DAX-Newsflash: VW von Hackern erpresst, SAP-Chef lobt KI, Allianz warnt vor Trump
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DAX-Newsflash: VW von Hackern erpresst, SAP-Chef lobt KI, Allianz warnt vor Trump

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Carlo Schmid

VW baut US-Fertigung aus und wird erpresst

Der Wolfsburger Auto-Gigant Volkswagen hat Gespräche mit der US-Regierung geführt und angekündigt, sein Werk in Chattanooga sowie möglicherweise weitere Fabriken in den USA auszubauen. Grund für diese Pläne sind die gestiegenen Zölle auf europäische Autos, die Washington eingeführt hat. VW-Chef Oliver Blume betont, dass die Gespräche mit den Behörden konstruktiv verlaufen seien, und sieht in den Investitionen von über fünf Milliarden Euro in den USA einen wichtigen Faktor, um die hohen Importzölle zu umgehen.

Zeitgleich kämpft der Autoriese mit einer brisanten Sicherheitslage: Stormous, eine Gruppe von Cyberkriminiellen droht, sensible Daten von Volkswagen zu veröffentlichen, sollten ihre Forderungen bis zum 6. Juni nicht erfüllt werden. Dabei soll es unter anderem um Benutzerkontodaten und Zugangstoken gehen. Volkswagen selbst hat jedoch erklärt, dass bislang kein unberechtigter Zugriff festgestellt werden konnte und laufende Untersuchungen durchgeführt werden. Über die Forderungen ist ebenfalls nichts bekannt.

KI wird laut SAP-Chef kein Job-Killer

SAP-Chef Christian Klein hat in einem Interview mit mehreren Tageszeitungen erklärt, dass der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) die Produktivität der Entwickler in seinem Unternehmen um 30 Prozent gesteigert hat. Statt Routineaufgaben zu erledigen, könnten die Mitarbeiter jetzt kreativere und wertschöpfendere Tätigkeiten übernehmen. Der Vorstand sieht in der KI keine Bedrohung, sondern eine große Chance, betonte er in einem Gespräch mit der Funke Mediengruppe.

Etwas anders sieht das der Branchenverband Bitkom, ebenfalls bekannt als Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V., dem auch SAP angehört. Bitkoms Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder rechnet laut eigener Aussage damit, dass KI den Arbeitskräftebedarf in Deutschland senken wird. Grund zur Beunruhigung sei das aber nicht: "Für Deutschland lässt sich sagen, dass KI auf absehbare Zeit keine negativen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben wird", sagte Rohleder der Funke-Gruppe. Außerdem werde die Effizienz vieler Unternehmen nachhaltig gesteigert.

Bayer hofft auf Zulassung von Milliarden-Präparat

Der Leverkusener Pharma-Riese Bayer hat einen Antrag auf Marktzulassung für ein neues Kontrastmittel namens Gadoquatrane in Japan eingereicht. Das Mittel soll bei MRT-Untersuchungen helfen, Krankheiten im Körper und im zentralen Nervensystem (ZNS) besser sichtbar zu machen. Die Entscheidung basiert auf erfolgreichenStudien, die die Sicherheit und Wirksamkeit bestätigt haben. Damit hofft Bayer, seine Marktposition weiter zu stärken und neue Märkte zu erschließen.

Kontrastmittel wie Gadoquatrane sind Substanzen, die bei MRT-Scans eingesetzt werden, um Gewebeunterschiede sichtbar zu machen. Das Potenzial für Bayer ist groß: Das weltweite Geschäft mit MRT-Kontrastmitteln wird auf mehrere Milliarden Euro geschätzt. Gadoquatrane könnte als neues Präparat wichtige Marktanteile sichern, gerade in Japan und später auch in anderen Ländern. Bayer will damit, laut eigenen Aussagen, den Radiologie-Bereich stärken, mit dem das Unternehmen im vergangenen Jahr mehr als zwei Milliarden Euro verdiente.

Allianz warnt vor weiteren Schocks aus den USA

Allianz-Anlagechef Ludovic Subran hat in einem Interview davor gewarnt, dass neben den aufgehobenen US-Zöllen weitere Risiken drohen. Er sieht die US-Zölle nur als einen von vielen Unsicherheitsfaktoren. Viel gefährlicher seien laut Subran eine mögliche Rezession in den USA, die wachsende Staatsverschuldung Amerikas und politische Schocks, die die Finanzmärkte jederzeit erschüttern könnten.

Subran erklärte, dass die Allianz daher aktuell auf eine defensive Anlagestrategie setze und besonders auf sichere Staatsanleihen und ausgewählte Unternehmensanleihen achte. Auch die US-Politik, etwa Trumps Attacken auf die US-Notenbank (Fed), bleibe eine Quelle der Unsicherheit. Trotz all dieser Risiken rechnet Subran nicht mit einer Euro-Krise wie 2012, da die Europäische Zentralbank im Ernstfall eingreifen würde.

Siemens: Probleme in China, Kooperation in Japan

Der Technologie-Konzern Siemens hat im China-Geschäft einen Dämpfer hinnehmen müssen: Die US-Regierung hat neue Exportbeschränkungen für wichtige Software zur Chip-Entwicklung erlassen, wodurch Siemens’ Tochter Siemens EDA nun nicht mehr an chinesische Unternehmen liefern darf. Siemens EDA entwickelt Software und Tools für die elektronische Designautomatisierung (EDA). Betroffen sind Werkzeuge zur Herstellung moderner Halbleiter, die für Technologien wie Künstliche Intelligenz entscheidend sind.

Parallel hat Siemens eine vielversprechende Kooperation in Japan gestartet. Gemeinsam mit dem Maschinenbauer Hirano Tecseed will das Unternehmen mit Sitz in München und Berlin digitale Zwillinge von Maschinen zur Batteriefertigung entwickeln. So sollen Beschichtungsanlagen effizienter und nachhaltiger arbeiten, was für den wachsenden Batteriemarkt von großer Bedeutung ist.

Das war's schon mit dem DAX-Newsflash. Der nächste kommt, wie gewohnt, nächsten Dienstag.

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