HKCM-Wochenrückblick 22.01.2024 – 26.01.2024
#Global Markets

HKCM-Wochenrückblick 22.01.2024 – 26.01.2024

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Florian Winter

Es ist Freitag und somit lassen wir eine weitere spannende Handelswoche hinter uns. Was so alles in der Welt der Finanzen passiert ist, schauen wir uns in unserem Wochenrückblick an.

Montag – erneuter Metallraub bei Aurubis


Im August 2023 wurde Aurubis, der größte Kupferproduzent Europas, bereits zum zweiten Mal Opfer eines spektakulären Metallraubes. So wurde das deutsche MDax-Unternehmen von einer kriminellen Organisation unterwandert, wodurch ein Schaden in Höhe von rund 185€ Millionen entstand. Wir hatten in diesem Artikel darüber berichtet. Nun wurde bekannt, dass Aurubis abermals aus den eigenen Reihen heraus bestohlen wurde, wenngleich in einer deutlich weniger umfangreichen Art und Weise. Dennoch offenbart der Vorfall erneut eklatante Sicherheitslücken beim Hamburger Konzern. Drei Mitarbeiter wurden vorläufig festgenommen, befinden sich inzwischen aber schon wieder auf freiem Fuß. Und wenn wir schon beim Thema (Edel-)Metalle sind: Am Sonntag erhalten alle unsere Abonnenten die Sonderberichte zu den Märkten Energie und Edelmetalle. Und zwar absolut kostenlos!

Dienstag – Siemens Energy: zurück in der Gewinnzone 

Siemens Energy konnte im abgelaufenen Quartal endlich wieder Gewinne einfahren: Nachdem man im Geschäftsjahr 2022/23 einen Rekordverlust in Höhe von 4.6€ Milliarden verzeichnet hatte – mitunter aufgrund der strauchelnden Windkrafttochter Siemens Gamesa – kommt das DAX40-Unternehmen nun im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres, welches im Oktober startete, auf einen Gewinn in Höhe von 208€ Millionen vor Sondereffekten; im Vorjahresquartal lag der Verlust bei 282€ Millionen. Somit konnte Siemens Energy die trüben Prognosen der Analysten übertreffen, die auch in diesem Quartal von einem Verlust in Höhe von 106€ Millionen ausgegangen waren. Inklusive Veräußerungsgewinnen steht gar ein Gewinn in Höhe von 1.88€ Milliarden zu Buche. Man sei nun zwar „auf einem guten Weg, aber nicht mehr und auch nicht weniger“, ließ ein Unternehmenssprecher verlauten; der Konzern habe jetzt weitere Hausaufgaben zu erledigen, unter anderem „die Qualitätsprobleme [im Windgeschäft] zu lösen“ und das bestehende Wachstumspotenzial zu nutzen, um so „die gesteckten Ziele zu erreichen“.

Mittwoch – Microsoft: Aufstieg in den $3 Billionen-Club          


Microsoft hat am Mittwoch als erst zweites Unternehmen nach Apple eine Marktkapitalisierung in Höhe von $3 Billionen erreicht, zuletzt vor allen Dingen getrieben durch den Boom im Bereich Künstliche Intelligenz (KI). Der von Bill Gates gegründete Software-Konzern gilt hier als einer der großen Profiteure, insbesondere durch die Partnerschaft mit OpenAI, dem Entwickler von ChatGPT. Langfristig sollte die wohl kontinuierlich steigende Nachfrage nach KI-Dienstleistungen und den entsprechenden Cloud-Angeboten das Umsatzwachstum von Microsoft weiter stützen. Am 30. Januar wird der Tech-Konzern, dessen Aktie wir sowohl in unserem TECH33- als auch in unserem US-Titans-Paket analysieren, seine jüngsten Zahlen präsentieren.

Donnerstag – Tesla verfehlt Erwartungen        

Wenngleich der nordamerikanische Autobauer Tesla im abgelaufenen Quartal seine operative Rendite nach fünf aufeinanderfolgenden Rückgängen bei 8.2 Prozent stabilisieren konnte, wurde das Unternehmen den Prognosen der Analysten insgesamt nicht gerecht. So sank die Bruttomarge auf 17.6 Prozent, im Vorjahresquartal lag diese noch bei knapp 24 Prozent. Der Umsatz stieg im vierten Quartal zwar um 3 Prozent auf $25.2 Milliarden an, hierbei handelte es sich aber um das geringste Wachstum der vergangenen drei Jahre; die Analysten hatten mit knapp $25.9 Milliarden gerechnet. Zudem gab Tesla bekannt, dass das Wachstum im Jahr 2024 „wohl deutlich geringer sein [werde] als die Wachstumsrate“, die man im Vorjahr erzielt habe. Entsprechend rechnet man hier wohl nicht mehr mit dem ursprünglich „versprochenen“ 50 Prozent Wachstum pro Jahr. Die Aktie des Konzerns sackte in Folge auf die Bekanntgabe der Zahlen prozentual betrachtet zweistellig ab. Wir haben die Entwicklungen bei Tesla in diesem gestern publizierten Trading Room-Artikel ausführlich beleuchtet.

Freitag – Intel mit schwacher Prognose


Der nordamerikanische Chipkonzern Intel, dessen Aktie wir in unserem US-Titans-Paket regelmäßig analysieren, präsentierte enttäuschende Zahlen: Während die Analysten für das laufende Quartal Erlöse in Höhe von rund $14 Milliarden vorhergesagt hatten, hält das Unternehmen nun lediglich $12.2 bis $13.2 Milliarden für wahrscheinlich. Noch im vorangegangenen Quartal übertraf Intel mit einem Umsatzplus in Höhe von 10 Prozent (und somit $15.4 Milliarden) die Erwartung der Experten, unterm Strich stand ein Gewinn in Höhe von $2.7 Milliarden. Unternehmensangaben zufolge profitiert Intel bislang nicht vom Hype um Künstliche Intelligenz wie die Konkurrenz, hier möchte man so schnell wie möglich Boden gegenüber dem großen Platzhirsch Nvidia gutmachen. Intel-CEO Pat Gelsinger will die Fertigungsprozesse umfangreich überarbeiten, um zukünftig deutlich effizientere Chips zu produzieren.

Das war’s schon mit dem Rückblick. Wir hoffen, er hat Ihnen einen kleinen Überblick gegeben. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein schönes und erholsames Wochenende!

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Florian Winter

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