Das Wichtigste:
- Verbindet Raumfahrt mit industrieller Serienfertigung.
- Starkes Wachstum laut aktuellen Quartalszahlen.
- Attraktive Technologie-Story mit strategischem Potenzial.
Rocket Lab und das neue Raumfahrtgeschäft
Rocket Lab wurde 2006 gegründet und bietet als integriertes Raumfahrtunternehmen Raketenstarts, Satellitenbau und Orbitallösungen an. Seit dem ersten Orbitalflug 2018 brachte es über 200 Satelliten ins All. Der Börsengang erfolgte im Jahr 2021 an der Nasdaq in den USA. Kann sich Rocket Lab als Wachstumsunternehmen im New-Space-Sektor etablieren? Die aktuellen Zahlen liefern Argumente. Im dritten Quartal 2025 steigerte das Unternehmen den Umsatz auf 94.2 Millionen US-Dollar, was einem Plus von 57 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Gleichzeitig erhöhte sich der Auftragsbestand auf über einer Milliarde US-Dollar.
Aktuell schreibt Rocket Lab noch geringe Verluste, was nicht ungewöhnlich für ein Wachstumsunternehmen mit hohen Forschungs- und Entwicklungskosten ist. Die Veröffentlichung der Quartalszahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 erfolgt am 26. Februar.
Das Geschäftsmodell ruht auf zwei Säulen: dem Start kleiner Satelliten mit der Electron-Rakete und dem Ausbau des Space-Systems-Segments, das Komponenten, Satellitenplattformen und komplette Missionslösungen umfasst. Jüngst brachte Rocket Lab erfolgreich einen koreanischen Erdbeobachtungssatelliten in die Umlaufbahn. Solche Missionen stärken die Marktposition im boomenden Segment der Erdbeobachtung. Wettbewerber sind unter anderem SpaceX im Bereich Trägerraketen sowie spezialisierte Satellitenhersteller. Doch Rocket Lab positioniert sich bewusst im Bereich kleiner Nutzlasten und flexibler Startfenster, was eine klare Nische adressiert.
Rocket Lab zwischen Hyperschall und Verteidigung
Ein zusätzlicher Wachstumstreiber ist das Engagement im Verteidigungs- und Hyperschallbereich. Rocket Lab bereitet aktuell eine weitere Hyperschall-Testmission vor, die im Auftrag staatlicher Stellen durchgeführt wird. Diese Programme gelten als strategisch relevant, da zahlreiche Länder ihre Fähigkeiten in diesem Technologiefeld ausbauen.
Eine Electron-Rakete von Rocket Lab wird zum Start vorbereitet. Foto von Rocket Lab.
Der Trend zur Militarisierung des Weltraums und zur Absicherung kritischer Infrastruktur im Orbit befeuert die Nachfrage. Auch Überlegungen von Rüstungskonzernen wie Rheinmetall, sich an Hochtechnologieunternehmen zu beteiligen, zeigen, wie stark der Wettbewerb um Schlüsseltechnologien geworden ist. Rocket Lab profitiert von dieser Entwicklung, da es Startkapazitäten und Raumfahrtsysteme aus einer Hand liefert. Für die Aktie bedeutet das Fantasie, da Verteidigungsaufträge meist langfristig planbar sind. Gleichzeitig erhöht die politische Dimension das Risiko, da Budgets und regulatorische Rahmenbedingungen schwanken können.
Rocket Lab-Aktie: Chancen und Risiken für Investoren
Für Anleger stellt sich die Frage, ob Rocket Lab den Status eines nachhaltigen Wachstumswertes erreicht. Das Umsatzwachstum von 57 Prozent im dritten Quartal 2025 spricht dafür, dass die Nachfrage intakt ist. Zudem sorgt der hohe Auftragsbestand für Visibilität. Seit dem Börsengang ist die Aktie mir einigen Schwankungen sukzessive gestiegen. Mehrere Analysten haben ihre Einschätzungen zuletzt aktualisiert.
Die Bank of America hob das Kursziel auf 120 US-Dollar an und bestätigt die Kaufempfehlung. Goldman Sachs erhöhte die Zielmarke auf 69 US-Dollar und bleibt bei neutral. Morgan Stanley stufte die Aktie auf overweight hoch und sieht das Kursziel bei rund 105 US-Dollar. TD Cowen hält ebenfalls an der Einstufung buy fest.
Kursentwicklung der Rocket Lab Aktie bis 20.02.2026.
Der Hype um die Aktie speist sich aus mehreren Quellen: dem anhaltenden Boom bei Satellitenstarts, der strategischen Bedeutung von Hyperschalltechnologie und der Erwartung, dass der Weltraum als Infrastrukturmarkt weiter expandiert. Trader profitieren von der erhöhten Volatilität, die durch Nachrichten zu Missionserfolgen oder neuen Aufträgen entsteht.
Risiken liegen in technischen Rückschlägen, Verzögerungen bei Raketenstarts und dem intensiven Wettbewerb. Auch die Kapitalintensität des Geschäftsmodells bleibt ein Faktor. Unterm Strich bietet Rocket Lab eine wachstumsorientierte Technologie-Story, die operative Fortschritte mit geopolitischer Relevanz verbindet. Für risikobewusste Aktionäre und aktive Trader kann die Aktie eine Chance sein.
Leseempfehlung: Angriff auf Musk: Rheinmetall und OHB planen deutsches Starlink
FAQ
Was ist Rocket Lab?
Rocket Lab ist ein Raumfahrtunternehmen, das komplette Lösungen von Raketenstarts bis zur Satellitenfertigung anbietet. Es gehört zu den wichtigen Akteuren im Markt für kommerziellen Zugang zum All.
Was ist mit der Rocket Lab Aktie passiert?
Die Aktie stand zuletzt stark im Fokus, weil neue Missionserfolge und Wachstumserwartungen die Aufmerksamkeit der Börse erhöht haben. Analysten haben ihre Kursziele angepasst, was zusätzliche Dynamik in den Handel brachte.
Ist Rocket Lab eine gute Aktie zum Kauf?
Rocket Lab bietet Chancen als Wachstumswert in einer Zukunftsbranche, da Umsatz und Auftragsbestand zuletzt deutlich zulegten. Gleichzeitig bleibt die Aktie risikoreich, weil Raumfahrtprojekte kapitalintensiv sind und technische Rückschläge möglich sind.
Wer steckt hinter Rocket Lab?
Rocket Lab wurde 2006 gegründet und wird von einem erfahrenen Managementteam aus der Raumfahrtindustrie geführt. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Long Beach, Kalifornien, und ist seit 2021 an der Nasdaq gelistet.
Was macht Rocket Lab?
Rocket Lab entwickelt und produziert die Electron-Rakete für kleine Satellitenstarts und arbeitet an der größeren Neutron-Raketen. Zusätzlich baut das Unternehmen Satellitenplattformen, Komponenten und bietet Dienstleistungen für Missionen im Orbit an.




