Rocket Lab auf Wachstumskurs: Rekordzahlen und Milliardenaufträge
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Rocket Lab auf Wachstumskurs: Rekordzahlen und Milliardenaufträge

Author

Esma Sakalli

Das Wichtigste in Kürze:

  • Rocket Lab steigert 2025 den Umsatz auf 602 Millionen US-Dollar.
  • Ein 816-Millionen-US-Dollar-Auftrag stärkt das Satellitengeschäft.
  • Der Erstflug von Neutron verschiebt sich auf Q4 2026.

Rekordzahlen bestätigen Wachstumskurs

Rocket Lab hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Umsatz von 602 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Das entspricht einem Plus von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allein im vierten Quartal erzielte das Unternehmen 180 Millionen US-Dollar und markierte damit einen neuen Höchstwert. Der Auftragsbestand wuchs um 73 Prozent auf 1.85 Milliarden US-Dollar. Die GAAP-Bruttomarge lag bei rund 38 Prozent, Non-GAAP bei etwa 44 Prozent.


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Gegründet 2006, ist Rocket Lab seit 2018 im orbitalen Startgeschäft aktiv und brachte seither mehr als 200 Satelliten ins All. Der Börsengang erfolgte 2021 an der Nasdaq. Bereits im dritten Quartal 2025 hatte das Unternehmen mit 94.2 Millionen US-Dollar Umsatz ein Wachstum von 57 Prozent erzielt und den Auftragsbestand auf über eine Milliarde US-Dollar erhöht. Für das erste Quartal 2026 stellt Rocket Lab nun 185 Millionen bis 200 Millionen US-Dollar Umsatz in Aussicht.

Großauftrag und vertikale Integration als Treiber

Ein zentraler Wachstumstreiber ist ein neuer Auftrag der Space Development Agency über 816 Millionen US-Dollar. Rocket Lab soll 18 Satelliten für das Tracking Layer Tranche 3 Programm entwickeln und fertigen. Zusätzliche Subsysteme könnten das Gesamtvolumen auf rund eine Milliarde US-Dollar erhöhen. Insgesamt summieren sich unterzeichnete Verträge mit der Behörde auf mehr als 1.3 Milliarden US-Dollar.

Das Geschäftsmodell ruht auf zwei Säulen: den Starts kleiner Satelliten mit der Electron-Rakete und dem Ausbau des Space-Systems-Segments mit Satellitenplattformen, Komponenten und Missionslösungen. 2025 absolvierte Rocket Lab 21 erfolgreiche Missionen mit einer Erfolgsquote von 100 Prozent. Jüngst wurde ein koreanischer Erdbeobachtungssatellit in die Umlaufbahn gebracht. Durch Übernahmen im Bereich Optik und Präzisionsfertigung stärkt das Unternehmen seine vertikale Integration und adressiert nationale Sicherheits- sowie kommerzielle Kunden.

Neutron-Verzögerung und strategische Perspektive

Im Entwicklungsprogramm der neuen Mittelstreckenrakete Neutron kam es zu einem Rückschlag. Bei einem Test versagte der Tank der ersten Stufe aufgrund eines Fertigungsfehlers in einem manuell hergestellten Bauteil. Rocket Lab stellte daraufhin auf ein automatisiertes Fertigungsverfahren um und passte das Design an. Der Erstflug ist nun für das vierte Quartal 2026 vorgesehen.


Chartanalyse sowie Handelsmöglichkeiten


Trotz anhaltender, vergleichsweise geringer Verluste investiert das Unternehmen weiter in Forschung und Entwicklung. Das ist im New-Space-Sektor nicht ungewöhnlich. Wettbewerber wie SpaceX dominieren schwere Trägerraketen, während sich Rocket Lab bewusst auf kleinere Nutzlasten und flexible Startfenster konzentriert. Für Investoren bietet der hohe Auftragsbestand kurzfristige Visibilität, während das Space-Systems-Geschäft mit steigenden Margen zusätzliche Stabilität schafft. Die aktuellen Kennzahlen liefern Argumente, dass sich Rocket Lab im Wachstumsmarkt Raumfahrt weiter etablieren kann.

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Esma Sakalli

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