücktspielt und die geopolitische Unsicherheit immer weiter zunimmt, suchen Menschen einen sicheren Hafen in Rohstoffen.


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Das bestätigt auch unser Rohstoffe-Analyst. Er stellt sich schon länger die Frage, ob bald jeder Rohstoffchart so aussehen könnte wie die parabolische Silber-Rallye von rund 40 auf über 120 US-Dollar innerhalb weniger Wochen. „Ich denke, wir stehen nicht nur vor einem Rohstoff-Superzyklus, sondern wir sind mittendrin. Viele Rohstoffpreise sind in den letzten Wochen und Monaten parabolisch gestiegen. Vorneweg die Industrie- und Edelmetalle: Gold, Silber, Platin, Palladium und Kupfer.“ Und was kommt als Nächstes?

Sind Rohstoffe die neuen Gewinner unserer Zeit? 

Ob im sozialen Leben oder an den Finanzmärkten: Das Greifbare gewinnt wieder an Bedeutung. Während digitale Geschäftsmodelle skalierbar und nahezu grenzenlos erscheinen, sind physische Rohstoffe endlich, real und nicht per Mausklick reproduzierbar. Die jüngsten Bewegungen bei Edel- und Industriemetallen könnten daher weit mehr als nur kurzfristige Marktreaktionen auf geopolitische Spannungen sein. Stehen wir womöglich erst am Anfang eines neuen Rohstoffzyklus? Und welche Sektoren könnten als Nächstes folgen?

Mehr dazu im nächsten, zweiten Teil dieser Miniserie. Dort analysieren wir gemeinsam mit unserem Analysten, ob sich die Anzeichen für einen neuen Rohstoffzyklus verdichten – und welche Sektoren dabei besonders in den Fokus rücken könnten. Bis dahin sind alle analytischen Infos in unseren Rohstoffe-Paketen zu finden.

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