Vonovia bringt starke Zahlen und hebt Prognose an
Vonovia hat im ersten Halbjahr 2025 seinen Gewinn aus dem laufenden Geschäft vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen um 12 Prozent auf 1.42 Milliarden Euro gesteigert. Dieser Wert zeigt, wie viel vom Umsatz nach Abzug der laufenden Betriebskosten übrig bleibt. Der frei verfügbare Geldfluss für Investitionen und Schuldenabbau (Free Cashflow) stieg um 53 Prozent auf 1.17 Milliarden Euro. Nach einem Verlust im Vorjahr erzielte Vonovia wieder einen Gewinn von über 811 Millionen Euro. Die Prognose für das Gesamtjahr wurde deutlich angehoben.
Das Geschäft mit Modernisierungen und Energiedienstleistungen wuchs um über 77 Prozent. Auch der Immobilienbestand wurde erstmals wieder höher bewertet. Die Leerstandsquote sank auf 2.1 Prozent, während die Durchschnittsmiete in Deutschland auf 8.22 Euro pro Quadratmeter stieg. Vonovia sieht in diesen Zahlen eine solide Basis für weiteres Wachstum.
Qiagen überrascht – Prognose für 2025 angehoben
Qiagen hat nach einem überraschend starken zweiten Quartal seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2025 erhöht. Der Diagnostikspezialist erwartet nun ein Umsatzwachstum von vier bis fünf Prozent, nachdem zuvor nur vier Prozent angepeilt waren. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz währungsbereinigt um sechs Prozent auf 526 Millionen US-Dollar, während der Gewinn je Aktie (EPS) um 13 Prozent auf 0.62 Dollar zulegte.
Qiagen profitiert von einer starken Nachfrage nach Diagnostikprodukten und Serviceleistungen, die das Unternehmen optimistischer auf das Jahr blicken lässt. Der sogenannte bereinigte Gewinn je Aktie (EPS) gibt an, wie viel Gewinn theoretisch auf eine einzelne Aktie entfällt. Dabei werden Sondereffekte wie Wechselkursschwankungen herausgerechnet, um die tatsächliche Ertragskraft besser abzubilden.
Siemens Energy knackt Auftragsrekord
Siemens Energy hat im dritten Quartal 2025 einen Rekord-Auftragseingang von 16.6 Milliarden Euro erzielt, ein Anstieg von 65 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Gewinn lag bei 697 Millionen Euro, nachdem das Unternehmen vor einem Jahr noch ein Minus von 102 Millionen Euro verbucht hatte. Besonders die Windsparte und zwei Großaufträge für Anlagen in der Ostsee sorgten für das starke Wachstum.
„Unsere Geschäfte haben erneut ein starkes Quartal erzielt und damit die bisher gute Entwicklung des laufenden Geschäftsjahres fortgesetzt“, sagte CEO Christian Bruch bei der Vorstellung der Zahlen. Er betonte zudem: „Aktuell bewegen wir uns am oberen Ende des Zielkorridors.“ Laut Bruch wird Siemens Energy die im zweiten Quartal angehobene Prognose für das Gesamtjahr erfüllen.
Beiersdorf kappt Prognose: Aktie stürzt um 13 Prozent ab
Der Nivea-Konzern Beiersdorf hat nach einem schwachen zweiten Quartal seine Jahresprognose gesenkt. Konzernchef Vincent Warnery erklärte, dass der weltweite Hautpflegemarkt langsamer wachse als erwartet. Beiersdorf rechnet für 2025 nun mit einem Umsatzwachstum von drei bis vier Prozent, bisher waren vier bis sechs Prozent angepeilt. Die Aktie reagierte heftig und verlor am Vormittag rund 13 Prozent an Wert.
Hintergrund sind schwache Verkaufszahlen im Nivea-Geschäft und bei der Luxusmarke La Prairie, die zusätzlich von drohenden US-Zöllen auf Schweizer Produkte belastet wird. Beiersdorf will nun laut eigenen Aussagen auf neue Produkte in der zweiten Jahreshälfte setzen, um das Ruder herumzureißen. Finanzchefin Astrid Hermann betonte unter anderem, man habe Lager in den USA gefüllt, um kurzfristig auf US-Zölle vorbereitet zu sein.
Fresenius und Fresenius Medical Care wachsen
Fresenius hat im zweiten Quartal 2025 seinen Umsatz um fünf Prozent auf 5.57 Milliarden Euro gesteigert. Auch der Gewinn pro Aktie, ohne die Tochter Fresenius Medical Care, legte um acht Prozent auf 73 Cent zu. Das hat Fresenius in seinem offiziellen Quartalsbericht am 6. August bekannt gegeben. Vorstandschef Michael Sen erklärte, dass das Unternehmen trotz schwieriger Rahmenbedingungen weiter wächst. Deshalb wurde die Umsatzprognose für das Gesamtjahr angehoben. Außerdem will Fresenius einen Teil seiner Anteile an Fresenius Medical Care verkaufen, um Geld für Investitionen und den Schuldenabbau einzusetzen, aber trotzdem weiterhin Mehrheitseigner bleiben.
Fresenius Medical Care (FMC), der weltweit größte Anbieter von Dialysebehandlungen, hat seine Quartalszahlen bereits am 5. August 2025 veröffentlicht. Der Umsatz stieg um 7 Prozent auf 4.79 Milliarden Euro, der Gewinn kletterte sogar um 26 Prozent auf 225 Millionen Euro. Allerdings belastete eine schwere Grippewelle in den USA das US-Geschäft. Trotzdem hält FMC an seiner Prognose fest, im laufenden Jahr weiter zu wachsen. Zusätzlich kündigte das Unternehmen ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von einer Milliarde Euro an.







