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Elon Musk hat in den letzten 24 Stunden mehr Vermögen hinzugewonnen als Nvidia-Chef Jensen Huang besitzt. Klingt verrückt? Ist es auch. Durch den Anstieg der SpaceX-Aktie vom IPO-Preis am Freitag bei 135 auf gestern zwischenzeitlich 220 Dollar wuchs Musks Vermögen auf rund 1.4 Billionen US-Dollar. Alleine gestern bedeutete das ein Plus von rund 200 Milliarden Dollar. Jensen Huang hingegen besitzt laut offiziellen Angaben gerade mal schlappe 185 Milliarden.
Anders als von vielen erwartet und im Unterschied zu vielen anderen großen Börsengängen der Vergangenheit gab der Preis der SpaceX-Aktie nicht nach kurzer Zeit nach, sondern stieg stattdessen um satte 60 Prozent. Das Weltraumunternehmen, das dadurch zum fünftwertvollsten Börsentitel der Welt aufstieg und unter anderem Meta, Amazon sowie Tesla hinter sich ließ. Zur großen SpaceX-Euphorie mischen sich aber vielerorts Zweifel. Vorwürfe kommen auf, dass die Aktie durch ungewöhnliche Marktregeln manipuliert und künstlich nach oben getrieben werde. Was ist da dran?
Ist SpaceX manipuliert?
Tatsächlich gibt es mehrere Besonderheiten beim SPCX-Börsengang, die Zweifel an einer völlig freien Preisbildung aufkommen lassen. Rund 20 Prozent der IPO-Aktien gingen an Privatanleger – ein ungewöhnlich hoher Anteil für einen derart großen Technologiekonzern. Gleichzeitig ist nur ein kleiner Teil aller SpaceX-Aktien überhaupt frei handelbar. Treffen eine enorme Nachfrage und ein knappes Angebot aufeinander, können schon vergleichsweise wenige Käufe den Kurs deutlich bewegen.
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Besonders kritisch sehen Marktbeobachter die sogenannten Flipping-Regeln. Zwar dürfen Privatanleger ihre Aktien rechtlich jederzeit verkaufen. Viele Broker bestrafen einen Verkauf innerhalb der ersten 15 bis 30 Tage jedoch mit Sanktionen und schließen Kunden unter Umständen von künftigen Börsengängen aus. Wer auch bei kommenden IPOs eine Chance auf begehrte Aktien haben möchte, hat deshalb einen starken Anreiz, seine Position zunächst zu halten – selbst wenn der Kurs bereits stark gestiegen ist. Das führt zu geringem Verkaufsdruck in den ersten Handelstagen und erleichtert Zugewinne der Aktie.
Anstelle eines einzelnen großen Unlock-Ereignisses setzt SpaceX auf ein stark gestaffeltes Freigabemodell. Insgesamt sind 16 separate Termine vorgesehen, über die sich die Freigabe der Aktien über mehrere Monate verteilt. Teilweise erfolgen diese Unlocks in festen Stufen nach 70, 90, 105, 120 und 135 Tagen, ergänzt durch weitere größere Freigaben nach dem zweiten Quartalsbericht sowie zusätzliche, teils kursabhängige Freigaben, etwa bei deutlichen Kursanstiegen. Kritiker sehen darin keinen klassischen Lock-up, sondern eine gezielte Streuung des Verkaufsdrucks über die Zeit.
Institutionelle können früher verkaufen
Im Gegensatz zum traditionellen IPO, bei dem nach einer klar definierten Frist ein großer Teil der Altaktionäre gleichzeitig verkaufen kann und dadurch ein einmaliger Angebotsüberhang entsteht, wird bei SpaceX der Übergang in den freien Handel in kleine Schritte aufgeteilt. Befürworter argumentieren, dass dies extreme Kursschwankungen verhindert. Kritiker halten dagegen, dass die Struktur schwer durchschaubar ist und den tatsächlichen Verkaufsdruck zeitlich streckt, statt ihn offen sichtbar werden zu lassen.
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Kombiniert man all diese Faktoren, kann schnell der Eindruck entstehen, dass das SpaceX-IPO eine gezielte Abzocke von Kleinanlegern wäre. Hinzu kommen Zweifel über die schwachen Zahlen des Konzerns. Allerdings gilt auch: Diese Faktoren sind kein Beweis für eine illegale Marktmanipulation. Sie beschreiben vielmehr eine Marktstruktur, die kurzfristige Preisverzerrungen begünstigen kann. Während die Diskussion um SpaceX anhält, zeigen sich die übrigen Märkte vergleichsweise ruhig.
Der S&P 500 schloss gestern leicht im Minus bei 7511 Punkten, stieg im vorbörslic
hen Handel über Nacht aber wieder über 7600 Punkte. Der Nasdaq-100 fiel zum Handelsschluss auf 29 968 Punkte und erholte sich in den Futures auf rund 30 550 Punkte. Bitcoin gab nach dem kurzen Sprung über 67 000 Dollar wieder auf gut 65 000 Dollar nach, während Ethereum versucht, sich in Richtung 1800 Dollar zurückzukämpfen. Gestützt wurde die Erholung im Kryptomarkt vor allem vom schwachen Ölpreis, der gestern auf gut 75 Dollar fiel (WTI).
HKCM-Tops und -Flops
Wertsteigerung am vergangenen Handelstag in Prozent
| Keel Infrastructure | +5.30 |
| Fiserv | +4.01 |
| Royal Gold | +3.52 |
| Marvell Technology | -9.79 |
| Rigetti Computing | -9.07 |
| D-Wave Quantum | -8.68 |
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HKCM-Signal
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