Trump verkündet China-Deal
US-Präsident Donald Trump hat verkündet, dass ein neues Handelsabkommen mit China steht, zumindest „im Prinzip“. China soll demnach seltene Erden und Magnete sofort liefern, während die USA chinesischen Studierenden den Zugang zu ihren Universitäten ermöglichen. Beide Länder wollen die bestehenden, bereits reduzierten Zölle beibehalten. Offiziell unterschrieben ist der Deal allerdings bislang nicht: Trump und Chinas Präsident Xi Jinping müssen ihre Zustimmung erst noch geben.
Der Deal entstand nach kurzfristig einberufenen Gesprächen in London und basiert auf einem früheren Abkommen aus Genf, das extreme Strafzölle pausierte. Seltene Erden sind für Verteidigung, E-Autos und KI-Technologien entscheidend. China kontrolliert den Markt und hat kürzlich mit einem Exportstopp mächtig Druck auf die USA und Europa ausgeübt.
KI statt Karriere – Chinas junge Generation unter Druck
Chinas Arbeitsmarkt steht unter Strom: Während die Wirtschaft schwächelt, setzen immer mehr Unternehmen auf künstliche Intelligenz, um Kosten zu sparen. Der Tech-Milliardär Zhou Hongyi kündigte öffentlich an, die komplette Marketingabteilung seiner Firma durch ein eigenes KI-Tool zu ersetzen. Gleichzeitig fordern große Techfirmen von jungen Bewerbern explizit KI-Kenntnisse – andernfalls droht ihnen der Ausschluss vom Arbeitsmarkt. Besonders betroffen sind laut einem Bericht von CNBC Branchen wie Marketing und Softwareentwicklung.
Der Wandel trifft auf einen ohnehin angespannten Jobmarkt: Banken streichen Tausende Stellen, die Zahl der Hochschulabsolventen ist auf Rekordniveau und viele junge Menschen flüchten in Weiterbildung oder Nebenjobs. Gleichzeitig kürzen Unternehmen Boni und Gehälter oder schließen ganze Abteilungen. Die Regierung reagiert mit Milliardenhilfen und Pilotprojekten, etwa im Bereich Robotik.
BYD-Aktie bricht ein – doch der Schein trügt
Die Aktie des chinesischen E-Auto-Herstellers BYD ist am Dienstag an der Börse in Hongkong scheinbar dramatisch um zwei Drittel gefallen – von rund 400 auf etwa 133 Hongkong-Dollar. Doch der Absturz ist rein optisch: Grund war ein Aktiensplit im Verhältnis 10:30 kombiniert mit einer Sonderdividende. Tatsächlich legte die Aktie splitbereinigt sogar leicht zu. Das Unternehmen stärkt damit seine Bilanz, erhöht die Eigenkapitalbasis und will den Einstieg für Kleinanleger attraktiver machen.
BYD wächst rasant: 2024 verkaufte der Konzern über 4.2 Millionen Fahrzeuge – mehr als BMW, Mercedes oder Ford. Eine neue Fabrik in Ungarn mit 150 000 Fahrzeugen jährlich soll 2025 starten. Gleichzeitig kämpft BYD mit Gegenwind: Preisnachlässe von bis zu 34 Prozent lösten Kritik der chinesischen Regierung aus. Und das Analysehaus GMT Research warnt, dass die wahre Nettoverschuldung deutlich höher sein könnte als offiziell angegeben, statt 3.8 womöglich 45 Milliarden Dollar, weil BYD laut ihrer Bilanzanalyse Zahlungen an Zulieferer verzögert.
USA räumen Botschaft in Bagdad: Ölpreis schießt nach oben
Der Ölpreis hat am Dienstag mit einem Sprung von 4.9 Prozent auf 68.15 Dollar pro Barrel den stärksten Tagesgewinn seit Oktober verzeichnet. Auslöser war eine Teilräumung der US-Botschaft in Bagdad aus Sicherheitsgründen. Gleichzeitig warnte die britische Marine vor Risiken für den Schiffsverkehr. Die Sorge vor Versorgungsengpässen wuchs, nachdem der Iran gedroht hatte, bei einem Konflikt US-Militärbasen im Nahen Osten anzugreifen.
Trotz geopolitischer Spannungen sieht die US-Energiebehörde für 2025 ein Überangebot von täglich 800 000 Barrel. Doch kurzfristig deuten Preisentwicklungen an den Terminmärkten auf eine Verknappung hin: Die sogenannte „Backwardation“, bei der kurzfristige Preise über den langfristigen liegen, kehrt zurück. Auch die Sommernachfrage und sinkende Lagerbestände in den USA stützen die Rally, es bleibt jedoch ein fragiles Gleichgewicht.
Gold glänzt wieder – Angst und Zölle treiben den Preis
Der Goldpreis ist am Mittwoch um bis zu 0.6 Prozent auf rund 3.373 Dollar je Unze gestiegen, der zweite Anstieg in Folge. Auslöser waren neue Spannungen im Nahen Osten: Die USA räumten Teile ihrer Botschaft in Bagdad, nachdem der Iran mit Angriffen auf US-Stützpunkte gedroht hatte. Zudem kündigte Donald Trump an, in Kürze neue einseitige Strafzölle gegenüber Handelspartnern festzulegen, was ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor für die Märkte ist.
Gold gilt in solchen Krisen als „sicherer Hafen“, also als Wertanlage, die in politisch oder wirtschaftlich unsicheren Zeiten stabil bleibt. Unterstützt wurde der Anstieg auch von einem schwächeren Dollar und verstärktem Kaufinteresse von Zentralbanken. Seit Jahresbeginn hat der Goldpreis bereits um 28 Prozent zugelegt, ein deutliches Zeichen dafür, wie stark geopolitische Risiken derzeit die Märkte prägen.







