BlackRock-Krypto-Insider wechselt zu SharpLink
SharpLink Gaming hat sich mit einem prominenten Neuzugang verstärkt: Joseph Chalom, bisher bei BlackRock für digitale Vermögenswerte und die Einführung von Bitcoin- und Ethereum-ETFs verantwortlich, wird neuer Co-CEO. Er übernimmt die Leitung gemeinsam mit Rob Phythian, der im kommenden Quartal in die Rolle des Präsidenten wechseln soll. Chalom wird insbesondere für die Verwaltung der firmeneigenen Ethereum-Bestände zuständig sein. Die Aktie von SharpLink ist seit Jahresbeginn um mehr als 180 Prozent gestiegen.
SharpLink ist ein börsennotiertes Unternehmen, das sich auf die Integration digitaler Lösungen im Gaming- und Sportwettenbereich spezialisiert hat. Ende Mai kündigte das Unternehmen an, eine Ethereum-Treasury-Strategie zu verfolgen – also Teile seiner Rücklagen in Ethereum zu halten. Mit der Berufung Chaloms, der bei BlackRock unter anderem den iShares Ethereum Trust ETF (ETHA) und den Bitcoin Trust ETF (IBIT) mit auf den Weg brachte, möchte SharpLink diesen Kurs konsequent umsetzen.
Trump Media setzt auf Bitcoin-Wetten
Trump Media, die Firma hinter Trumps sozialem Netzwerk Truth Social, hat 300 Millionen US-Dollar in spezielle Bitcoin-Wetten investiert. Dabei handelt es sich um sogenannte Optionen. Das sind Verträge, mit denen man auf steigende oder fallende Kurse spekuliert. Wenn der Bitcoin-Kurs stark schwankt, kann man damit viel Geld verdienen, aber auch alles verlieren. Die Firma hält inzwischen etwa zwei Milliarden Dollar in Bitcoin und ähnlichen digitalen Vermögenswerten.
Der Hintergrund: Donald Trump und seine Familie verdienen immer mehr Geld mit Kryptowährungen wie Bitcoin. Gleichzeitig lockert Trump als Präsident die Regeln für die Branche. Kritiker finden das problematisch, weil er als Politiker Entscheidungen trifft, von denen er selbst über seine Firmen profitieren könnte. Allein im letzten Jahr ist Trumps Vermögen laut Bloomberg um mindestens 620 Millionen Dollar gestiegen, hauptsächlich durch den Boom bei digitalen Währungen.
Trotz Bitcoin auf Rekordhoch – Miner brechen die Einnahmen weg
Trotz der Euphorie rund um die Crypto Week in Washington und einem Bitcoin-Kurs von über 123 000 Dollar kämpfen die Bitcoin-Miner mit massiven Einnahmeverlusten. Die Gebühren für das Verarbeiten von Transaktionen sind zeitweise um 90 Prozent eingebrochen, auf weniger als einen Dollar. Während die Politik erstmals klare Regeln für Kryptowährungen verabschiedet, wird das Geschäft für viele Mining-Firmen zunehmend unrentabel.
Bitcoin-Transaktionen müssen geprüft und bestätigt werden, diese Aufgabe übernehmen sogenannte Bitcoin-Miner. Dafür erhalten sie eine Belohnung in Form neuer Bitcoins und zusätzlicher Nutzungsgebühren. Doch viele Anleger halten ihre Coins derzeit, anstatt sie zu verkaufen, in der Erwartung zukünftiger Kursgewinne. Das führt zu weniger Bewegung im Netzwerk und damit zu weniger Gebühren und auch weniger Einnahmen für die Miner. Ebenfalls halbiert sich alle vier Jahre automatisch die Menge an neuen Bitcoins, die pro Transaktion ausgeschüttet wird. Dieses sogenannte Halving belastet die Miner zusätzlich, da es steigende Kosten bei sinkenden Einnahmen bedeutet. Einige Firmen weichen deshalb bereits in andere Bereiche wie Künstliche Intelligenz aus.
Michael Saylor sammelt 2.8 Milliarden Dollar für weiteren Bitcoin-Kauf
Michael Saylor hat über seine Firma Strategy ein neues Finanzprodukt namens Stretch auf den Markt gebracht – eine spezielle Vorzugsaktie mit einer jährlichen Verzinsung von 9 Prozent und unbegrenzter Laufzeit. Wegen hoher Nachfrage wurde das Volumen von ursprünglich 500 Millionen auf 2.8 Milliarden Dollar erhöht. Mit dem frischen Kapital will Strategy seine Bitcoin-Reserven weiter ausbauen. Das Unternehmen hält mittlerweile rund 600 000 Coins im Wert von etwa 70 Milliarden Dollar.
Bei einer gewöhnlichen Aktie profitieren Investoren nur dann, wenn der Aktienkurs steigt oder das Unternehmen eine freiwillige Dividende zahlt. Es gibt keine garantierten Auszahlungen, und das Risiko von Verlusten ist hoch, falls das Unternehmen schlecht abschneidet. Das neue Finanzprodukt Stretch funktioniert anders: Es handelt sich um eine spezielle Vorzugsaktie, die eine feste jährliche Auszahlung von 9 Prozent vorsieht – allerdings ohne festes Ende und mit der Möglichkeit, die Höhe der Auszahlung monatlich anzupassen. Diese Struktur soll den Kurs stabil halten, bringt jedoch Unsicherheit über die tatsächliche Rendite. Im Gegensatz zur normalen Aktie steht hier die regelmäßige Auszahlung im Vordergrund, nicht die Beteiligung am Unternehmenserfolg.
OSL sammelt 300 Millionen Dollar für weltweite Krypto-Expansion
OSL Group Ltd. hat sich 300 Millionen US-Dollar in einer Kapitalerhöhung gesichert, um sein globales Geschäft mit Kryptowährungen auszubauen. Das in Hongkong börsennotierte Unternehmen will das Geld vor allem in den Aufbau regulierter Stablecoin-Infrastruktur und sicherer Zahlungssysteme investieren. Der Schritt erfolgt kurz vor Inkrafttreten eines neuen Stablecoin-Gesetzes in Hongkong am 1. August. CFO Ivan Wong betonte, dass sowohl asiatische als auch internationale Investoren starkes Interesse gezeigt haben.
Die Finanzierung fällt in eine Phase, in der die Kryptobranche von einem positiven Marktumfeld profitiert. Hongkong positioniert sich zunehmend als wichtiger Knotenpunkt für digitale Finanzprodukte, unterstützt durch klare gesetzliche Rahmenbedingungen. Auch global wächst das Vertrauen, da selbst große Banken und Fonds ihre Aktivitäten in diesem Bereich verstärken. Zudem zeigt sich US-Präsident Donald Trump seit seiner Wiederwahl als Unterstützer neuer Krypto-Gesetze, was der Branche zusätzlichen Rückenwind verleiht.







