China/Rohstoffe: Trump-Zölle, BMW mit Alibaba-KI, PetroChinas Rekordgewinn
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China/Rohstoffe: Trump-Zölle, BMW mit Alibaba-KI, PetroChinas Rekordgewinn

Trumps Zollpolitik eskaliert: 54 Prozent für China

Mit der gestrigen Ankündigung von US-Präsident Donald Trump steigt die Gesamtzollbelastung chinesischer Warenimporte in die USA auf 54 Prozent. Die Erhöhung von 34 Prozentpunkten auf bestehende 20 Prozent tritt ab dem 9. April 2025 in Kraft und markiert den bisher aggressivsten handelspolitischen Schritt der USA gegenüber China. Die Maßnahme ist Teil von Trumps reziproken Zöllen, die auf vermeintliche Handelsbarrieren reagieren sollen.

Trump behauptet, China erhebe effektiv 67 Prozent auf US-Waren – eine Rechnung, die neben Zöllen auch Währungsmanipulation und Subventionen umfasst. China kündigte entschlossene Gegenmaßnahmen an. Das Handelsministerium bezeichnete die Zölle als "einseitige Schikane" und forderte deren Aufhebung.

BMW setzt ab 2026 auf Alibaba-KI

Der deutsche Automobil-Riese BMW plant, ab 2026 alle Modelle der neuen Klasse mit KI-Technologie von Alibaba auszustatten. Die strategische Partnerschaft umfasst die Integration des größten Sprachmodells von Alibaba namens Qwen, das sowohl fortschrittliche Funktionen als auch personalisierte Reisebegleiter und Fahrzeugassistenten ermöglichen soll. 

Mit dieser Entscheidung reagiert BMW auf die wachsende Bedeutung intelligenter Cockpits im chinesischen Markt. Die Integration der KI-Technologie soll den BMW Intelligent Personal Assistant deutlich verbessern und die Interaktion im Fahrzeug natürlicher gestalten. China bleibt für BMW ein Schlüsselmarkt, trotz rückläufiger Gewinne im Jahr 2024.

Chinesische Tech-Giganten investieren Milliarden

Die chinesischen Technologiekonzerne PDD Holdings und Meituan treiben ihre Expansion mit milliardenschweren Investitionen voran. PDD kündigt eine Investition von etwa 13.7 Milliarden US-Dollar an, um die Händlerbasis auf der Plattform zu transformieren und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

Die Mittel sollen in den nächsten drei Jahren fließen und die Qualität der Händlerleistungen verbessern. Gleichzeitig expandiert Meituan mit seiner Essenslieferplattform Keeta nach Saudi-Arabien. Nach einem erfolgreichen Testlauf im September 2024 hat sich Keeta schnell auf die Großstädte Riyadh, Jeddah und Mecca ausgeweitet. Mit einer Investition von ca. 266.4 Millionen US-Dollar plant Meituan, bis Ende 2025 etwa 80 Prozent des Marktes abzudecken.

PetroChina meldet Rekordgewinn

PetroChina, Chinas größter Öl- und Gasproduzent, hat 2024 einen Rekordnettogewinn von 22.7 Milliarden US-Dollar erzielt – ein Plus von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Trotz eines Umsatzrückgangs um 2.5 Prozent auf 403 Milliarden US-Dollar konnte das Unternehmen von einer gesteigerten Gasproduktion profitieren. Besonders der Erdgassektor erwies sich als Gewinnmotor: Die Gasproduktion stieg um 4.1 Prozent auf 145 Milliarden Kubikmeter. 

Gleichzeitig erzielte das Upstream-Segment, einschließlich Öl- und Gasproduktion, einen Betriebsgewinn von 21.8 Milliarden US-Dollar – ein Anstieg von 7.1 Prozent. PetroChina investierte zudem in erneuerbare Energien und erhöhte die installierte Wind- und Solarkapazität um knapp fünf Millionen Kilowatt. Zum Vergleich: Damit könnten 1 400 Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgt werden.

Kauft China heimlich Gold?

Die People’s Bank of China (PBoC) soll deutlich mehr Gold aufkaufen als offiziell bekannt ist. Seit dem Beginn des Ukraine-Krieges soll die chinesische Zentralbank sogar fünfmal so viel Gold gekauft haben. Durch Vergleiche mit den Daten des World Gold Concil (eine Lobby-Organisation der Goldproduzenten) und des internationalen Währungsfonds) sollen erhebliche Unterschiede festgestellt worden sein.

Laut Brancheninsidern und Handelsdaten deutet dies darauf hin, dass die PBoC über inoffizielle Kanäle geheime Goldkäufe tätigt. Seit 2022 soll Chinas Goldangebot aus Importen und Minen die Abhebungen an der Shanghai Gold Exchange übersteigen. Die entstehende Differenz scheint die PBoC aufzukaufen. Die chinesische Zentralbank soll nun über 5 000 Tonnen Gold besitzen, was weit mehr ist als der offiziell gemeldete Bestand.

Chinas Ölverbrauch steigt

Durch ein Wirtschaftswachstum, das höher ausfallen dürfte als erwartet, soll Chinas Ölverbrauch in diesem Jahr auf 765 Millionen Tonnen ansteigen. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Kunststoffen liegt in China bei 60 Prozent des Niveaus der Industrieländer, sodass ein steigender Bedarf an petrochemischen Produkten erwartet wird. 

Auch der Anstieg von Elektrofahrzeugen auf Chinas Straßen erhöht die Kunststoffnachfrage, da EVs mehr Kunststoffe benötigen als Verbrennerfahrzeuge. Durch mögliche Sanktionen und weitere Unsicherheiten in Sachen US-Zoll-Politik gegen Ölstaaten wie den Iran, Venezuela und Russland, könnte das globale Ölangebot verknappt werden.

Das war's schon mit dem China/Rohstoffe-Newsflash.

Der nächste erscheint wie gewohnt am kommenden Donnerstag.

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