DAX-Newsflash: Porsche übernimmt Varta-Anteile, Audi streicht Stellen, Airbus gegen US-Jets
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DAX-Newsflash: Porsche übernimmt Varta-Anteile, Audi streicht Stellen, Airbus gegen US-Jets

Allianz verkauft Indien-Anteile

Die Allianz SE verkauft ihre 26-prozentigen Anteile an Bajaj Allianz General Insurance und Bajaj Allianz Life Insurance für 2.6 Milliarden Euro an die Bajaj Group. Die gestern angekündigte Transaktion markiert das Ende einer 24-jährigen Partnerschaft. Der Verkauf unterliegt noch behördlichen Genehmigungen und erfolgt in mehreren Tranchen.

Die Allianz erwartet aus dem Deal einen Nettogewinn von 1.3 Milliarden Euro und plant, die Erlöse in neue Geschäftsmodelle in Indien und Europa zu investieren. Bajaj Finserv erlangt mit dem Kauf die vollständige Kontrolle über beide Versicherer und stärkt damit ihre Marktposition in Indien.

Porsche übernimmt Varta-Batteriesparte 

Porsche hat mit 1. März die Mehrheit an der V4Drive Battery GmbH, einer Tochtergesellschaft von Varta, übernommen. Die Umfirmierung in V4Smart unterstreicht den Strategiewechsel. Varta bleibt mit einer Minderheitsbeteiligung ohne Einfluss. 

Die Übernahme ist Teil einer umfassenden Restrukturierung: Porsche und Großaktionär Michael Tojner investieren jeweils 30 Millionen Euro, während Banken einen Schuldenschnitt von 285 Millionen Euro akzeptieren. Die Produktion der Hochleistungsbatterien bleibt in Ellwangen und wird in Nördlingen erweitert. Der Deal stärkt Porsches Position in der Batterietechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge.

Audi baut 7500 Stellen ab  

Die Volkswagen-Tochter Audi wird bis Ende 2029 insgesamt 7500 Arbeitsplätze in Deutschland abbauen, um jährlich über eine Milliarde Euro einzusparen. Der Abbau betrifft ausschließlich Verwaltung und Entwicklung, während die Produktion unangetastet bleibt. Gleichzeitig investiert Audi acht Milliarden Euro in seine deutschen Werke, um den Wandel zur Elektromobilität voranzutreiben.

2024 sank der Audi-Gewinn um 33 Prozent auf 4.2 Milliarden Euro, jedoch soll der Stellenabbau sozialverträglich ohne betriebsbedingte Kündigungen bis 2033 erfolgen. Zusätzlich wird die Beteiligung der Mitarbeiter am Unternehmensergebnis neu strukturiert und gekürzt.

Airbus fordert Abbestellung der US-Kampfjets

Der Airbus-Betriebsrat hat gestern die Bundesregierung aufgefordert, die Bestellung von 35 US-amerikanischen F-35-Kampfjets zu stornieren und stattdessen europäische Alternativen zu fördern. Der Vorsitzende Thomas Pretzl kritisierte die Abhängigkeit von US-Technologie und verwies auf den Stellenabbau bei Airbus Defence and Space

Die Forderung fällt in eine Zeit, in der Airbus rund 2000 Arbeitsplätze in der Raumfahrtsparte streicht, die unter der Konkurrenz mit Elon Musks SpaceX leidet. Die Bundesregierung hatte die F-35 für die NATO bestellt. Eine Abbestellung würde direkte Auswirkungen auf Deutschlands Verteidigungspolitik haben.

BASF baut auf Herstellung von Wasserstoff

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF setzt vermehrt auf die Herstellung von klimaneutralem Wasserstoff und hat dafür am Standort Ludwigshafen einen Protonenaustausch-Membran-Elektrolyseur in den Dienst gestellt. Dieser soll eine Leistung von 54 Megawatt liefern. So soll pro Stunde bis zu einer Tonne Wasserstoff produziert werden können.

Es wird damit gerechnet, dass durch den Betrieb der neuen Anlage jährlich rund 72 000 Tonnen Treibhausgasemissionen eingespart werden können. Die Bundesministerien für Wirtschaft und Klimaschutz fördern das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Land Rheinland-Pfalz und sollen mehr als 124 Millionen Euro beigesteuert haben. BASF selbst investierte rund 25 Millionen Euro und baute in Kooperation mit Siemens Energy die Anlage innerhalb von zwei Jahren.

Infineon will Solarstrom revolutionieren

Infineon und Enphase Energy verbessern dank des 600 V CoolMOS™ 8 MOSFETs (eine spezielle Transistor-Art) die Energieeffizienz von Solar- und Batteriesystemen. Hierdurch kann das kalifornische Energietechnologie-Unternehmen Enphase die Systemleistung seiner Solar- und Batteriesysteme verbessern. 

Durch minimierte Leistungsverluste wird der Wirkungsgrad der Batterien angehoben und durch einen geringeren Materialverbrauch die Montagekosten gesenkt. So kann Infineon nicht nur in der Halbleiterbranche Absatz finden, sondern auch im Bereich der grünen Technologie Marktanteile ausbauen. Übergeordnet begünstigt das DAX-Unternehmen als Lieferant dieser Schlüsseltechnologie die nachhaltige Energiewende.

Das war’s schon mit dem DAX-Newsflash. Der nächste erscheint wie gewohnt am kommenden Dienstag.

Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Woche!

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