Morning-Briefing: Börsen-Legende warnt vor KI-Crash – und sieht Bitcoin bei null
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Morning-Briefing: Börsen-Legende warnt vor KI-Crash – und sieht Bitcoin bei null

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Simeon Koch

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Ein Börsenveteran, der die Dotcom-Blase und die Finanzkrise 2008 frühzeitig sah, warnt in den Medien vor einem Absturz der heißgelaufenen KI-Aktien um bis zu 70 Prozent – und prophezeit zugleich, Bitcoin werde „mit Sicherheit auf null“ fallen. Sind die Märkte deshalb zum Wochenstart nervös? Während die Futures auf S&P 500 und Nasdaq-100 nach neuen Hoffnungen auf Gespräche zwischen den USA und dem Iran leicht zulegen, kämpft Bitcoin weiter mit der Marke von 60 000 Dollar und Ethereum startet so schwach in die Woche wie seit Oktober 2023 nicht mehr. Sind die Warnungen nur Unkenrufe eines notorischen Pessimisten – oder steckt mehr dahinter?

-70 Prozent für KI-Aktien und „Bitcoin auf null“? Börsen-Legende warnt

Jeremy Grantham ist einer jener Investoren, deren Warnungen an der Wall Street selten ignoriert werden. Der Mitgründer der bekannten Bostoner Investmentverwaltungsgesellschaft GMO hatte früh vor der japanischen Vermögensblase in den 1980ern, dem Dotcom-Crash Anfang der 2000er und der Immobilienkrise 2008 gewarnt. Nun sieht er erneut Anzeichen einer gefährlichen Übertreibung – diesmal befeuert durch die Euphorie rund um Künstliche Intelligenz und die Rekordjagd vieler US-Technologieaktien.

Nach Einschätzung Granthams, die am Wochenende publik wurden, haben sich zahlreiche KI-Gewinner inzwischen so weit von ihren fundamentalen Bewertungen entfernt, dass Kursverluste von bis zu 70 Prozent nicht ausgeschlossen seien. Ein Einbruch der hoch bewerteten Tech-Werte könnte seiner Ansicht nach weit über die Börse hinausreichen, indem sinkende Vermögen den Konsum, Investitionen und den Arbeitsmarkt belasten. Statt US-Aktien empfiehlt der Investor eine stärkere Gewichtung internationaler Märkte, ergänzt um Anleihen sowie Gold und Silber.

Besonders deutlich äußerte sich Grantham erneut zu Bitcoin. Die Kryptowährung werde „mit Sicherheit auf null“ fallen, auch wenn das Jahre dauern könne, sagte der Investor. Bitcoin sei weder ein sinnvoller Wertspeicher noch ein nützliches Zahlungsmittel, sondern vor allem ein Spekulationsobjekt. Die Blockchain-Technologie hält Grantham zwar langfristig für vielversprechend, den Kryptowährungen selbst spricht er jedoch einen nachhaltigen wirtschaftlichen Nutzen ab.

Neue Iran-Hoffnung stützt die Börsen – trügt der Frieden?

Für etwas Erleichterung an den Finanzmärkten sorgten unterdessen Berichte über eine Wiederaufnahme der Gespräche zwischen den USA und dem Iran. Nach erneuten gegenseitigen Angriffen am Wochenende wollen sich beide Seiten nach Angaben aus Washington zunächst zurückhalten; bereits am Dienstag sollen in Doha neue Verhandlungen beginnen. Im Fokus stehen neben dem Atomprogramm erneut die Sicherheit in der Straße von Hormus und damit eine der wichtigsten Schlagadern des weltweiten Ölhandels.

Die Aussicht auf Diplomatie ließ die US-Index-Futures zum Wochenauftakt steigen: Der S&P 500 kletterte vorbörslich von seinem Freitagsschluss bei 7354 auf rund 7450 Punkte, der Nasdaq-100 legte im vorbörslichen Handel von knapp 29 120 auf etwa 29 650 Punkte zu. Am Kryptomarkt blieb die Stimmung angespannt. Bitcoin ringt weiter mit der Marke von 60 000 Dollar und beendete erstmals seit September 2024 eine Woche unter dieser Marke. Ethereum schloss auf dem tiefsten Stand seit dem Frühjahr 2025 und startet die Handelswoche so schwach wie zuletzt im Oktober 2023.

Sollte Jeremy Grantham mit seinem Abgesang auf den Kryptomarkt also recht behalten? Zunächst sollte man sich darüber klar werden, dass bärische Prognosen gerade in schwierigen und unsicheren Marktphasen Hochkonjunktur haben. Die kollektive Emotion ist negativ, der Fokus liegt auf schlechten Nachrichten. Entsprechend schnell verbreiten sich Crash-Prognosen, vor allem von der Börsen-Prominenz. Im Fall des Kryptomarktes ist die bärische Diagnose nicht so eindeutig, wie sie bei Grantham klingt. Eher im Gegenteil: Drei wichtige Makro-Indikatoren sind zum ersten Mal seit Jahren bullisch für Bitcoin und Altcoins.


HKCM-Tops und -Flops

Wertsteigerung am vergangenen Handelstag in Prozent

 

Snowflake

+9.65

NetEase

+7.74

Teladoc

+6.07

Texas Instruments

-8.46

Qualcomm

-7.57

Micron Technology

-6.69

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HKCM-Signal

Heute veröffentlichen wir Analysen zu folgenden Titeln aus unserem Altcoin-Paket: BNB, Cronos, Ripple und Litecoin.

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Simeon Koch

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