DAX-Newsflash: BASF, Continental und Zalando mit gutem Q1, BMW bremst US-Markt
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DAX-Newsflash: BASF, Continental und Zalando mit gutem Q1, BMW bremst US-Markt

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Carlo Schmid

BASF mit soliden Quartalszahlen


BASF hat ein schwieriges erstes Quartal 2025 hinter sich, legte aber solide Zahlen vor. Trotz eines Umsatzrückgangs auf 17.4 Milliarden Euro und sinkendem Gewinn hielt der Chemiekonzern aus Ludwigshafen sein operatives Ergebnis stabil bei 2.6 Milliarden Euro. Finanzvorstand Dirk Elvermann erklärte, dass die Auswirkungen neuer US-Zölle bislang gering seien.



Für das vergangene Geschäftsjahr wurde auf der Hauptversammlung eine Dividende von 2.25 Euro je Aktie beschlossen. Die Dividendenstrategie der BASF setzt auf Beständigkeit: Mindestens bis 2028 soll die jährliche Ausschüttung auf diesem Niveau bleiben. Für Anleger bedeutet das eine stabile Ertragsquelle. Eine Dividende ist die Beteiligung der Aktionäre am Unternehmenserfolg und wird üblicherweise pro Aktie gezahlt.

Deutsche Industrie legt kräftig zu


Im April hat die deutsche Industrie ihre Produktion so stark ausgeweitet wie seit Monaten nicht mehr. Das teilten S&P Global und die Hamburg Commercial Bank (HCOB) am Dienstag mit. Der Einkaufsmanagerindex (EMI) für Dienstleistungen stieg auf 49 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren, liegt aber weiter unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes steig auf 48.4 und der Gesamtindex kletterte über die 50er Marke auf 50.1.


Haupttreiber des Aufschwungs waren gestiegene Exportaufträge, während Einkaufspreise wegen günstigerer Rohstoffe und eines stärkeren Euro deutlich sanken. Dennoch blieben die Geschäftsaussichten verhalten, auch wegen der Sorge vor neuen Zöllen. Der Einkaufsmanagerindex (EMI) ist ein wichtiger Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung. Werte unter 50 Punkten deuten auf eine schrumpfende Wirtschaft hin, darüber auf Wachstum. Während Firmen von besserer Nachfrage aus dem Ausland profitieren, bleibt die Lage am Arbeitsmarkt angespannt – Entlassungen gingen zwar zurück, hörten aber nicht auf. Zusätzlich trübte die Aussicht auf neue Handelshemmnisse die Stimmung der Unternehmen.

BMW bremst E-Autos im US-Markt


BMW hat mit Anfang Mai die Produktion seiner Elektroautos für den US-Markt gestoppt. Wegen drohender neuer Zölle werden keine Modelle wie der BMW i4, i5, i7 oder iX mehr für amerikanische Kunden gebaut. Bestellungen sollen frühestens ab Juni wieder bearbeitet werden. Betroffen sind Fahrzeuge aus europäischen Werken, auf die möglicherweise hohe Einfuhrabgaben zukommen könnten. BMW konzentriert sich stattdessen vorerst auf andere Märkte ohne Zollrisiko und hält bei Verbrennern die Preise bis Ende Mai stabil.

In den USA wird unter Präsident Donald Trump über neue Importzölle auf europäische Fahrzeuge diskutiert. Ein Zoll ist eine Steuer auf importierte Waren, die Produkte verteuern und den Absatz bremsen kann. Für den US-Ableger von BMW bedeutet das einen Einschnitt, denn Elektroautos wie der i4 sorgten zuletzt für starkes Wachstum. Wie lange die Produktionspause andauert, ist unklar. Sollte der Handelsstreit eskalieren, könnten Preissteigerungen und ein geringeres Angebot die Folge sein.

Zalando: dicker Gewinn, neue Pläne


Der Berliner Mode-Versandhändler Zalando hat im ersten Quartal 2025 einen deutlichen Gewinnsprung erzielt: Der bereinigte operative Gewinn stieg um rund 65 Prozent auf 46.7 Millionen Euro, der Umsatz kletterte um knapp acht Prozent auf 2.42 Milliarden Euro. Das Unternehmen erreichte mit 52.4 Millionen aktiven Kunden einen neuen Höchstwert. Laut Co-Chef David Schröder trugen ein erfolgreicher Saisonschlussverkauf und ein starker Start in die Frühjahrs- und Sommersaison zum Wachstum bei. Zalando setzt weiterhin auf Markenware und stärkt sein Firmenkundengeschäft mit neuer Logistik- und Shop-Software.


Damit grenzt sich Zalando bewusst von Billiganbietern wie Shein ab und baut stattdessen ein Premiumangebot mit bekannten Marken und Komfortfunktionen aus. Über die Sparte Zeos unterstützt der Konzern zudem andere Unternehmen mit Logistiklösungen. Ein Bonusprogramm (Zalando Plus) soll die Kundenbindung weiter stärken. Die Prognosen für 2025 bleiben optimistisch: Zalando erwartet ein Umsatzwachstum zwischen vier und neun Prozent. Ein klares Signal, dass der Onlinehändler seine Strategie erfolgreich angepasst hat.

Continental trotzt rauem Autogeschäft


Continental hat im ersten Quartal 2025 fast dreimal so viel Gewinn erzielt wie im Vorjahreszeitraum: Der bereinigte Betriebsgewinn stieg auf 586 Millionen Euro, während der Umsatz leicht auf 9.7 Milliarden Euro sank. Grund für den Gewinnsprung sind laut Finanzchef Olaf Schick erfolgreich umgesetzte Effizienzmaßnahmen. Der Autozulieferer aus Hannover hält trotz Preisdruck und Zollrisiken an seiner Jahresprognose fest und bereitet die Abspaltung seiner Autosparte unter dem Namen Aumovio vor.



Continental plant, sich stärker auf profitablere Bereiche wie Reifen zu konzentrieren und will deshalb seine Autoelektronik-Sparte an die Börse bringen. Effizienzmaßnahmen bedeuten hier vor allem Kosteneinsparungen durch Stellenstreichungen und Standortzusammenlegungen. Trotz Herausforderungen wie Handelszöllen kann der Konzern auf eine solide Auftragslage vertrauen, etwa bei Radarsensoren. Analysten bewerteten die Ergebnisse als besser als erwartet, die Aktie legte deutlich zu.

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Carlo Schmid

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