HKCM-Newsflash: Erneuter Tesla-Rückruf,  TSMC will Werk in Dresden bauen
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HKCM-Newsflash: Erneuter Tesla-Rückruf, TSMC will Werk in Dresden bauen

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Manuel Gottschalk
SEC hält Solana, Cardano und Polygon für keine Wertpapiere

Die nordamerikanische Börsenaufsichtsbehörde SEC hat ihren Vorwurf, dass es sich bei Altcoins wie Solana (SOL), Cardano (ADA) und Polygon (MATIC) um Wertpapiere handelt, vorerst zurückgezogen. Die Klausel war Teil einer Klage gegen Binance, die allerdings noch nicht ganz fallengelassen wird. Trotzdem will die SEC die Entscheidung über die Einstufung von mehreren Altcoins verschieben. Dies bedeutet, dass zum aktuellen Zeitpunkt keine gerichtliche Entscheidung über die Klassifizierung dieser Token als Wertpapiere erforderlich ist. Auf der Liste der vorerst begnadigten Altcoins stehen neben Solana, Cardano, Polygon und dem eigenen Binance-Coin (BNB) auch Binance USD (BUSD), Cosmos (ATOM), The Sandbox (SAND), Decentraland (MANA), Axie Infinity (AXS) und Coti (COTI). In ihrer Klage gegen Binance aus dem vergangenen Jahr warf die SEC dem Unternehmen und seinem CEO Changpeng Zhao unter anderem Missmanagement von Kundengeldern und den Versuch vor, die nordamerikanischen Wertpapiergesetze durch Täuschung zu umgehen. Die SEC hatte damals erklärt, dass mindestens 68 Token als Wertpapiere gelten, was Kryptowährungen mit einer kumulierten Marktkapitalisierung von über $100 Milliarden betraf.

OpenAI stellt Google-Rivalen SearchGPT vor

OpenAI, das Unternehmen hinter ChatGPT, arbeitet an einer neuen KI-gestützten Suchmaschine namens SearchGPT, die als direkte Konkurrenz zu Google positioniert werden soll. Diese innovative Plattform nutzt fortschrittliche KI-Technologie, um präzisere und relevantere Suchergebnisse zu liefern. Ein weiterer Aspekt der Entwicklung könnte die Integration von Werbung zur Monetarisierung sein. Zudem wird über eine mögliche Partnerschaft mit Microsoft nachgedacht, um auf Bing-Daten zuzugreifen und die Suchergebnisse weiter zu optimieren. Die Einführung von SearchGPT könnte den Suchmaschinenmarkt erheblich beeinflussen und Google vor neue Herausforderungen stellen. Eine Hauptsorge bleibt, dass die KI falsche Informationen bereitstellt – die Entwickler arbeiten daher eng mit Verlagen zusammen, die die Kontrolle über die korrekten Inhalte liefern und überwachen sollen. Experten sehen in diesem Vorhaben einen potenziellen Wendepunkt in der Art und Weise, wie Nutzer online nach Informationen suchen und diese abrufen.

Microsoft verzeichnet höhere Investitionskosten als erwartet

 

Die Kosten für den Auf- und weiteren Ausbau bereits bestehender Rechenzentren steigen bei Microsoft höher als erwartet. Analysten gingen davon aus, dass diese nur um 53 Prozent steigen werden. Tatsächlich schnellten diese Ausgaben für Microsoft aber um knapp 80 Prozent auf $19 Milliarden in die Höhe. Gestern veröffentlichte das wertvollste Unternehmen der Welt die Quartalszahlen, die nicht in allen Bereichen überzeugen konnten. Zwar konnte der Konzern ein Umsatzwachstum von 15 Prozent vorweisen, dieser Zuwachs wurde von den Analysten aber ohnehin erwartet. Ein positiver Impuls oder ein überraschender Umsatzanstieg blieb trotz der hohen Investitionskosten und der ebenfalls hohen Erwartungen im Intelligent Cloud-Bereich aus. Infolgedessen sackte der Aktienkurs nachbörslich um beinahe acht Prozent ab. Allerdings rechtfertigt Microsoft die Kosten mit Kapazitätsengpässen und einer anhaltend hohen Nachfrage für die Rechenleistung für KI-Anwendungen. Google-Chef Sundar Pichai argumentiert ähnlich: „Das Risiko, zu wenig in die KI-Infrastruktur zu investieren, ist dramatisch größer als zu viel zu investieren.“


Tesla ruft 1.85 Millionen Fahrzeuge zurück

Wegen eines Problems mit einer nicht verriegelten Motorhaube ruft Tesla am Mittwoch 1.85 Millionen Fahrzeuge zurück. Eine nicht verriegelte Motorhaube kann sich vollständig öffnen und die Sicht des Fahrers behindern, was das Risiko eines Unfalls erhöht, monierte die US-Verkehrsbehörde National Highway Traffic Safety Administration. Tesla begann Mitte Juni mit der Auslieferung eines Software-Updates, um das Problem zu beheben, so die NHTSA. Die aktualisierte Software erkennt eine offene Motorhaube und warnt den Fahrer. Der Rückruf betrifft Fahrzeuge der Modelle Model 3, Model S, Model X und Model Y der Jahre 2021-2024. Laut Tesla waren die Fahrzeuge mit einem Motorhaubenverschluss ausgestattet, der in China hergestellt wurde. Der Automobilhersteller sagte, er habe im März damit begonnen, Kundenbeschwerden über das unaufgeforderte Öffnen der Motorhaube bei bestimmten Model 3 und Model Y in China zu untersuchen und eine Wiederherstellung der Verriegelungshardware und eine Inspektion des Fahrzeugs während des Betriebs eingeleitet. Kürzlich hat der Tesla seine Geschäftszahlen für das zweite Quartal veröffentlicht und gab einen deutlichen Rückgang beim Umsatz mit Autos sowie dem Nettogewinn bekannt.

Weltgrößter Chip-Hersteller baut Fabrik in Dresden

Der Halbleiterriese TSMC aus Taiwan treibt seine Pläne für ein neues Chipwerk in Dresden voran. Laut Vorstandschef Mark Liu sollen die Bauarbeiten bereits im August 2024 beginnen. Das Projekt, eine Kooperation mit Infineon, NXP und Bosch, wird mit über 10€ Milliarden veranschlagt. TSMC wird 70% des Joint Ventures halten, während die Partner jeweils zehn Prozent übernehmen. Die Fabrik soll ab 2027 jährlich 40.000 Chips produzieren und sich auf die Automobilindustrie und das Internet der Dinge (IoT) konzentrieren. Mit einer geplanten Belegschaft von 2000 Mitarbeitern wird das Werk modernste Halbleitertechnologie nach Europa bringen. TSMC ist der wichtigste Fertigungspartner für NVIDIA und produziert deren hochmoderne KI-Chips. NVIDIA ist aufgrund des KI-Booms zum zweitgrößten Kunden von TSMC aufgestiegen und könnte bald zum weltweit größten Halbleiterunternehmen werden. TSMCs Investition stärkt Deutschlands Position in der globalen Halbleiterindustrie und unterstützt die EU-Strategie zur Reduzierung der Abhängigkeit von asiatischen Chiplieferanten.

SAP-Vorstände räumen das Feld

Das Walldorfer Software-Unternehmen SAP gab bekannt, dass die beiden Vorstände Julia White und Scott Russel Ende August ihre Ämter niederlegen werden. Der Aufsichtsrat konnte sich laut eigener Aussage mit der Marketingvorständin und dem Vertriebsvorstand auf einen einvernehmlichen Weggang einigen. Dabei soll gerade auch Scott Russel eine der Führungsrollen innerhalb der erfolgreichen Firmentransformation eingenommen haben, wodurch SAP zu einem erfolgreichen Cloudanbieter und Spitzenreiter im Bereich Business AI wurde. Immerhin konnte unter seiner Leitung der Cloud-Umsatz verdoppelt werden. Insider aus dem Aufsichtsratsumfeld meinten jedoch, dass in Zukunft ein anderes Vertriebsmodell notwendig sei. Um bessere synergetische Effekte zu erzielen, sollen auch die Teams von Produktmarketing und -entwicklung zusammengeführt werden. Hierdurch wird ein eigenes Vorstandressort überflüssig, und zwar jenes der vormaligen Marketingchefin White. Die Verkleinerung des Vorstandes dürfte auch eine symbolische Botschaft sein, immerhin hatte SAP-Chef Klein im Januar angekündigt, weltweit 8000 Stellen zu streichen. Inzwischen wurden daraus sogar 10 000, da gerade in Deutschland das von SAP angebotene Freiwilligenprogramm besser läuft als erwartet. „Da müssen wir also auch den Vorstand verschlanken, sonst würde es schräg aussehen“, erklärte Klein gegenüber der Presse.

Das war’s schon mit dem HKCM-Newsflash. Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Rest-Woche!

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Manuel Gottschalk

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