Deutsche Bank erzielt höchsten Gewinn seit 2007
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Deutsche Bank erzielt höchsten Gewinn seit 2007

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Carlo Schmid

“Wir freuen uns sehr, sowohl im zweiten Quartal als auch im ersten Halbjahr den höchsten Gewinn seit 2007 erzielt zu haben“, verkündete Christian Sewing, der Vorstandschef der Deutschen Bank, am Donnerstag gegenüber Medienvertretern. Die Bank hat im zweiten Quartal 2025 mit einem Gewinn von fast 1.5 Milliarden Euro den höchsten Quartalsgewinn seit 18 Jahren erreicht. Dieser Erfolg ist auf starkes Investmentbanking und umfassende Umstrukturierungen zurückzuführen. Im vergangenen Jahr hatte die Bank noch einen Verlust von 143 Millionen Euro verzeichnet.

Dieser Verlust im Vorjahr war durch Rückstellungen im Zusammenhang mit der Übernahme der Postbank bedingt. Die Erträge der Bank stiegen im ersten Halbjahr um sechs Prozent auf 16.3 Milliarden Euro, was trotz gesunkener Zinsen die Erwartungen der Analysten übertraf. Vorstandschef Sewing erklärte, dass die Bank auf einem guten Weg sei, ihre Ziele für 2025 zu erreichen.

Umfassender Konzernumbau und Stellenkürzung

Der Erfolg der Deutschen Bank ist auch auf den radikalen Konzernumbau unter der Leitung von Sewing zurückzuführen. Seit Jahren war die Bank von Skandalen geplagt, doch durch die Einführung des Programms Deutsche Bank 3.0 konnte sie sich stabilisieren. Das Programm zielt darauf ab, durch schlankere Hierarchien und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz die Kosten zu senken. Im Zuge dessen plant die Bank, in diesem Jahr etwa 2000 Stellen abzubauen und die Zahl der Filialen zu reduzieren.


Die Aktie der Deutschen Bank hat in den letzten Tagen nochmal deutlich zugelegt und attackiert die runden 30 Euro. Die nächste Korrektur scheint nah.
Das Investmentbanking, das Beratung bei Fusionen und Übernahmen sowie den Handel mit Anleihen umfasst, trug maßgeblich zum Gewinnanstieg bei. Im ersten Halbjahr erzielte dieser Bereich den höchsten Vorsteuergewinn. Die Bank konnte ihre Kosten im ersten Halbjahr mit 10.1 Milliarden Euro nahezu stabil halten, indem sie Sonderposten wie die Rückstellungen im Postbank-Streit herausrechnete.

Optimistische Prognosen und Aktienrückkäufe 

Die Deutsche Bank plant, ihre Aktionäre durch den Rückkauf eigener Aktien stärker zu beteiligen. Ein entsprechender Antrag wurde bei der Aufsichtsbehörde eingereicht. Sollte dieser genehmigt werden, könnten die Dividenden und Aktienrückkäufe die für 2025 erwartete Gesamtsumme von 2.1 Milliarden Euro übersteigen. Finanzvorstand James von Moltke äußerte sich optimistisch und betonte die positive Entwicklung der Bank in einem Interview mit dem US-Sender CNBC.


Jetzt ist es an der Deutschen Bank, die geschäftliche Erfolgsserie fortzusetzen. An der Börse dürfte es nach der nächsten Korrektur weiter aufwärts gehen.
Trotz gemischter Ergebnisse im Investmentbanking, insbesondere in der Beratungsabteilung, die einen Umsatzrückgang von 29 Prozent verzeichnete, bleibt die Bank zuversichtlich. Die Stärke des Euro gegenüber dem US-Dollar beeinflusste die Ergebnisse ebenfalls, was von Moltke als bedeutenden Faktor bezeichnete. Die Aktien der Deutschen Bank stiegen um über neun Prozent.

Investmentbanking boomt, Beratung schwächelt

Im zweiten Quartal verzeichnete die Deutsche Bank einen Vorsteuergewinn von 2.4 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Kernkapitalquote (CET 1) lag bei 14.2 Prozent, was die Zahlungsfähigkeit der Bank unterstreicht. Die Rendite auf das materielle Eigenkapital nach Steuern betrug 10.1 Prozent. Das bedeutet: Die Deutsche Bank hat im zweiten Quartal deutlich mehr Gewinn gemacht als im Vorjahr und steht finanziell stabil da.

Das Investmentbanking der Deutschen Bank erzielte im Juniquartal einen Umsatzanstieg von drei Prozent auf 2.7 Milliarden Euro. Der Bereich Festverzinsliche Wertpapiere und Währungen verzeichnete einen Umsatzanstieg von elf Prozent, was auf höhere Zinserträge und gestiegene Volatilität im Devisenhandel zurückzuführen ist. Trotz dieser Erfolge gab es in der Beratungsabteilung Rückschläge, da einige bedeutende Transaktionen auf die zweite Jahreshälfte 2025 verschoben wurden.

Die Deutsche Bank plant, ihre Ziele für 2025 durch weitere strategische Maßnahmen zu erreichen. Dazu gehört die Fortsetzung des Konzernumbaus und die Optimierung der Geschäftsbereiche. Die Bank strebt an, ihre Erträge weiter zu steigern und die Kosten zu senken, um die Rentabilität zu erhöhen. Ein weiterer Fokus liegt auf der Stärkung der Kapitalbasis und der Verbesserung der operativen Effizienz, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

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Carlo Schmid

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