Die wichtigsten Punkte
- Rheinmetall steigert Umsatz um 20 Prozent auf 7.5 Milliarden Euro und das operative Ergebnis auf 835 Millionen Euro.
- Der Auftragsbestand erreicht 64 Milliarden Euro, getrieben vom Militärgeschäft.
- Trotz negativem Cashflow investiert der Konzern massiv in neue Werke.
Rheinmetall setzt neuen Maßstab im Rüstungsgeschäft
„Wir haben uns kraftvoll entwickelt und sind auf gutem Kurs zur Erreichung unserer Jahresziele“, sagte Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG, bei der Präsentation der Quartalszahlen. Der Düsseldorfer Rüstungskonzern bleibt auf Rekordkurs.
In den ersten neun Monaten 2025 stieg der Umsatz um 20 Prozent auf 7.5 Milliarden Euro, der operative Gewinn legte um 18 Prozent auf 835 Millionen Euro zu. Mit einer Marge von 11.1 Prozent behauptet Rheinmetall seine Spitzenposition in der europäischen Verteidigungsindustrie. Besonders stark entwickelte sich das militärische Geschäft, das 28 Prozent mehr Umsatz erzielte und den Konzerngewinn maßgeblich trug.
Der Auftragsbestand erreichte mit 64 Milliarden Euro einen neuen Höchststand. Trotz verzögerter Auftragsvergaben durch den deutschen Bund zeigt sich das Unternehmen robust und zukunftsorientiert. Papperger spricht von einem „starken Fundament für ein starkes viertes Quartal“.
Rheinmetall: Wachstum durch Panzer
Den größten Umsatzanteil erzielte Rheinmetall im Bereich militärischer Fahrzeuge. Die Sparte Vehicle Systems wuchs um 28 Prozent auf 3.2 Milliarden Euro, getrieben durch Lieferungen logistischer Transportfahrzeuge und neue Aufträge für taktische Fahrzeuge.
Mit massiven Investitionen in Produktionskapazitäten, neue Werke und Kooperationen positioniert sich Rheinmetall als Treiber der europäischen Verteidigungsindustrie. Insgesamt flossen über 400 Millionen Euro in den Ausbau von Fabriken in Deutschland, Litauen, Bulgarien und Großbritannien. Der operative Free Cashflow fiel zwar mit minus 813 Millionen Euro negativ aus, was auf hohe Investitionen und Vorratsaufbau zurückzuführen ist – eine Investition in zukünftiges Wachstum.
Papperger spricht offen von einer „Zeitenwende in der europäischen Sicherheitspolitik“ und betont, dass Rheinmetall „in allen militärischen Domänen – zu Lande, zu Wasser, in der Luft und im Weltraum – eine entscheidende Rolle spielen wird“. Der Konzern sieht sich klar auf Kurs, 2025 mit Rekordumsatz und Rekordaufträgen abzuschließen.


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