Obgleich der Tatsache, dass sie teils massive Gewinne einfuhren, erhielten die im deutschen Leitindex DAX40 gelisteten Unternehmen – so geht es aus einer Studie des Flossbach von Storch Research Institute hervor – im vergangenen Jahr mindestens 10.7€ Milliarden an staatlichen Subventionen. Somit wurden sie mit einer fast doppelt so hohen Summe an Steuergeldern unterstützt als im Jahr 2022 (6€ Milliarden), 2018 lagen die staatlichen Unterstützungszahlungen an die DAX-Unternehmen bei lediglich etwa 2€ Milliarden. Zwischen 2016 und 2023 wurden die DAX-Konzerne mit insgesamt rund 35€ Milliarden vom Staat gefördert. Und laut Philipp Immenkötter vom Flossbach von Storch Research Institute ist diese Summe sogar eher „konservativ geschätzt“, da Unternehmen über gewisse Freiheiten verfügen, welche Gelder sie in ihren Geschäftsberichten als Subventionen deklarieren. Zudem wurde in der Studie die indirekte Subventionierung der Autoindustrie – unter anderem durch den Umweltbonus für Privathaushalte beim Kauf von E-Autos – nicht berücksichtigt. Immenkötter betont, dass vor allen Dingen die „an profitabel arbeitende Konzerne“ verteilten Subventionen „in den letzten Jahren erheblich zugenommen“ haben.
E.ON an der Spitze der Subventionsempfänger
Der Energiekonzern E.ON erhielt seit 2016 mehr als 9.3€ Milliarden und ist damit der größte Empfänger von Subventionen unter den DAX-Unternehmen. Ein Großteil dieser Gelder geht auf das Strompreisbremse- sowie das Erdgas-Wärme-Preisbremsengesetz zurück. Zusätzlich erhielt E.ON verschiedene staatliche Investitionszuschüsse. Der Autobauer Volkswagen steht mit 6.4€ Milliarden an zweiter Stelle, wobei der Konzern von Steuervergünstigungen und Förderungen für Forschung in der Antriebs- und Digitaltechnik profitierte. Der bayerische Automobilproduzent BMW belegt mit 2.3€ Milliarden den dritten Platz, wobei diese Mittel vor allem für den (Aus-)Bau von Standorten verwendet wurden. Insgesamt erhielten elf der DAX-Konzerne von 2016 bis 2023 jeweils mehr als 1€ Milliarde an Subventionen. Der Durchschnitt der erhaltenen Subventionen beträgt rund 200€ Millionen pro Unternehmen.
Überprüfung der Subventionspolitik
Mit den staatlichen Förderungen sollte die Wirtschaft zum einen transformiert, zum anderen während Krisen wie der Corona-Pandemie und des Ukraine-Konflikts unterstützt werden. Die Gelder stammten unter anderem aus dem Klima- und Transformationsfonds sowie dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds. Dass Subventionen sinnvoll sein können und in manchen Fällen gar unabdingbar sind, ist natürlich nicht von der Hand zu weisen. Dennoch stellen sich Fragen zur wirtschaftlichen Notwendigkeit und Angemessenheit der Subventionen in diesem Ausmaß – vor allen Dingen in Anbetracht der Tatsache, dass die aktuelle Bundesregierung zuletzt fast schon verzweifelt versuchte, Haushaltskürzungen umzusetzen und finanzielle Einsparungen zu realisieren, wohingegen die geförderten Unternehmen teils Milliardengewinne verbuchten. Letztlich zeigt die Analyse des Flossbach von Storch Research Institute, dass eine sorgfältige Überprüfung der Subventionspolitik notwendig ist. Es gilt genauestens abzuwägen, wie öffentliche Gelder am effektivsten eingesetzt werden können, um langfristig nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu fördern, ohne dabei die Marktkräfte zu verzerren oder eine ungesunde Abhängigkeit zu schaffen.
Der DAX-Futures: unsere Elliott-Wellen-Analyse
Um Sie mit dem kompletten Mehrwertpaket zu versorgen, möchten wir mit Ihnen zum Abschluss noch einen Blick auf unsere aktuelle Analyse des DAX-Futures werfen.
Der DAX-Futures-Tageschart.Wie Sie dem Tageschart entnehmen können, legte dieser seit dem Welle-[2]-Tief aus dem Spätsommer 2022 in der Spitze um über 60 Prozent zu. Wir erwarten hier imminent das Hoch der Welle 1 in Türkis, ehe sich eine Welle-2-Zwischenkorrektur ausrollen dürfte. In der Folge sollte es dann zu einer Fortsetzung des übergeordneten Aufwärtstrends kommen, in welchem wir den DAX verorten. Etwas tiefer – in Richtung der 14 000-Punkte-Marke – würde der Index hingegen im Rahmen unserer zu 40% wahrscheinlichen Alternative korrigieren, an unserer übergeordnet bullischen Ausrichtung würde aber auch dies nichts ändern. Auf einem kleineren Timeframe haben just am Freitag eine frische Zielzone auf den Chart gebracht, welche jedoch unseren Abonnenten vorbehalten bleibt. Kostenlos zur DAX-Analyse erhalten Sie übrigens täglich auch unsere Analyse zum MDAX, der die 50 größten deutschen Unternehmen umfasst, die in Bezug auf Marktkapitalisierung und Börsenumsatz direkt hinter den DAX-Unternehmen rangieren. Die Einzelwerte des deutschen Leitindex decken wir derweil mit unserem DAX40-Aktienpaket ab.





