DAX-Newsflash: Dax rutscht ab, Audi Verluste, neue Schulden, Merz kritisiert Zolldeal und Deutsche Bank in London
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DAX-Newsflash: Dax rutscht ab, Audi Verluste, neue Schulden, Merz kritisiert Zolldeal und Deutsche Bank in London

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Carlo Schmid

Dax rutscht ab – Autoaktien unter Druck trotz Zoll-Deal

Der Dax hat am Montag mit einem Minus von einem Prozent bei 23 970 Punkten geschlossen und damit die Marke von 24 000 Zählern unterschritten. Obwohl sich die USA und die EU im Zollstreit geeinigt haben, überwogen bei Anlegern am Ende die Zukunftssorgen. Besonders stark verloren Autobauer, die zunächst von dem Deal profitieren sollten. Auch Rüstungswerte gerieten unter Druck.

Der neue Zollkompromiss sieht zwar eine Einigung vor, aber viele Zölle liegen künftig über dem bisherigen Niveau, was vor allem die exportorientierte deutsche Industrie treffen könnte. Das erklärt auch, warum der Dax seine Tagesgewinne nicht halten konnte: Die Euphorie über politische Fortschritte wich schnell der Sorge um steigende Kosten und schwächere Konjunkturaussichten.

Audi-Gewinn bricht ein – VW-Aktie rutscht mit ab

Audi hat im ersten Halbjahr 2025 einen Gewinnrückgang von über 37 Prozent verbucht und lediglich 1.3 Milliarden Euro verdient. Grund dafür sind hohe US-Zölle, Umbaukosten und schwaches Geschäft in China und den USA. Die VW-Tochter kappte ihre Jahresprognose deutlich. Anleger reagierten prompt: Die VW-Aktie verlor zeitweise über drei Prozent und fiel auf unter 99 Euro.

Die gestiegenen Zölle in den USA schlugen mit rund 600 Millionen Euro zu Buche, Audi besitzt dort kein eigenes Werk und trägt die Mehrkosten selbst. Zusätzlich belastet der Konzernumbau, unter anderem durch den geplanten Abbau von 7.500 Stellen, das Ergebnis. In China leidet Audi unter einem harten Preiskampf bei Elektroautos.

Bundesregierung will 2026 mit Schulden Zukunft sichern

Die Bundesregierung plant laut Insidern für 2026 ein Budget von 481 Milliarden Euro, mit 50 Milliarden Euro neuen Schulden. Trotz Schuldenbremse sollen hohe Ausgaben für Verteidigung, Infrastruktur und Digitalisierung ermöglicht werden. Der Haushaltsentwurf soll am Mittwoch im Kabinett beschlossen werden.

Um die Schuldenaufnahme formal zu ermöglichen, soll eine Notlage erklärt werden, wie bereits in den Vorjahren.

Hintergrund sind gestiegene Zinskosten, geopolitische Risiken und steigende Ausgaben in Bereichen wie Soziales und Rüstung. Für das Verteidigungsministerium reicht das normale Budget nicht – daher soll weiterhin auf das Sondervermögen Bundeswehr zurückgegriffen werden.

Zoll-Deal mit Trump löst Alarm in Berlin aus

Kanzler Friedrich Merz hat den neuen Zollpakt zwischen den USA und der EU als Gefahr für die deutsche Wirtschaft kritisiert. Am Montag erklärte er, die vereinbarten 15 Prozent Basiszoll auf viele EU-Exporte, darunter Autos und Pharma, würden „erheblichen Schaden“ anrichten. Wirtschaftsministerin Reiche sprach von einer Herausforderung, CSU-Chef Söder forderte Ausgleichsmaßnahmen wie einen subventionierten Industriestrompreis.

Die Zölle sind Teil eines Deals zwischen US-Präsident Trump und EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen, der die zuvor angedrohten 30 Prozent verhindert hat. Doch viele Unternehmen sehen sich trotzdem unter Druck. Besonders hart dürfte es die exportorientierten Branchen treffen, etwa die Autoindustrie. Söder warnt vor neuen EU-Steuern und fordert stattdessen mehr wirtschaftliche Freiräume.

Deutsche Bank pumpt Milliarden in Londons Olympia

Die Deutsche Bank hat ein Darlehen über 1.25 Milliarden Pfund (rund 1.47 Milliarden Euro) vergeben, um das Olympia-Gelände in London umfassend zu erneuern. Das Kreditpaket fließt an ein Konsortium unter Leitung von Madison International Realty und unterstützt die Entwicklung des historischen Veranstaltungsgeländes in ein modernes Stadtquartier mit Büroflächen, Hotel, Musik- und Theaterhallen.

Olympia ist eines der ältesten Messezentren Londons und wird derzeit zu einem multifunktionalen Kultur- und Business-Komplex umgebaut. Die Investoren setzen dabei auf den Boom von Live-Events, Tourismus und urbaner Erneuerung. Für die Deutsche Bank ist der Deal Teil ihrer Strategie, stärker in große Immobilienprojekte zu investieren, trotz des schwierigen Zinsumfelds.

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