HKCM-Newsflash: SEC-Klage gegen Consensys, Gamestop's "Roaring Kitty" vor Gericht
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HKCM-Newsflash: SEC-Klage gegen Consensys, Gamestop's "Roaring Kitty" vor Gericht

Die Welt der Finanzen steht niemals still. Was in den vergangenen Stunden passiert ist, schauen wir uns im HKCM-Newsflash an. Kurz, knapp und auf das Wichtigste reduziert.

Sanofi plant Milliarden-Investition in Frankfurt

Der französische Pharmakonzern Sanofi will 1.3 bis 1.5 Milliarden Euro in Frankfurt investieren, um seine Produktion von lang wirkenden Insulinspritzen in Deutschland auszubauen. Das Handelsblatt, das am Montag zuerst über die Investitionspläne berichtet hatte, zitierte deutsche Regierungskreise mit den Worten, Sanofi habe einen Kurswechsel vollzogen, nachdem der Konzern zunächst erwogen habe, die Produktion seiner Insulinmarke Lantus nach Frankreich zu verlagern. Stattdessen solle nun der deutsche Standort im Frankfurter Stadtteil Hoechst modernisiert werden. Die erwartete Investition wäre die jüngste in einer Reihe von Erfolgen der deutschen Regierungskoalition bei der Anwerbung ausländischer Investitionen, insbesondere im Pharmasektor.  So kündigte der japanische Konzern Daiichi Sankyo im Februar an, rund eine Milliarde Euro in den Ausbau seiner Arbeit an Präzisionskrebsmedikamenten in der Nähe von München zu investieren. Ebenso verpflichtete sich der nordamerikanische Pharmariese Eli Lilly im vergangenen November, 2.3 Milliarden Euro in die Produktion von Medikamenten gegen Fettleibigkeit und Diabetes in Deutschland zu investieren.

 

BlackRock erwirbt britisches Datenunternehmen Preqin 

Der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock hat eine Vereinbarung zum Kauf der britischen Datengruppe Preqin getroffen. Der Deal, dessen Wert auf etwa 2.55 Milliarde Pfund ($3.23 Milliarden) geschätzt wird, soll BlackRocks Präsenz im Bereich der alternativen Anlagen stärken. Preqin (gegründet im Jahr 2003) hat sich als führender Anbieter von Daten und Analysen für die Branche der alternativen Vermögenswerte etabliert. Das Unternehmen bedient eine breite Palette von Kunden, darunter Vermögensverwalter, Pensionsfonds und Finanzberater. Die Akquisition soll BlackRocks Fähigkeiten im Sektor der alternativen Anlagen erweitern und seinen Kunden verbesserte Einblicke und Analysetools bieten. BlackRock führt ohnehin eine der weltweit größten Datenbanken für Asset-Manager, bekannt unter dem Namen „Aladdin”, welche durch die Einverleibung des Unternehmens Preqin erweitert würde. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der üblichen regulatorischen Genehmigungen und wird voraussichtlich in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 abgeschlossen sein.

 

Studie erkennt Parallelen zwischen Kryptowährungen und Rohstoffen 

An der Krakauer Akademie der Wissenschaften wurde eine statistische Analyse durchgeführt, die zu dem Ergebnis kam, dass es starke Wechselbeziehungen zwischen den Kryptowährungen und den Finanzmärkten gibt. Entscheidenden Einfluss soll hierbei die Corona-Pandemie ausgeübt haben, vor der solche Korrelationen laut Auswertung nicht vorherrschten. In ihrer Untersuchung kamen die Wissenschaftler weiterhin zu der Feststellung, dass auch die Wechselwirkungen innerhalb der Kryptowährungen zunehmen und weniger unabhängig voneinander ablaufen als noch vor wenigen Jahren. Die größte Korrelation habe der Kryptomarkt zum S&P 500, aber auch immer mehr zu Rohstoffen wie Kupfer, Öl und selbst Gold. Was laut der Studienautoren insofern interessant ist, da der Kryptomarkt bis vor einigen Jahren noch als von den Finanzmärkten abgesonderter Bereich galt. Nun, so scheint es jedenfalls, ist dieser Markt für viele Investoren eine zunehmend potenzielle Investmentalternative. Dennoch verwiesen die Autoren darauf, dass es sich bei der gegenwertigen Marktentwicklung auch nur um einen Trend handeln könnte und verwiesen auf das hohe Spekulationspotential.

 

SEC verklagt Consensys

Die nordamerikanische Börsenaufsichtsbehörde SEC hat am Freitag das Kryptowährungsunternehmen Consensys verklagt. In einer Klageschrift, die beim Bezirksgericht in Brooklyn, New York, eingereicht wurde, wirft sie der Muttergesellschaft von MetaMask vor, seit 2020 als nicht registrierter Broker tätig gewesen zu sein und den nicht registrierten Verkauf von Wertpapieren durch MetaMask-Swaps betrieben zu haben. Durch ihre „Tätigkeit als nicht registrierter Broker” habe Consensys rund $250 Millionen an Gebühren eingenommen. Die Behörde fordert eine dauerhafte Unterlassungsverfügung, zivilrechtliche Sanktionen und andere „angemessene” Maßnahmen gegen Consensys. Im April versuchte Consensys, der SEC mit einer eigenen Klage in Texas zuvorzukommen, nachdem das Unternehmen eine formelle Mitteilung der SEC über die geplante Durchsetzungsklage erhalten hatte. In der Klage behauptete Consensys, dass die SEC versuche, Ether - die zweitgrößte Kryptowährung der Welt – durch Durchsetzungsmaßnahmen „unrechtmäßig zu regulieren".

 

GameStop-Hype-Protagonist Keith Gill erneut vor Gericht 


Keith Gill, bekannt als "Roaring Kitty" und Schlüsselfigur des GameStop-Hypes 2021, steht nun vor einer Sammelklage wegen Wertpapierbetrugs. Die Klage, bei einem New Yorker Gericht eingereicht, wirft Gill vor, seit dem 13. Mai ein "Pump and Dump"-Schema in sozialen Medien betrieben zu haben. Die Kläger behaupten, Gill habe den Kauf und Verkauf seiner GameStop-Optionen nicht angemessen offengelegt, was zu Verlusten bei einigen Anlegern geführt habe. Nach zweijähriger Pause kehrte Gill im Mai mit verschlüsselten Memes zurück, was einen erneuten GameStop-Hype auslöste. Die GameStop-Aktie zeigte daraufhin extreme Volatilität, mit einem Höchststand von $50. Aktuell liegt der Kurs bei $24.70, was einem Anstieg von 87 Prozent gegenüber dem Vorquartal entspricht. Am 13. Juni gab Gill bekannt, dass er alle seine 120.000 Kaufoptionen ausgeübt und Millionengewinne erzielt habe, die er größtenteils in neue GameStop-Aktien investiert habe. Trotz der Anklage schätzt der ehemalige US-Bundesstaatsanwalt Eric Rosen die Erfolgschancen der Klage als gering ein und hält eine schnelle Abweisung für wahrscheinlich.

 

Proteste bei Mercedes-Benz

Gegen den geplanten Verkauf von 80 unternehmenseigenen Autohäusern der Marke Mercedes-Benz haben rund 25.000 Mitarbeiter protestiert. Zu dem Protest hatten die IG Metall sowie der Betriebsrat aufgerufen. Neben der größten Kundgebung, die vor dem Werk Sindelfingen mit ca. 10 000 Teilnehmern stattfand, gab es bundesweit weitere Protestaktionen. So in Stuttgart, Bremen, Berlin, Düsseldorf und Raststatt. Während der Kundgebungen blieben zahlreiche Niederlassungen geschlossen und die Produktionsbänder standen still. Die Hauptsorge, der in etwa 8 000 Betroffenen bezieht sich vor allem auf eine merkliche Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und Lohnzahlungen, da Handelsbetriebe im Allgemeinen weniger gut bezahlen als die Hersteller. Nun hoffen die Angestellten auf einen Ausgleich, der durch eine Verhandlungskommission zustande kommen soll. Verkauft wurde bislang noch keine Niederlassung und auch eine Veräußerung an reine Finanzinvestoren wurde ausgeschlossen. Anhand von Kriterien wie Investitionsbereitschaft, Handelskompetenz, Expertise und ökonomischen Verantwortungsgefühl möchte Mercedes potenzielle Käufer aussuchen. Allerdings beanstandete die Arbeitnehmervertretung, bei der Auswahl von eventuellen Käufern kein Mitspracherecht zu haben.

 

Das war’s schon mit dem HKCM-Newsflash. Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Rest-Woche!

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