Rocket Lab mit Rekordquartal: Reicht das für die Aktie?
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Rocket Lab mit Rekordquartal: Reicht das für die Aktie?

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Muriel Ayari

Das Wichtigste in Kürze:

  • Rocket Lab übertrifft mit 234.07 Millionen US-Dollar die Umsatzprognose.
  • Der EPS-Verlust von 0.08 US-Dollar verfehlt den Konsens.
  • Rocket Labs Auftragsbestand erreicht den Rekordwert von 2.36 Milliarden US-Dollar.
  • Der freie Cashflow liegt im Halbjahr bei minus 187.52 Millionen US-Dollar.

Q2 2026 QuartalsergebnisseIst-WertSchätzung
Umsatz$234.07M$232.06M
EPS$-0.08$-0.06
Produkterlöse$181.35M$179.79M
Dienstleistungserlöse$52.72M$52.27M
Gesamterlöse$234.07M$232.06M

Rocket Lab übertrifft im zweiten Quartal die Umsatzprognose

Rocket Lab hat im zweiten Quartal 2026 einen Rekordumsatz von 234.07 Millionen US-Dollar erzielt. Damit übertraf das Raumfahrtunternehmen die Analystenerwartung von 232.06 Millionen US-Dollar um 2.01 Millionen US-Dollar. Gegenüber dem Vorjahresquartal stiegen die Erlöse um 62.0 Prozent, getragen vor allem vom deutlich gewachsenen Produktgeschäft.

Auf der Ergebnisseite blieb die Bilanz dagegen hinter den Erwartungen zurück. Der Verlust je Aktie belief sich auf 0.08 US-Dollar, während der Konsens lediglich ein Minus von 0.06 US-Dollar vorgesehen hatte. Rocket Lab verfehlte die EPS-Prognose somit um 0.02 US-Dollar. Im Jahresvergleich verbesserte sich das Ergebnis je Aktie dennoch um 38.5 Prozent, ausgehend von einem deutlich höheren Vorjahresverlust.

Unter dem Strich meldete Rocket Lab einen Nettoverlust von 49.26 Millionen US-Dollar. Hohe Forschungs- und Entwicklungsausgaben für die Neutron-Rakete sowie integrations- und transaktionsbedingte Kosten verhinderten, dass das deutliche Umsatzwachstum bereits in einen Nettogewinn mündete.

Produktgeschäft und Auftragsbestand treiben Rocket Lab

Das Produktgeschäft war der zentrale Wachstumstreiber. Die Produkterlöse stiegen um 95.6 Prozent auf 181.35 Millionen US-Dollar und lagen damit über der Markterwartung von 179.79 Millionen US-Dollar. Das Plus von 1.56 Millionen US-Dollar gegenüber dem Konsens verdeutlicht, dass der Ausbau des Raumfahrtsystemgeschäfts die wesentlich reifere Erlösbasis bildet.



Die Dienstleistungserlöse erhöhten sich dagegen nur um 1.8 Prozent auf 52.72 Millionen US-Dollar. Dennoch übertraf auch dieses Segment die Erwartung von 52.27 Millionen US-Dollar um 0.45 Millionen US-Dollar. Zusammen führten beide Bereiche zum Gesamtumsatz von 234.07 Millionen US-Dollar.

Besonders relevant für die künftige Entwicklung ist der um 137 Prozent auf 2.36 Milliarden US-Dollar gestiegene Auftragsbestand. Neue Electron-, HASTE- und Neutron-Verträge im Wert von mehr als 437 Millionen US-Dollar erhöhten den Launch-Backlog auf über 90 Missionen. Hinzu kommen potenziell 397 Millionen US-Dollar aus dem Space-Force-Programm SB-AMTI sowie geostationäre Satellitenverträge von mehr als 160 Millionen US-Dollar.

Analyse für Rocket Lab

Die Margenentwicklung signalisiert eine zunehmende operative Skalierung, reicht aber noch nicht für nachhaltige Profitabilität. Rocket Lab erzielte eine GAAP-Bruttomarge von 36.1 Prozent. Die bereinigte Bruttomarge stieg von 36.9 Prozent im Vorjahr auf 41.5 Prozent, während sich der bereinigte EBITDA-Verlust von 27.6 Millionen auf 8.8 Millionen US-Dollar verringerte. Die operative Marge blieb mit minus 24.6 Prozent dennoch deutlich negativ.

Der Cashflow ist der wichtigste Risikofaktor. Im ersten Halbjahr 2026 lag der operative Cashflow bei minus 134.41 Millionen US-Dollar und verschlechterte sich im Jahresvergleich um 73.5 Prozent. Der freie Cashflow belief sich auf minus 187.52 Millionen US-Dollar, ein Rückgang um 35.7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Neben der Neutron-Entwicklung belasten die Übernahmen von Mynaric und Motiv sowie die geplante Iridium-Transaktion. Strategisch kann die vertikale Integration Rocket Lab vom Raketen- und Satellitenhersteller zum Anbieter kompletter Konstellations- und Kommunikationslösungen machen. Für Investoren bleibt entscheidend, wann dieses Wachstum den hohen Kapitalverbrauch ausgleicht.

Elliot-Wellen-Analyse Chart

Ausblick und Prognose für Rocket Lab

Für das dritte Quartal 2026 stellt Rocket Lab einen weiteren Rekordumsatz von 250 Millionen bis 265 Millionen US-Dollar in Aussicht. Damit signalisiert das Management eine sequenzielle Beschleunigung gegenüber den 234.07 Millionen US-Dollar des zweiten Quartals. Eine vergleichbare Analystenschätzung für das dritte Quartal wurde nicht genannt, sodass die Umsatzspanne vorerst den zentralen Maßstab für den Markt bildet.

Die GAAP-Bruttomarge soll jedoch auf 29 bis 31 Prozent sinken, während Rocket Lab bereinigt 35 bis 37 Prozent erwartet. Die operativen Aufwendungen werden nach GAAP bei 143 Millionen bis 149 Millionen US-Dollar und bereinigt bei 121 Millionen bis 127 Millionen US-Dollar gesehen.

Trotz des Umsatzwachstums prognostiziert das Unternehmen einen bereinigten EBITDA-Verlust von 17 Millionen bis 23 Millionen US-Dollar. Hinzu kommen aktienbasierte Vergütungen von 18 Millionen bis 20 Millionen US-Dollar. Rocket Lab rechnet außerdem mit 21 Millionen US-Dollar Nettozinsertrag und einer gewichteten durchschnittlichen Aktienzahl von 641 Millionen. Damit bleibt der Weg zur Profitabilität volatil.

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