Krypto-Newsflash: Schweizer Bitcoin-Reserve – Krypto-Zahlungen auf X – XRP geht auf SEC zu
#Global Markets

Krypto-Newsflash: Schweizer Bitcoin-Reserve – Krypto-Zahlungen auf X – XRP geht auf SEC zu

Author

Simeon Koch

Als einziger Sektor des Finanzmarktes werden Kryptowährungen ununterbrochen gehandelt. Umso wichtiger ist, bei Bitcoin, Ethereum und den spannendsten Altcoins auf dem neusten Stand zu bleiben!

IBIT erstmals mit zwei negativen Wochen in Folge

Zum Jahreswechsel hat BlackRocks Bitcoin-ETF (IBIT) die schwächsten Handelstage seit der Zulassung im Januar durchlaufen. Erstmals erlebte der IBIT zwei Wochen in Folge kumuliert rote Zahlen. In der letzten Handelswoche des Jahres verzeichnete der IBIT Abflüsse von gut elf Millionen US-Dollar, vom 30. Dezember bis zum 3. Januar stand sogar ein Minus von knapp 133 Millionen zu Buche.

Der 2. Januar war mit einem Minus von gut 322 Millionen Dollar sogar der schwächste Tag seit Handelsstart des IBIT Anfang 2024 – das konnte nicht einmal der 3. Januar (Freitag) kompensieren, der mit einem kräftigen Zufluss von fast 250 Millionen Dollar auf den enttäuschenden Vortag reagierte.

Schweizer Volksbegehren fordert Bitcoin-Reserve

Ein privates Schweizer Wählerkomitee hat kurz vor Neujahr eine Volksinitiative lanciert, um Bitcoin in die Reserve der Schweizer Nationalbank aufzunehmen. Das Volksbegehren unter dem Titel Für eine finanziell starke, souveräne und verantwortungsvolle Schweiz (Bitcoin-Initiative) und hat nun 18 Monate Zeit, um 100 000 Unterschriften zu sammeln.

Sollte der Vorstoß erfolgreich sein, folgt eine Debatte im Parlament und eine Volksabstimmung. Wie in der Schweiz üblich, wurde die Initiative im Bundesblatt veröffentlicht und kann zentral eingesehen werden. Im Kern fordert die Initiative einen Zusatz zur Verfassung, der eine staatliche Bitcoin-Reserve vorschreibt.

Führt Elon Musk doch Krypto-Zahlungen auf X ein?

Die Gerüchte über eine Zahlungsfunktion mit Kryptowährungen auf der Social-Media-Plattform X reißen nicht ab, seit Elon Musk sie im Oktober 2022 (damals noch als Twitter) übernommen hat. Nun soll ein Leak im Programmiercode der Plattform beweisen, dass eine entsprechende Funktion schon in diesem Jahr umgesetzt werden könnte.

Zurzeit sammelt Musk notwendige Lizenzen in den US-amerikanischen Bundesstaaten, laut Medienberichten fehlt ihm nur noch die Zustimmung seitens elf Regionalbehörden. Eine Zahlfunktion auf X würde zunächst wohl nur in den Vereinigten Staaten verfügbar sein. Ob und welche Kryptowährungen integriert würden, ist unklar. Elon Musk, der sich schon öfter als großer Dogecoin-Fan outete, äußerte sich zu den Gerüchten bisher nicht.

Coinbase-Blockchain Base will COIN-Aktie tokenisieren

Die Kryptobörse Coinbase will ihre Aktie (Ticker COIN) auf der eigenen Ethereum-Layer-2-Blockchain Base handelbar machen. Das teilte Jesse Pollak, ein Base-Entwickler, am 3. Januar auf X mit. Pollak schrieb dazu: „Wir sind uns einig, dass eine Integration von COIN auf Base gigantisch wäre. Wir schauen uns das im neuen Jahr an.“ Außerdem werde bald „jedes Asset der Welt auf Base sein!“

Zunächst aber brauche man regulatorische Klarheit, die Tokenisierungs-Pläne seien noch im Frühstadium: „Wir sind in der Erkundungsphase und müssen herausfinden, was es braucht, um Assets wie COIN sicher, regelkonform und zukunftsfähig auf Base zu bringen“. Bisher können lediglich Nutzer außerhalb der USA die COIN-Aktie über das RWA-Protokoll Backed auf Base handeln.

Solana will sich gegen Quantencomputer schützen

Um sich gegen Gefahren durch die exponentiell wachsende Rechenleistung von Quantencomputern zu schützen, hat Solana mit Winternitz Vault eine neuartige Sicherheitstechnologie entwickelt und vorgestellt. Im Zentrum steht dabei ein quantenresistentes Schema, um Transaktionen zu autorisieren und freizugeben.

Das Winternitz One-Time-Signaturschema soll bei jeder Transaktion neue Passwörter generieren, um Token-Inhaber vor leistungsstarken Quantencomputern zu schützen, die Wallet-Informationen ansonsten möglicherweise errechnen und knacken könnten. Vor einigen Wochen hatte Google einen Durchbruch beim Quantencomputer Willow vermeldet, seither besteht im Kryptomarkt die Sorge, dass derartige Hochleistungsrechner ganze Blockchains hacken könnten.

Ripple: Ende der SEC-Klage im Frühling?

Ripples Geschäftsführer Brad Garlinghouse hat sich bereit erklärt, mit der neuen Führung der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) bei der Lösung des jahrelangen Rechtsstreits um XRP zusammenzuarbeiten. Diese Annäherung könnte zu einem baldigen Ende des Prozesses führen, tweetete der kryptoaffine Anwalt und Rechtsexperte Jeremy Hogan am Freitag und erklärte: „Ich denke, dass der Fall im April oder Mai geschlossen werden könnte“.

Im Jahr 2020 hatte die SEC Klage gegen Ripple Labs erhoben und dem Unternehmen vorgeworfen, durch initiale XRP-Verkäufe gegen das Wertpapier-Gesetz verstoßen zu haben. Zunächst forderte die Behörde eine Strafzahlung von zwei Milliarden US-Dollar, ein Rechtsspruch reduzierte diese Summe im August auf 125 Millionen. Die SEC ging in Berufung, könnte nach dem für Ende Januar angekündigten Rücktritt ihres Vorsitzenden Gary Gensler aber auf weitere Strafverfolgung von Ripple verzichten.

Das war’s schon mit dem Krypto-Newsflash. Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Woche!

Author

Simeon Koch

Schlagzeilen

Es wurde noch keine Einwilligung erteilt.

Du musst zuerst zustimmen, um Inhalte von TradingView zu sehen.