HKCM-Newsflash: Silkroad-Bitcoins frei, Warren Buffett verkauft, China wächst
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HKCM-Newsflash: Silkroad-Bitcoins frei, Warren Buffett verkauft, China wächst

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Manuel Gottschalk

Die Welt der Finanzen steht niemals still. Was in den vergangenen Stunden passiert ist, schauen wir uns im HKCM-Newsflash an. Kurz, knapp und auf das Wichtigste reduziert.

Milliarden-Dump bei BTC? Supreme Court gibt Silkroad-Bitcoins frei

Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten hat entschieden, sich nicht mit einem Fall zu befassen, der 69 370 Bitcoins (im Wert von $4.38 Milliarden) betrifft, die von der nordamerikanischen Regierung auf dem Darknet-Marktplatz Silk Road beschlagnahmt wurden. Diese Informationen stammen aus einem aktuellen Gerichtsdokument. Der Antrag auf Überprüfung wurde von Battle Born Investments gestellt, einem Unternehmen, das angibt, die Rechte an den Bitcoins über eine Insolvenzmasse erworben zu haben. Die Ablehnung des Falls durch den Obersten Gerichtshof bedeutet, dass die Regierung nun die beschlagnahmten Bitcoins verkaufen kann. Silk Road war ein Online-Marktplatz im Darknet, auf dem Nutzer Drogen, Waffen und andere illegale Dienstleistungen erwerben konnten, bevor die Behörden 2013 das Geschäft schlossen. Viele Krypto-Investoren befürchten, dass der Verkauf einer so großen Menge an Bitcoins kurzfristig negative Auswirkungen auf den Kurs haben könnte, da ein plötzlicher Anstieg des Angebots den Markt überfluten könnte.

Google muss Play Store für die Konkurrenz öffnen

In einem Kartellrechtsverfahren muss Google erneut einen Misserfolg hinnehmen und soll jetzt auch anderen Dienstleistern den Weg zum Play Store freiräumen. Ein Gericht in San Francisco ordnete an, dass Google ab dem 1. November 2023 die Plattform für Konkurrenzanbieter öffnen muss. Google hat acht Monate Zeit, um dies umzusetzen, und plant, gegen die Auflage Berufung einzulegen. Der Fall basiert auf einem Kartellrechtsverfahren, das von dem Videospielentwickler Epic Games initiiert wurde. Google wurde schließlich wegen seines Monopols auf den App-Markt verurteilt. Entwickler kritisierten vor allem die hohen Gebühren von bis zu 30 Prozent, die Google für die Nutzung des Play Stores verlangt hatte. Das Unternehmen muss sich noch mit weiteren kartellrechtlichen Verfahren auseinandersetzen. Zu Verfahren in den USA und der EU kommen weitere aus Japan, Südkorea und Australien hinzu. Der Europäische Gerichtshof hat eine Strafe gegen Google bestätigt. Der Konzern wird wohl 2.4€ Milliarden zahlen müssen, weil sein Preisvergleichsdienst Google Shopping Konkurrenten benachteiligt haben soll.

Warren Buffett verkauft Aktien der Bank of America

Warren Buffett hat durch seine Holdinggesellschaft Berkshire Hathaway seinen Anteil an der Bank of America weiter reduziert. Mit der jüngsten Verkaufsrunde überschreiten die Gesamterlöse aus dem Abbau der Beteiligung nun die Marke von $10 Milliarden. Berkshire Hathaway verkaufte etwa 9.57 Millionen weitere Bank of America-Aktien, was die insgesamt 14. Verkaufsrunde von Buffetts Unternehmen darstellt. Trotz dieser anhaltenden Verkäufe bleibt der Anteil von Berkshire Hathaway an der Bank of America bedeutend. Nach den neuesten verfügbaren Informationen hält Buffetts Unternehmen noch etwa 858 Millionen Aktien, was einem Anteil von etwa 10,2 Prozent an der Bank entspricht. Der Wert dieser Position wird auf rund $34 Milliarden geschätzt, basierend auf dem aktuellen Aktienkurs. Diese Entwicklung unterstreicht Buffetts aktives Portfoliomanagement und könnte auf eine Neuausrichtung seiner Investmentstrategie hindeuten. Interessanterweise bleibt die Bank of America trotz der Reduzierung eine der größten Positionen in Buffetts Portfolio, mit einer Gewichtung von etwa 14 Prozent. Marktbeobachter werden die weiteren Schritte des Orakels von Omaha genau verfolgen, um mögliche Hinweise auf seine Einschätzung des Finanzsektors zu erhalten.

China auf Wachstumskurs: Fünf-Prozent-Ziel im Visier

China gab am Dienstag bekannt, dass es „voll und ganz zuversichtlich“ sei, sein Wachstumsziel von fünf Prozent für das Gesamtjahr zu erreichen. Dies gab Zheng Shanjie, Vorsitzender der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission, auf einer Pressekonferenz bekannt. Shanjie erklärte auch, dass die Regierung plant, 200 Milliarden Yuan für vorgezogene Haushaltsausgaben und Investitionsprojekte auszugeben. Das Land bleibt jedoch vorsichtig, was zusätzliche Konjunkturmaßnahmen betrifft, was die Stimmung unter den Marktbeobachtern trübte. „Bisher scheint es auf der Pressekonferenz der NDRC an Details zu den Konjunkturmaßnahmen zu mangeln. Die Hoffnungen wurden geweckt, aber die Umsetzung war enttäuschend“, sagte Christopher Wong, Währungsstratege bei OCBC, einer Bank in Singapur. Analysten zufolge wird es einige Zeit dauern, bis das Vertrauen der Verbraucher und Unternehmen wiederhergestellt ist und die Wirtschaft wieder auf solideren Füßen steht. Die Verlautbarung großer Stimulus-Maßnahmen hatte kürzlich für Euphorie an den chinesischen Aktienmärkten gesorgt, die ihre besten Handelstage seit Jahren erlebten.

Wie VW, BMW und Porsche: italienische Auto-Riesen kriseln

Auch die italienische Automobilindustrie ist in eine ernstzunehmende Krise gerutscht. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist die Herstellung von PKWs um über 40 Prozent zurückgegangen und könnte alsbald auf das Niveau der 1950er Jahre sinken. 2021 fusionierten Fiat Chrysler Automobiles und der französische Automobilhersteller Group PSA zu Stellantis. Seither fallen unter die Regentschaft des niederländischen Unternehmens die Marken Fiat, Alfa Romeo, Lancia und Maserati. Und allesamt kämpfen in den vergangenen Monaten mit schwachen Absatzzahlen, im Vergleich zum Jahr 2023 rechnet man in diesem Jahr mit einem Produktionsrückgang um rund ein Drittel. Einzig das Luxussegment um Ferrari und die Audi-Tochter Lamborghini agiert weiterhin äußerst erfolgreich. Die italienischen Gewerkschaften rechnen inzwischen mit dem Verlust von bis zu 25 000 Arbeitsplätzen, es könnte gar zu Werksschließungen kommen. Zum 18. Oktober haben sie deshalb zu einem Generalstreik aufgerufen.

Milliardenschwere Hurricane-Schäden: Disney und Warner schließen Parks

Hurricane Milton zieht aktuell über Florida hinweg, Experten warnen vor einer potenziell verheerenden Sturmflut und lebensbedrohlichen Winden. Milton hat sich zu einem Hurricane der höchsten Kategorie 5 verstärkt, mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 km/h. Aufgrund dieser extremen Wetterlage haben sowohl die Warner Brothers- als auch die Disneyland-Parks ihre vorübergehende Schließung bekanntgegeben. Der gefährliche Wirbelsturm nähert sich mit alarmierender Geschwindigkeit der Westküste des Bundesstaates und wird am Mittwochabend oder frühen Donnerstagmorgen aufs Festland treffen. Für die Region Tampa Bay werden Sturmfluten mit bis zu 4.5 Metern Höhe prognostiziert. Massenevakuierungen sind im Gange, da Millionen Menschen von Überschwemmungen bedroht sind. Meteorologen bezeichnen Milton als "historischen Sturm", der möglicherweise der schlimmste sein könnte, der die Tampa Bay Region seit über 100 Jahren getroffen hat. Versicherer befürchten erhebliche Schäden, die sich auf bis zu $175 Milliarden belaufen könnten.

Das war’s schon mit dem HKCM-Newsflash. Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Rest-Woche!

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Manuel Gottschalk

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