Nach einer Woche voller wichtiger Wirtschaftsdaten richtet sich der Blick der Anleger nun auf die Geldpolitik und die neuesten Inflations- und Stimmungsindikatoren. Im Zentrum des Interesses stehen das Protokoll der letzten Sitzung der US-Notenbank (FOMC) und der für die Fed maßgebliche PCE-Preisindex. Diese geben entscheidende Hinweise auf den zukünftigen Zinspfad. Eine Welle von Einkaufsmanagerindizes aus Europa rundet die Woche ab.
Montag & Dienstag: BIP aus Japan und Inflation aus Europa
Die Woche beginnt in der Nacht zum Montag mit den Daten zum japanischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das vierte Quartal 2025. Das BIP misst die gesamte Wirtschaftsleistung eines Landes. Nach einem Schrumpfen von -0.60 Prozent im Vorquartal wird nun ein Wachstum von 0.40 Prozent erwartet, was eine konjunkturelle Erholung signalisieren würde.
Am Dienstag folgen Inflationsdaten aus Deutschland und Kanada. Der deutsche Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI), der die Teuerung auf europäischer Ebene vergleichbar macht, wird nach 2.10 Prozent im Vormonat erneut bei 2.10 Prozent erwartet. Eine stagnierende Inflation auf diesem Niveau hält den Druck auf die EZB aufrecht. Für Kanada werden der Verbraucherpreisindex (VPI) (Vorwert: 2.40 Prozent) und der BoC Kern-VPI (Vorwert: 2.80 Prozent) veröffentlicht.
Mittwoch: Einblick in die Gedanken der Fed
Am Mittwochabend wird das Protokoll der letzten FOMC-Sitzung veröffentlicht. Dieses Dokument ist eine detaillierte Mitschrift der Diskussionen, die zur letzten Zinsentscheidung der US-Notenbank geführt haben. Analysten werden das Protokoll genau auf Hinweise und Formulierungen untersuchen, die Aufschluss über den zukünftigen Kurs der Geldpolitik und die Haltung der einzelnen Notenbankmitglieder geben.
Freitag: Datenflut zum Wochenausklang
Der Freitag wird zu einem der datenreichsten Tage des Monats. Am Vormittag werden die HCOB Einkaufsmanagerindizes (EMI) für Deutschland und die Eurozone veröffentlicht. Dieser Index misst die geschäftliche Aktivität in der Industrie und im Dienstleistungssektor, wobei Werte über 50 auf Wachstum hindeuten. Für Deutschland lag der Wert für das verarbeitende Gewerbe zuletzt bei 49.10 (Schrumpfung), für Dienstleistungen aber bei 52.40 (Wachstum).
Am Nachmittag folgen die US-Daten. Im Fokus steht die Kernrate der persönlichen Konsumausgaben (PCE), der bevorzugte Inflationsindikator der Fed. Die Jahresrate lag zuletzt bei 2.80 Prozent. Ein Rückgang würde die Fed in ihrem Kurs bestärken. Zudem werden das annualisierte US-BIP (Vorwert: 4.40 Prozent) und die S&P Global Einkaufsmanagerindizes für die USA veröffentlicht, die ebenfalls wichtige konjunkturelle Signale liefern.
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