Das Wichtigste in Kürze:
- Coca-Cola übertrifft die Umsatzschätzung um 0.2 Milliarden US-Dollar
- Coca-Cola-EPS liegt 0,05 US-Dollar über Konsens
- Freier Cashflow von Coca-Cola steigt um 132 Prozent
Coca-Cola hat im ersten Quartal 2026 die Erwartungen der Analysten übertroffen und damit die robuste Nachfrage nach Kernmarken sowie wirksame Preis- und Mixeffekte bestätigt. Der Umsatz stieg um zwölf Prozent auf 12.5 Milliarden US-Dollar und lag damit 0.2 Milliarden US-Dollar über der Konsensschätzung von 12.3 Milliarden US-Dollar. Das organische Umsatzwachstum erreichte zehn Prozent, getragen von acht Prozent höheren Konzentratverkäufen und zwei Prozent Preis- und Mixwachstum.
Auch auf Ergebnisebene lieferte Coca-Cola besser als erwartet: Das vergleichbare EPS lag bei 0.86 US-Dollar gegenüber erwarteten 0,81 US-Dollar, ein Plus von 0.05 US-Dollar zum Konsens und 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Das berichtete EPS betrug 0.91 US-Dollar. Der Nettogewinn lag bei 3.9 Milliarden US-Dollar, der konsolidierte Nettogewinn bei 4.0 Milliarden US-Dollar.
Coca-Cola: Nordamerika und EMEA treiben das Wachstum
Die wichtigsten Impulse kamen aus Nordamerika und der Region Europa, Naher Osten und Afrika. In Nordamerika erzielte Coca-Cola 4.89 Milliarden US-Dollar Umsatz und lag damit über der Erwartung von 4.82 Milliarden US-Dollar; im Jahresvergleich entspricht das einem Wachstum von zwölf Prozent. Das Absatzvolumen nach Unit Cases stieg dort um vier Prozent, während das vergleichbare währungsbereinigte operative Ergebnis um 17 Prozent zulegte. Unterstützt wurde dies durch Trademark Coca-Cola, Wasser, Sportgetränke, Kaffee und Tee sowie niedrigere operative Kosten.
In Europa, Naher Osten und Afrika erzielte Coca-Cola 3.01 Milliarden US-Dollar Umsatz gegenüber erwarteten 2.97 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 13 Prozent. Organisch wuchs EMEA um elf Prozent, der Preis- und Mixbeitrag lag bei fünf Prozent. Zusätzlich zeigten Coca-Cola Zero Sugar mit 13 Prozent Wachstum, Wasser mit fünf Prozent und Tee mit acht Prozent breite Produktstärke.
Analyse für Coca-Cola
Fundamental wirkt der Bericht von Coca-Cola vor allem über die Cashflow-Qualität stark. Der freie Cashflow stieg um 132 Prozent auf 1.8 Milliarden US-Dollar, der operative Cashflow um 139 Prozent auf 2.0 Milliarden US-Dollar. Bei Investitionen von 266 Millionen US-Dollar zeigt sich eine hohe Cash Conversion. Die Bruttomarge lag bei 63.0 Prozent, die vergleichbare Bruttomarge bei 62.3 Prozent; der Bruttogewinn erreichte 7.9 Milliarden US-Dollar bei Umsatzkosten von 4.6 Milliarden US-Dollar.
Die operative Marge betrug 35.0 Prozent, vergleichbar 34.5 Prozent. Das operative Ergebnis lag bei 4.4 Milliarden US-Dollar, vergleichbar bei 4.3 Milliarden US-Dollar. SG&A-Kosten von 3.5 Milliarden US-Dollar und sonstige operative Belastungen von 21 Millionen US-Dollar blieben kontrollierbar. Mit 10.6 Milliarden US-Dollar Cash, 509 Millionen US-Dollar kurzfristigen Anlagen und 11.1 Milliarden US-Dollar Gesamtliquidität bleibt Coca-Cola bilanziell flexibel.
Ausblick und Prognose für Coca-Cola
Für das Gesamtjahr 2026 stellt Coca-Cola ein organisches Umsatzwachstum von vier Prozent bis fünf Prozent in Aussicht. Das vergleichbare EPS soll um acht Prozent bis neun Prozent gegenüber 3.00 US-Dollar im Jahr 2025 steigen. Zudem erwartet das Management einen freien Cashflow von rund 12.2 Milliarden US-Dollar, einen operativen Cashflow von rund 14.4 Milliarden US-Dollar und Investitionen von etwa 2.2 Milliarden US-Dollar.
Für das zweite Quartal 2026 rechnet Coca-Cola bei den vergleichbaren Nettoumsätzen mit einem Währungsschub von rund einem Prozent und einem Gegenwind aus Akquisitionen und Desinvestitionen von rund einem Prozent. Beim vergleichbaren EPS werden ein positiver Währungseffekt von etwa drei Prozent und ein negativer Portfolioeffekt von rund einem Prozent erwartet. Für Investoren signalisiert der Ausblick: Wachstum bleibt intakt, doch die Bewertung dürfte stärker an Margenstabilität und Cashflow-Umsetzung hängen.
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