Der beste Finanztipp: Was Philip Klinkmüller, das Phantom und Murat Örs Anlegern raten
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Der beste Finanztipp: Was Philip Klinkmüller, das Phantom und Murat Örs Anlegern raten

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Muriel Ayari

Wir haben alle einmal klein angefangen.
Erinnern Sie sich noch an Ihr erstes Investment? Vielleicht war es ein ETF, eine einzelne Aktie oder vielleicht sind Sie sogar gerade kurz davor, Ihr Geld zum ersten Mal selbst anzulegen! Ganz gleich, wo Sie heute stehen: Jeder erfolgreiche Investor hat irgendwann den einen Rat bekommen, der sich für immer in sein Gedächtnis eingebrannt hat.

Um das herauszufinden, haben wir drei unserer bekanntesten Gesichter bei HKCM gefragt: Geschäftsführer und BTC-Hauptanalyst Philip Klinkmüller, unseren Altcoin-Spezialisten Phantom und unseren Indikatoren-Flüsterer Murat Örs. Drei Persönlichkeiten, die auf ganz unterschiedliche Weise zeigen, warum Erfahrung, Disziplin und Neugier die besten Lehrer an der Börse sind.

 

Philip Klinkmüller: HKCM-Gründer und BTC-Guru

Einer der Gründerväter der HKCM, YouTuber und bekennender Liebhaber schneller Autos und klarer Analysen. Auf seinem Kanal Charts & Cars spricht Philipp Klinkmüller über beides: Über teure Motoren und über Fehler, die Anleger besser vermeiden sollten.

Sein wichtigster Investmentrat lautet:

„Verstehe, in was du investierst.“

Viele Anleger kaufen Aktien oder andere Assets, ohne wirklich zu wissen, womit das Unternehmen Geld verdient, wie es strukturiert ist oder in welchem Markt es sich bewegt. Doch genau dieses Verständnis ist entscheidend, um fundierte Entscheidungen treffen zu können.

Wer in ein Unternehmen investiert, sollte seine Produkte, das Geschäftsmodell und etwaige Wettbewerber kennen. Nur so lässt sich einschätzen, ob ein Investment langfristig Substanz hat oder lediglich auf kurzfristiger Euphorie beruht. Es geht nicht darum, jedes Detail der Bilanz zu verstehen, sondern die Grundlogik: Was tut das Unternehmen eigentlich und warum sollte sein Wert in Zukunft steigen?

Gerade jetzt, im Zeitalter des KI-Hypes, hält Klinkmüller diesen Grundsatz für besonders wichtig. „Sobald irgendwo KI draufsteht, muss es gut sein, auch wenn das Unternehmen gar keine solide Basis hat“, sagt er. „Wer nicht versteht, womit die Firma tatsächlich Geld verdient, läuft Gefahr, in ein neues Wirecard-Thema hineinzurutschen.“

Das Phantom: Das gesichtslose Gesicht von Finanz-Youtube

Er ist der maskierte Held der deutschsprachigen Aktienanalyse, ein Mix aus Zorro und Batman, nur dass er nicht Gotham rettet, sondern Trader vor sich selbst. Mit über 200 000 Abonnenten gehört das Phantom zu den prägenden Stimmen auf YouTube, wenn es um Elliott-Wellen-Analysen geht.

Sein wichtigster Rat für Anleger ist eindeutig:

„Ohne Risikomanagement ist jede Analyse wertlos.“

Das Phantom hat es schon unzählige Male klargemacht: Eine noch so perfekte Analyse bringt nichts, wenn das Risikomanagement nicht stimmt. Um das greifbarer zu machen, nutzt er gerne einen Vergleich aus dem Sport. „Jemand, der fünfmal pro Woche trainiert, aber seine Ernährung völlig ignoriert, wird niemals die Ergebnisse sehen, die er sich erhofft. Das Training allein reicht nicht“, sagt er.

Genauso verhält es sich im Trading. Du kannst den Markt perfekt lesen, technische Setups erkennen und deine Analysen sauber strukturieren, doch wenn du zu viel riskierst, zu große Positionen eröffnest oder dein Risiko nicht konsequent kontrollierst, wirst du langfristig verlieren.

Für das Phantom gehört deshalb zu jeder guten Analyse auch immer die Frage: „Nicht nur, ob der Trade gut aussieht, sondern ob er risikotechnisch verantwortbar ist.“

Seine zweite große Erkenntnis lautet:

„Profitabilität entsteht in kleinen, stetigen Schritten.“

Selbst gute Trades garantieren noch keinen schnellen Erfolg. Die Erfahrung habe ihn gelehrt, nicht nach dem großen Wurf zu suchen, sondern den Gewinn Stück für Stück aufzubauen. Viele Trader scheitern genau daran, weil sie alles auf einmal wollen: große Gewinne, schnelle Sprünge, sofortige Skalierung.

Das Phantom betont dagegen immer wieder: Kleinvieh macht auch Mist. Häufige, kleine Gewinne sind nachhaltiger als seltene große. Und Konstanz schlägt Intensität.

Dieser Ansatz habe ihm geholfen, nicht nur profitabel zu werden, sondern es auch zu bleiben. Er beschreibt es als die Fähigkeit, sich mit kleinen Fortschritten zufrieden zu geben und gleichzeitig diszipliniert zu bleiben. Selbst dann, wenn große Chancen verlockend wirken.

Eine Analyse ist nur so gut wie das dazugehörige Risikomanagement. Und Profitabilität entsteht nicht durch große Sprünge, sondern durch konsistente, kleine Schritte. Diese Kombination aus Disziplin, Geduld und strukturiertem Risikoansatz ist für ihn der entscheidende Schlüssel und genau diese Lehre möchte er an andere Trader weitergeben.

Murat: Auf Du und Du mit dem Nasdaq-Boss

Langjähriger Trader, Aktien-Experte und Analyst im Hause HKCM, Murat Örs ist bekannt für seine ruhige Art, präzise Marktbeobachtungen und ein feines Gespür für Timing. Sein prägendstes Erlebnis liegt im Januar 2020 und es ist eine dieser Geschichten, die man kaum glauben kann.

Damals begleitete er einen Freund zum World Economic Forum nach Davos. In einem kleinen Konferenzraum nahm er zufällig neben einem älteren, großgewachsenen Mann Platz. Während der Pause fragte sein Freund, ob er wisse, neben wem er da sitze. Murat verneinte. Wie Murat später erfuhr, handelte es sich um den ehemaligen Chef der Nasdaq, Alfred Berkely – einen Mann, der eines der heutigen Magnificent Seven-Unternehmen mit an die Börse gebracht hat.

Nach dem Vortrag kamen die beiden ins Gespräch. Tesla war zu diesem Zeitpunkt die heißeste Aktie an der Wall Street und Murat stellte die naheliegende Frage: „Was wird das nächste Tesla?“

Der Mann wich zunächst aus und sagte lediglich, er solle sich künftig die Bereiche Künstliche Intelligenz und Metaverse genauer ansehen. Als alle aufstanden, nahm er einen kleinen Notizblock zur Hand, schrieb etwas auf, riss die Seite heraus, faltete sie und reichte sie Murat mit einem kurzen Kommentar: „Thank me later.“

Als Murat den Zettel aufklappte, stand darauf nur ein einziger Ticker:

NVDANvidia.

Murats Erkenntnis: Undercover, aber wichtig!

Was Murat aus dieser Begegnung mitgenommen hat, ist erstaunlich simpel, aber wirksam: Erfolg an der Börse entsteht, wenn man erkennt, welche Trends strukturell bleiben und welche nur vorübergehenden Lärm erzeugen.

Der frühere Nasdaq-Chef nannte ihm nicht die nächste Hype-Aktie, sondern zwei langfristige Entwicklungslinien: KI und digitale Infrastruktur. Erst beim Blick auf den Notizzettel wurde Murat klar, was die eigentliche Botschaft dahinter war: Nicht jeder Trend ist relevant. Aber manche Trends sind so groß, dass man sie nicht ignorieren darf.

Heute gibt er diesen Gedanken in seiner täglichen Arbeit weiter: Sinnvoll ist, Menschen zuzuhören, die seit Jahrzehnten im Markt unterwegs sind. Nicht weil sie unfehlbar wären, sondern weil sie gelernt haben, zwischen Trend und Taschenspielertrick zu unterscheiden. Gleichzeitig bleibt für ihn unverzichtbar, jedes Thema selbst kritisch zu prüfen und auf sein fundamentales Gewicht hin abzuklopfen.

 

Fazit: Drei Analysten, drei Perspektiven

Am Ende erzählen die drei Ratschläge eine klare Geschichte:

Philip Klinkmüller erinnert daran, dass jedes Investment mit Verständnis beginnt – wer das Geschäftsmodell nicht versteht, hat keinen Boden unter den Füßen.

Das Phantom zeigt, dass Analysen nur so stark sind, wie das Risikomanagement dahinter. Disziplin schlägt Intuition.

Murat Örs schließlich macht deutlich, dass die größten Renditen aus langfristigen Trends entstehen, die man früh erkennen muss und dass einfaches Zuhören manchmal Türen öffnet, die man allein nie bemerkt hätte. Jedes Gespräch kann wertvoll sein, egal wie unscheinbar die Person wirkt – und handgeschriebene Zettelchen von vermeintlich Unbekannten beim WEF sollte man nicht ignorieren.

Gemeinsam formen diese drei Lektionen das, was an der Börse wirklich zählt: Wissen, Kontrolle und der Mut, in die richtige Richtung zu denken, bevor es alle anderen tun.

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Muriel Ayari

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