DAX-Newsflash: Mercedes sortiert Modellpalette aus, Infineon und TSMC im Zeitplan, VW im Steuerstreit
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DAX-Newsflash: Mercedes sortiert Modellpalette aus, Infineon und TSMC im Zeitplan, VW im Steuerstreit

Mercedes-Benz stellt A-Klasse ein

Mercedes-Benz bestätigte zuletzt die Einstellung der A-Klasse, verlängert die Produktion jedoch bis weit ins Jahr 2026. Der Konzern begründet den Schritt mit einer strategischen Neuausrichtung auf margenstärkere Luxusmodelle. Die A-Klasse war seit 1997 das Einstiegsmodell der Marke, verliert aber angesichts sinkender Verkaufszahlen und wachsender Anforderungen an Effizienz an Bedeutung.

Zeitgleich passt Mercedes-Benz seine Elektrostrategie an und verschiebt geplante Projekte in die Zukunft. Das günstigste Modell im Portfolio entfällt, was den Einstiegspreis in die Marke künftig deutlich anheben wird.

Brenntags exklusive Partnerschaft mit GFBiochemicals

Brenntag, ein weltweit führender Verkäufer von Chemikalien, unterzeichnete letzte Woche eine exklusive Vertriebsvereinbarung mit GFBiochemicals für nachhaltige Lösungsmittel im europäischen CASE-Markt. Sie ersetzen in diesem CASE-Marktsegment petrochemische Lösungsmittel in Beschichtungen, Klebstoffen, Dichtstoffen und Elastomeren. 

Die neuen Stoffe sind biologisch abbaubar, nicht entflammbar und kennzeichnungsfrei. Für Brenntag ist die Vereinbarung Teil der Wachstumsstrategie im Bereich grüner Chemie in Europa. GFBiochemicals erhält über das globale Brenntag-Netzwerk Zugang zum europäischen Industriekundenmarkt.

TSMCs und Infineons Projekte schreiten planmäßig voran

In Dresden entstehen derzeit zwei der größten Halbleiterfabriken Europas. TSMC baut gemeinsam mit Infineon, Bosch und NXP für über zehn Milliarden Euro eine Chipfabrik mit geplanter Produktionsaufnahme im Jahr 2027. Die Anlage wird mit bis zu fünf Milliarden Euro staatlich gefördert und fokussiert sich auf 28- und 16-Nanometer-Technologien für Industrie und Automobile.

Synchron errichtet Infineon die Smart Power Fab für Leistungshalbleiterchips mit einem Produktionsstart im Jahr 2026. Die Investition beträgt fünf Milliarden Euro, davon rund eine Milliarde aus öffentlichen Mitteln. Insgesamt sollen rund 3 000 High-Tech-Arbeitsplätze entstehen.

Siemens baut weltweit 6 000 Stellen ab und investiert zeitgleich in Kanadas Gesundheitsmarkt

Siemens kündigte vergangene Woche den Abbau von 6 000 Stellen an, darunter 2 850 in Deutschland. Besonders betroffen sind bayerische Standorte wie Erlangen, Amberg, Fürth und Nürnberg. 5 600 Stellen entfallen auf die Sparte Digital Industries, die unter schwacher Nachfrage und hohen Lagerbeständen leidet. 

Währenddessen investiert Siemens Healthineers 129 Millionen US-Dollar in zwei neue Krebszentren in Alberta, Kanada. Die Regierung von Alberta beteiligt sich mit 591 Millionen US-Dollar. Zusätzlich erhielt Healthineers einen Großauftrag im Wert von 199 Millionen US-Dollar zur Ausstattung mehrerer Kliniken in Hamilton.

Volkswagen mit milliardenschwerer Steuerforderung in Indien

Volkswagen klagt seit Januar 2025 gegen eine Steuerforderung der indischen Behörden über 1.4 Milliarden US-Dollar. Die Regierung wirft dem Konzern vor, über Jahre hinweg Einfuhrzölle systematisch umgangen zu haben. VW soll Fahrzeugimporte fälschlich als Einzelteile deklariert haben, um niedrigere Zollsätze zu nutzen.

Der Streit betrifft Modelle wie den Škoda Superb und den Audi Q5. Mit Zinsen und Strafen droht eine Gesamtbelastung von 2.8 Milliarden US-Dollar. Das Verfahren läuft vor dem High Court in Mumbai und betrifft zwölf Jahre rückwirkend alle Importe.

Heidelberg Materials erhöht Dividende um zehn Prozent

Heidelberg Materials schlägt am heutigen Dienstag eine Dividendenerhöhung auf 3.30 Euro je Aktie vor, trotz eines Gewinnrückgangs um sieben Prozent im Jahr 2024. Das entspricht einer Dividendenrendite von 2.8 Prozent. Parallel läuft ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Gesamtvolumen von bis zu 1.2 Milliarden Euro bis Ende 2026. 

Die erste Tranche von 350 Millionen Euro wurde im Februar abgeschlossen. Der Konzern erzielte 2024 einen Umsatz von 21.2 Milliarden Euro und erwartet für 2025 einen Gewinn vor Zinsen und Steuern zwischen 3.25 und 3.55 Milliarden Euro.

Das war’s schon mit dem DAX-Newsflash. Der nächste erscheint wie gewohnt am kommenden Dienstag.

Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Woche!

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