Die wichtigsten Informationen des Artikels auf einen Blick
Die Krypto-Börse Bullish, unterstützt von Peter Thiel, strebt einen Börsengang (IPO) in den USA mit einer Bewertung von bis zu 4.2 Milliarden US-Dollar an. Das Unternehmen will rund 629 Millionen US-Dollar durch den Verkauf von 20.3 Millionen Aktien zu einem Preis zwischen 28 und 31 Dollar einnehmen. Damit wagt Bullish einen zweiten Anlauf an der Börse, nachdem das Unternehmen im Jahr 2022 in einem ersten Versuch gescheitert war. Die Notierung soll an der New York Stock Exchange unter dem Tickersymbol BLSH erfolgen.
Bullish plant IPO mit 4.2 Milliarden Dollar Bewertung
Die Kryptobörse Bullish, die seit ihrer Gründung im Jahr 2021 von Palantir- und PayPal-Mitgründer Peter Thiel unterstützt wird, hat den Startschuss für seinen Börsengang in den USA gegeben. In einer Einreichung bei der US-Börsenaufsicht (SEC) teilte das Unternehmen mit, bis zu 629.3 Millionen Dollar durch den Verkauf von 20.3 Millionen Aktien erzielen zu wollen. Die Preisspanne liegt zwischen 28 und 31 Dollar pro Aktie, was eine Unternehmensbewertung von bis zu 4.2 Milliarden Dollar bedeuten würde.
Damit liegt der neue Bewertungsansatz rund 52 Prozent unter der ursprünglich angestrebten 9-Milliarden-Dollar-Bewertung im ersten Versuch im Jahr 2022. Dieser wurde damals wegen regulatorischer Unsicherheiten abgebrochen.
Fokus auf institutionelle Anleger und Stablecoins
Bullish betreibt eine Krypto-Handelsplattform, die sich vor allem an institutionelle Anleger wie Banken und Investmentfonds richtet. CEO Thomas Farley, der zuvor Präsident der New York Stock Exchange war, plant, einen Teil der Einnahmen aus dem Börsengang in Stablecoins zu investieren, digitale Münzen, deren Wert fest an den US-Dollar gekoppelt ist. Da Bullish diese Stablecoins nicht selbst herausgeben kann, arbeitet das Unternehmen mit externen Partnern, sogenannten Emittenten, zusammen, die solche digitalen Dollar-Münzen auf den Markt bringen.
Marktumfeld: Regulierung und volatile Gewinne
Der Börsengang von Bullish erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender regulatorischer Klarheit in den USA. Maßnahmen wie der GENIUS Act, der einen rechtlichen Rahmen für Stablecoins schafft, sorgen für neuen Auftrieb im Krypto-Sektor. Dennoch bleibt das Geschäft volatil: Für das erste Quartal 2025 meldete Bullish einen Verlust von 349 Millionen Dollar, nach einem Gewinn von 105 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Grund dafür sind Wertverluste bei den eigenen Krypto-Beständen.
Bullish muss in diesem Fall einen Quartalsbericht veröffentlichen, weil sie sich gerade im Verfahren für den Börsengang (IPO) befinden. Sobald ein Unternehmen offizielle Unterlagen bei der US-Börsenaufsicht SEC für einen IPO einreicht (sog. S-1-Filing), gelten strengere Transparenzpflichten. Dazu gehört auch, dass sie aktuelle Finanzzahlen offenlegen müssen, auch wenn sie noch nicht börsennotiert sind. Anleger und Behörden sollen vor dem IPO wissen, wie das Unternehmen finanziell dasteht. Kurz: Bullish muss diese Zahlen veröffentlichen, weil sie an die Börse wollen, nicht weil sie es schon sind.
Konkurrenz und Anlegerperspektive
Mit dem Börsengang will sich Bullish gegenüber Konkurrenten wie Coinbase besser positionieren. Während Coinbase stark von Kleinanlegern abhängig ist, deren Handelsaktivität bei schwankenden Kryptopreisen stark variiert, richtet sich Bullish vor allem an institutionelle Investoren wie Banken und Fonds. Diese handeln auch in ruhigeren Marktphasen strategisch weiter. Analysten betonen deshalb, dass Anleger bei Bullish weniger auf kurzfristige Kursschwankungen achten werden, sondern stärker darauf, wie effizient und profitabel die Handelsplattform an sich arbeitet, unabhängig davon, ob Bitcoin gerade steigt oder fällt.
IPO-Details: Underwriter und Ticker-Symbol
Die Aktie von Bullish soll unter dem Kürzel BLSH an der New York Stock Exchange gelistet werden. Als Konsortialführer agieren J.P. Morgan, Jefferies und Citigroup. Ob das Unternehmen mit seiner reduzierten Bewertung die nötige Nachfrage am Markt generieren kann, bleibt abzuwarten. Branchenbeobachter gehen jedoch davon aus, dass die vorsichtige Preisgestaltung strategisch gewählt ist, um den Börsenstart erfolgreich zu gestalten.
Peter Thiel: Wichtiger Unterstützer und Investor
Hinter Bullish steht der milliardenschwere Investor Peter Thiel, der das Unternehmen von Anfang an unterstützt hat. Thiel ist Mitgründer von PayPal und bekannt für seine frühen Investitionen in Tech-Giganten wie Facebook. Über seine Beteiligungsgesellschaft Founders Fund ist er einer der wichtigsten Geldgeber von Bullish. Sein Name verleiht dem Börsengang zusätzliche Aufmerksamkeit, da Thiel in der Finanzwelt als einflussreiche Figur gilt, die immer wieder früh auf disruptive Technologien setzt – so auch im Kryptomarkt.




