Krypto Newsflash: Rekord für Bitcoin- und Ethereum-ETFs, Norwegen kauft BTC, Gemini-IPO
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Krypto Newsflash: Rekord für Bitcoin- und Ethereum-ETFs, Norwegen kauft BTC, Gemini-IPO

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Carlo Schmid

ETFs für Bitcoin und Ethereum erreichen Rekord-Volumen

Die Spot-ETFs für Bitcoin und Ethereum haben in der vergangenen Woche ein Handelsvolumen von rund 40 Milliarden US-Dollar erreicht. So viel wie noch nie zuvor. Laut Bloomberg-Analyst Eric Balchunas entfielen davon allein 17 Milliarden auf Ethereum-ETFs, die damit eine außergewöhnliche Rally hingelegt haben. Während Ethereum-Fonds Nettomittelzuflüsse von 2.85 Milliarden Dollar verbuchten, verzeichneten Bitcoin-ETFs leichte Abflüsse, kamen aber dennoch auf ein Plus von rund 548 Millionen Dollar.

Dass Krypto-ETFs überhaupt so stark nachgefragt werden, zeigt den wachsenden Stellenwert dieser Anlageform. Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein börsengehandelter Fonds, der es Anlegern ermöglicht, unkompliziert in einen Basiswert wie Bitcoin oder Ethereum zu investieren, ohne die Coins selbst kaufen oder verwahren zu müssen. Mit Handelsvolumina, die mit Top-ETFs im Aktienbereich vergleichbar sind, rückt die Kryptoanlage für traditionelle Investoren stärker ins Rampenlicht. Experten sehen darin ein Signal, dass digitale Assets zunehmend im Mainstream angekommen sind.

Norwegischer Staatsfonds verdoppelt Bitcoin-Bestände nahezu

Norwegens Staatsfonds, der mit 1.7 Billionen Dollar als größter der Welt gilt, hat seine indirekten Bitcoin-Bestände im zweiten Quartal 2025 um 83 Prozent auf rund 11.400 BTC fast verdoppelt. Verantwortlich ist die staatliche Investmentgesellschaft Norges Bank Investment Management (NBIM), die vor allem in Unternehmen wie Strategy (früher MicroStrategy) und das japanische Pendant Metaplanet investiert hat. Insgesamt stieg der Wert der Bitcoin-Positionen dadurch auf mehr als 600 Millionen Dollar.

Der norwegische Staatsfonds hat dabei nicht direkt in Bitcoin investiert, sondern Aktien zum Beispiel von den gerade genannten Firmen gekauft, die selbst große Mengen an Bitcoin halten. So umgeht NBIM mögliche regulatorische Hürden und profitiert dennoch von steigenden Kursen. Zuletzt kletterte Bitcoin auf über 117.000 Dollar. Hintergrund ist auch die sinkende Bedeutung von Öl- und Gaserlösen, die 2025 um 15 Prozent zurückgehen sollen. Analysten sehen in Norwegens Schritt ein Signal für eine breitere institutionelle Akzeptanz von Kryptowährungen, warnen aber im selben Atemzug vor der hohen Volatilität dieser Anlageklasse.

Fast eine Milliarde gekauft: Ethereum-Wale nutzen den Dip

Institutionelle Investoren haben den jüngsten Kursrückgang von Ethereum genutzt und fast 900 Millionen US-Dollar in die Kryptowährung gesteckt. Besonders auffällig war BitMine, das 106.000 ETH im Wert von rund 470 Millionen Dollar gekauft hat und seine Bestände damit auf 1.17 Millionen ETH ausbaute, ein Rekord. Auch andere Akteure wie Donald Trumps World Liberty griffen zu. Analysten sehen darin ein klares Signal, dass große Anleger Ethereum als langfristige Anlage betrachten und weniger auf schnelle Gewinne setzen.

BitMine hat damit offiziell als erstes Unternehmen die Marke von einer Million ETH überschritten, aktuell mehr als fünf Milliarden Dollar wert. In den vergangenen Wochen beschleunigte die Firma ihre Käufe stark und kündigte sogar an, bis zu 5 Prozent des gesamten Ethereum-Angebots sichern zu wollen. Ethereum ist nach Bitcoin die zweitgrößte Kryptowährung und bildet die Grundlage für viele Anwendungen im Bereich „DeFi“ (dezentrale Finanzen). Dass Unternehmen wie BitMine oder SharpLink Milliarden investieren, zeigt das wachsende institutionelle Vertrauen.

Billionen-Business: Visa drängt ins Stablecoin-Geschäft

Visa hat einen großen Schritt in Richtung Krypto-Zukunft gemacht und baut sein Geschäft mit Stablecoins massiv aus. Unter der Leitung von Cuy Sheffield, dem Krypto-Chef des Unternehmens, arbeitet Visa mit Banken und Fintechs weltweit zusammen, bietet eigene Stablecoin-Abwicklungen an und prüft sogar die Einführung einer eigenen digitalen Währung. Hintergrund ist ein boomender Markt: Laut Standard Chartered könnte das Volumen von Stablecoins, also digitalen Währungen, die an stabile Werte wie den US-Dollar gekoppelt sind, in den nächsten drei Jahren auf bis zu zwei Billionen Dollar steigen.

Das Unternehmen will nicht gegen Stablecoins konkurrieren, sondern sie in sein bestehendes Netzwerk einbinden. Analysten betonen, dass Stablecoins zwar Zahlungen günstiger machen, aber weiterhin Sicherheits- und Servicedienstleistungen wie Betrugserkennung oder Währungsumtausch brauchen. Und genau hier will Visa ansetzen. Während in Industrieländern vor allem die Integration zählt, könnten Stablecoins in Schwellenländern mit wenig Zugang zu Bankkarten schon bald zum Standard für internationale Zahlungen werden. So versucht Visa, die Brücke zwischen traditionellem Zahlungsverkehr und digitalem Geld zu schlagen.

Nach Bullish-Boom: US-Kryptobörse Gemini will an die Börse

Die von den Winklevoss-Zwillingen gegründete Kryptobörse Gemini hat offiziell einen Antrag auf einen Börsengang bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht. Geplant ist eine Listung an der Nasdaq unter dem Ticker GEMI. Das Unternehmen verwaltet derzeit über 18 Milliarden US-Dollar an Kundengeldern und wird beim IPO von Banken wie Goldman Sachs und Morgan Stanley begleitet. Durch eine spezielle Aktienstruktur sichern sich die Gründer weiterhin die Mehrheit der Stimmrechte. Vorgemacht hatte den erfolgreichen Gang an die Börse die von Peter Thiel unterstützte Krypto-Börse Bullish.



Im vergangenen Jahr verzeichnete Gemini bei einem Umsatz von 142 Millionen US-Dollar einen Nettoverlust von rund 158 Millionen, in der ersten Hälfte 2025 summierten sich die Verluste sogar auf über 280 Millionen. Ein Börsengang, kurz IPO (Initial Public Offering), soll neues Kapital bringen, um das Geschäft auszubauen. Trotz dieser roten Zahlen hoffen die Zwillinge auf den Krypto-Boom und setzen laut eigenen Aussagen darauf, dass Anleger den wachsenden Markt für digitale Vermögenswerte als Chance sehen.

Das war's schon mit unserem Krypto-Newsflash. Der nächste erscheint, wie gewohnt, am kommenden Montag.

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