Guten Morgen,
der Wochenstart bringt gleich mehrere positive Nachrichten für die Finanzmärkte. Die USA und der Iran haben ihre Waffenruhe offiziell verlängert und ein erstes Abkommen unterzeichnet, das unter anderem die Wiedereröffnung der Straße von Hormus vorsieht. Doch der Iran-Deal ist nicht die einzige positive Überraschung. Eine noch viel größere liefert derzeit ein Wirtschaftsindikator, den viele Anleger kaum kennen – und der gerade so stark steigt wie nach Corona. Für Bitcoin ist diese Nachricht nicht nur positiv.
Wir erleben die größte Überraschung seit Jahren!
Die größte wirtschaftliche Überraschung seit Jahren kommt vom sogenannten Economic Surprise Index der Citigroup. Vereinfacht gesagt misst der Indikator, ob aktuelle Wirtschaftsdaten besser oder schlechter ausfallen als von Analysten erwartet. Ein positiver Wert bedeutet: Die Experten waren zu pessimistisch. Genau das passiert derzeit in ungewöhnlichem Ausmaß. Der US-Surprise-Index ist inzwischen auf 63.2 Punkte gestiegen, den höchsten Stand seit August 2023. Allein seit Ende April (einem zwischenzeitlichen Tiefpunkt) legte er um 57.6 Punkte zu – der stärkste Anstieg innerhalb von sieben Wochen seit Anfang 2022.
Besonders bemerkenswert ist dabei die Breite der Entwicklung. Zuletzt übertrafen unter anderem die Arbeitsmarktdaten, die Einkaufsmanagerindizes, die Industrieproduktion, die Auftragseingänge der Unternehmen und die Einzelhandelsumsätze die Erwartungen. Bereits im Frühjahr hatte Citigroup darauf hingewiesen, dass die Weltwirtschaft seit Anfang 2025 fast ununterbrochen positiv überrascht. Was zunächst als Widerstandsfähigkeit gegen Zölle, geopolitische Spannungen und schwächere Weltkonjunktur begann, hat sich inzwischen zu einer Beschleunigung im breiten Markt entwickelt.
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Das zeigt sich auch in einem zweiten wichtigen Frühindikator. Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor liegt seit Januar kontinuierlich über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten und stieg zuletzt auf 54 Punkte. Werte über 50 signalisieren eine expandierende Wirtschaft. Für Anleger ist das wichtig, weil viele Prognosen zu Jahresbeginn von einer schwächeren Entwicklung ausgegangen waren. Stattdessen wächst die US-Wirtschaft bislang robuster als erwartet. Das erklärt auch, warum Aktienmärkte trotz hoher Zinsen nahe ihrer Rekordstände notieren.
Für Bitcoin und andere Risikoanlagen ist die Entwicklung allerdings nicht nur positiv. Stärkere Konjunkturdaten können die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass die US-Notenbank die Zinsen länger hoch hält. Gleichzeitig verbessern sie aber die Aussichten für Unternehmensgewinne und die allgemeine Risikobereitschaft der Anleger. Genau dieser Zielkonflikt prägt derzeit die Märkte. Während die Zinsseite Gegenwind erzeugt, liefert die überraschend starke Wirtschaft Argumente für steigende Aktienkurse. Und im Kryptomarkt häufen sich die bullischen Anzeichen.
Bitcoin und Ethereum schwach – Kupfer-Bullen schnauben!
Der Blick auf die Märkte zum Wochenstart fällt dennoch freundlich aus. Der S&P 500 schloss am Freitag bei 7500 Punkten und notiert im Futures-Handel leicht höher. Noch stärker zeigt sich der Technologiesektor: Der Nasdaq-100 beendete die Woche bei 30 400 Punkten und stieg vorbörslich bereits wieder über 30 700 Punkte. Am Kryptomarkt bleibt die Lage dagegen abwartend. Bitcoin kämpft nach einem ereignislosen Wochenende weiter mit der Marke von 64 000 US-Dollar, während Ethereum bei gut 1700 Dollar notiert.
Besonders spannend ist derzeit die Entwicklung bei den Rohstoffen. Gold fiel zuletzt auf 4120 Dollar zurück und startet die Woche knapp über 4200 Dollar, weiterhin unter dem Jahresauftakt von rund 4300 Dollar. Silber notiert mit 66 Dollar ebenfalls unter seinem Jahresstart bei 72 Dollar. Kupfer dagegen handelt bei 6.35 Dollar je Pfund und damit rund 11.4 Prozent über dem Jahresauftakt von 5.70 Dollar. Diese relative Stärke von Kupfer gegenüber Gold und Silber gilt vielen Anlegern als klassisches Zeichen für steigenden Optimismus – und ist gemeinsam mit dem PMI so etwas wie Bitcoins Lieblingsindikator.
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HKCM-Tops und -Flops
Wertsteigerung am vergangenen Handelstag in Prozent
| Micron Technology | +8.70 |
| D-Wave Quantum | +7.72 |
| Texas Instruments | +6.95 |
| Accenture | -17.97 |
Geely | -5.92 |
| IBM | -5.05 |
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