Deutsche Bank: Bitcoin soll bis 2030 in Zentralbank-Bilanzen
Die Deutsche Bank hat in einer aktuellen Studie erklärt, dass Bitcoin bis 2030 neben Gold in den Bilanzen vieler Zentralbanken auftauchen könnte. Ausschlaggebend seien die geringe Korrelation von Bitcoin zu klassischen Anlageklassen, sein begrenztes Angebot und die Rolle als Absicherung gegen Inflation und geopolitische Krisen. Während erste Schritte vor allem in rohstoffreichen Schwellenländern erwartet werden, könnten rechtliche Hürden in Industriestaaten den Prozess verlangsamen.
Um die Prognose zu verstehen, lohnt ein Blick zurück: Gold wurde über Jahrhunderte als sicherer Hafen genutzt. Die Deutsche Bank zieht hier Parallelen und verweist darauf, dass Bitcoin durch zunehmende Akzeptanz stabiler wird. Zentralbanken halten Reserven, um ihre Währungen abzusichern – bislang fast ausschließlich in Devisen und Gold. Bald könnte nun aber auch Bitcoin, oft „digitales Gold“ genannt, Teil dieser Reserven werden.
Europäische Banken planen Euro-Stablecoin
Neun große europäische Banken, darunter ING und UniCredit, haben angekündigt, ein gemeinsames Unternehmen in Amsterdam zu gründen, das einen Euro-Stablecoin herausgeben soll. Dieser digitale Token, der seinen Wert stabil an den Euro bindet, soll in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres starten. Ziel ist es, eine europäische Alternative zu den stark dominierenden US-Dollar-Stablecoins zu schaffen und so Europas Unabhängigkeit im Zahlungsverkehr zu stärken.
Die Banken wollen laut Reuters, den Rückstand Europas in der digitalen Finanzwelt aufholen. Stablecoins, also digitale Währungen, die an klassische Währungen wie Dollar oder Euro gekoppelt sind, werden bereits für schnelle, günstige Zahlungen und internationale Transaktionen genutzt. Während die Europäische Zentralbank weiter am digitalen Euro arbeitet und skeptisch gegenüber privaten Stablecoins bleibt, wollen die Banken den Markt nicht allein US-Firmen überlassen.
ETH-Gründer Vitalik Buterin warnt vor EU-Chatkontrolle
Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin hat die geplante EU-Chatkontrolle scharf kritisiert. Die Verordnung sieht vor, dass Plattformen, wie WhatsApp, künftig auch private und verschlüsselte Nachrichten der Nutzer durchsuchen müssen, offiziell zum Schutz vor Kindesmissbrauch. Buterin warnt jedoch, dass dies massive Sicherheitslücken öffnet, anstatt Sicherheit zu schaffen, und die digitale Privatsphäre ernsthaft bedroht. Er fordert, auf gezielte Polizeiarbeit und klare Bürgerrechte zu setzen, statt auf pauschale Überwachung.
Buterin hat damit eine hitzige Debatte angestoßen. Die Chatkontrolle bedeute laut Buterin, in der Praxis eine Form von Massenüberwachung. „Verschlüsselt“ heiße eigentlich, dass Nachrichten so geschützt sind, dass selbst der Anbieter sie nicht lesen kann, und genau dieses Prinzip würde ausgehebelt. Bürgerrechtsorganisationen und die Krypto-Community warnen ebenfalls, dass Hacker leichtes Spiel hätten, wenn Regierungen Hintertüren einbauen.
Kryptobörse Kraken will mit 20 Milliarden an die Börse
Die Kryptobörse Kraken steht kurz vor einem großen Schritt: Das US-Unternehmen verhandelt laut Bloomberg mit einem strategischen Investor über eine Finanzierung von 200 bis 300 Millionen US-Dollar, die das Unternehmen auf rund 20 Milliarden US-Dollar bewerten könnte. Die Gespräche sind bisher nicht endgültig abgeschlossen, doch Kraken hat bereits die Banken Morgan Stanley und Goldman Sachs für einen geplanten Börsengang im kommenden Jahr ausgewählt.
Kraken hat damit einen wichtigen Meilenstein erreicht. Gegründet 2011, war die Börse lange vergleichsweise bescheiden finanziert und sammelte nur rund 27 Millionen Dollar an Kapital ein. Erst seit Kurzem beschleunigt das Unternehmen seine Expansion, unter anderem durch den Handel mit tokenisierten Aktien, also digitalen Abbildern von Wertpapieren. Im Wettbewerb mit Coinbase und anderen Branchengrößen setzt Kraken nun auf Wachstum und nutzt den Rückenwind, dass US-Behörden Kryptowährungen aktuell wieder etwas offener gegenüberstehen.
Katars Nationalbank nutzt JPMorgans Base-Stablecoin
Die Qatar National Bank (QNB), eine der größten Banken im Nahen Osten, hat bekannt gegeben, künftig für US-Dollar-Zahlungen das Blockchain-System von JPMorgan zu nutzen. Mit der Plattform namens Kinexys können Geschäftskunden in Katar ihre Dollar-Transaktionen nun innerhalb weniger Minuten und rund um die Uhr abwickeln. Bislang dauerten Überweisungen über traditionelle Bankwege oft mehrere Tage und waren nur an Werktagen möglich. Laut QNB-Manager Kamel Moris ist das neue System ein „Traum“, da es sichere und extrem schnelle Zahlungen ermöglicht.
Damit hat ein weiterer großer Finanzakteur einen Schritt in Richtung breiter Blockchain-Nutzung getan. Blockchain bedeutet vereinfacht gesagt, dass Transaktionen dezentral in einer Art digitalem Register gespeichert werden, was Prozesse schneller und transparenter machen soll. JPMorgans Kinexys wickelt derzeit rund drei Milliarden Dollar täglich ab, noch wenig im Vergleich zu den zehn Billionen Dollar, die die Bank insgesamt im Zahlungsverkehr bewegt. Doch die Richtung ist klar: Immer mehr Banken wollen die Blockchain-Technologie einführen.
Das war's schon mit dem Krypto-Newsflash. Der nächste erscheint, wie gewohnt, am kommenden Montag.






