HKCM-Morning-Briefing: Trumps Hormus-Eskalation – Hacker klauen Polkadot und Bitcoin
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HKCM-Morning-Briefing: Trumps Hormus-Eskalation – Hacker klauen Polkadot und Bitcoin

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Simeon Koch

Am Wochenende sorgte US-Präsident Donald Trump wieder einmal für Aufruhr. Zunächst scheiterten die ersten persönlichen Friedensgespräche zwischen dem Iran und der US-Delegation, angeführt von Vizepräsident J.D. Vance. Kurz darauf verschärfte Donald Trump den Ton aus Washington erneut und kündigte an, ab dem heutigen Montag die vom Iran blockierte Straße von Hormus – jene Meerenge, durch die rund 20 Prozent des weltweiten Ölhandels fließen – seinerseits dicht zu machen. Im Krypto-Sektor sorgte eine fehlerhafte Bitcoin-Hardware-Wallet und ein Polkadot-Hack für Schlagzeilen.

S&P 500 und Nasdaq leiden unter Trumps Hormus-Eskalation

Mit der Hormus-Blockade von der anderen Seite will Trump den Iran vom internationalen Energiemarkt abschneiden (fast ein Viertel des iranischen Bruttoinlandsprodukts entfällt allein auf den Ölsektor) und ihn dazu bewegen, die Meerenge seinerseits wieder freizugeben. Schützenhilfe durch zusätzlichen Druck auf die Regierung in Teheran verspricht Trump sich dabei wohl ausgerechnet vom Erzrivalen China, der aktuell alleine rund 90 Prozent von Irans Öl kauft und konsumiert.

Am heutigen Morgen gab Trump bekannt, dass die US-Blockade der Straße von Hormus um 10:00 Uhr morgens Eastern Time, also um 16:00 Uhr nachmittags deutscher Zeit, beginnen werde. Der Iran zeigte sich zunächst unbeeindruckt und drohte im Gegenzug, jetzt auch noch die Bab al-Mandab-Straße zu schließen, die das Rote Meer mit dem Golf von Aden verbindet und an Jemen grenzt, wo die vom Iran unterstützte Houthi-Miliz eingreifen soll.

Der Nasdaq-Future fiel zum Handelsstart am Sonntag direkt vom Freitags-Schlusskurs bei 25 333 Punkten auf 24 900 Punkte zurück; der S&P 500 verlor im vorbörslichen Handel rund 100 Punkte auf knapp 6670. Denn auch durch die Bab al-Mandab-Straße fließt mit sechs Prozent des seegehandelten Rohöls ein beträchtlicher Teil des globalen Brennstoffbedarfs.

Auf der dezentralisierten Trading-Plattform Hyperliquid sprang der WTI-Ölpreis am gestrigen Sonntag von kurzzeitig unter 90 US-Dollar wieder zurück auf knapp 100 Dollar und setzte vor allem den auch am Wochenende geöffneten Kryptomarkt unter Druck. Bitcoin knickte zurück auf gut 70 000 US-Dollar, während Ethereum vergeblich versuchte, die 2200 Dollar zu verteidigen. Krypto-Turbulenzen gab es aber auch noch an ganz anderer Stelle.

Wallet-Schaden und Bridge-Exploit: Hacker klauen Bitcoin und Polkadot

So wurde vor wenigen Stunden bekannt, dass ein US-Musiker namens G. Love durch einen Irrtum an seiner Hardware-Wallet ganze 5.92 Bitcoin verloren hat, die er als seine „Altersvorsorge“ bezeichnete. Love hatte versehentlich eine Fake-Ledger-App heruntergeladen und dort seinen geheimen Wallet-Schlüssel ausgegeben. Innerhalb von Sekunden waren die Bitcoin-Bestände weg. Auf den BTC-Preis hatte das freilich keinen Einfluss – anders als ein Polkadot-Hack, der heute bekannt wurde.

Dabei nutzte ein Hacker eine Schwachstelle an einer Ethereum-Brücke, die sogenannte Wrapped-Polkadot-Token ausgibt (synthetische Äquivalente des DOT-Tokens auf der Ethereum-Blockchain, für die normalerweise echte DOT gesperrt werden müssen, damit keine ungedeckten Kopien entstehen). Durch einen Fehler an der Brücke konnte der Angreifer eine Milliarde synthetische DOT-Token erschaffen und verkaufte sie sofort. Durch die geringe Liquidität an den Handelsplätzen für solche synthetischen DOT-Token kollabierte der Preis kurzzeitig auf praktisch null; der Hacker erbeutete nur knapp 240 000 Dollar.

Die Polkadot-Blockchain selbst blieb davon unberührt, schließlich handelte es sich nur um DOT-Kopien auf Ethereum. Dennoch fiel DOT vom Wochenend-Hoch bei rund 1.30 Dollar am Samstag auf rund 1.15 Dollar heute Nacht. Auch der Edelmetall-Sektor geriet am Wochenende unter Druck: Gold fiel bei Futures-Öffnung vom Freitagskurs bei 4771 auf 4626 Dollar zurück, Silber stolperte von 243 auf 237 Dollar. Am kräftigsten hielt sich Kupfer, das nach einem Rücksetzer von 5.86 auf 5.76 zur Marktöffnung schon am frühen Morgen alle Verluste wieder wettmachte.

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