BYD und Aramco bündeln Kräfte für grüne Fahrzeugtechnologien
Der chinesische Batterie- und Elektroautobauer BYD hat gemeinsam mit dem saudischen Ölkonzern Aramco eine strategische Entwicklungsvereinbarung unterzeichnet, um gemeinsam an neuen Technologien für umweltfreundliche Antriebssysteme zu arbeiten. Die am 21. April 2025 bekanntgegebene Kooperation sieht vor, dass Forschungsteams beider Unternehmen an innovativen Lösungen arbeiten, die sowohl die Energieeffizienz als auch die Umweltverträglichkeit von Fahrzeugen verbessern sollen.
Im Mittelpunkt stehen unter anderem alternative Kraftstoffe und neue Energiespeicherlösungen. Während Aramco nach Jahrzehnten des Ölgeschäfts nun Anschluss an die Elektro-Zukunft sucht, könnte BYD von zusätzlichen Ressourcen und Marktzugängen profitieren. Der Deal zeigt: Auch die Großen des fossilen Zeitalters wollen beim Umbau der Mobilität nicht abgehängt werden.
Zollstreit mit China trifft Boeing: Flugzeuglieferungen gestoppt
Boeing hat bestätigt, dass chinesische Fluggesellschaften derzeit die Abnahme neu gebauter Passagierjets verweigern. Ein direkter Effekt der eskalierenden Zollpolitik zwischen den USA und China. Seit Inkrafttreten neuer chinesischer Einfuhrzölle auf US-Flugzeuge hat Boeing mindestens drei 737 MAX-Jets, die ursprünglich für chinesische Kunden bestimmt waren, in die USA zurückführen müssen. Die Maschinen wurden bereits ausgeliefert, aber nicht
abgenommen.
CEO Kelly Ortberg erklärte, China sei das einzige Land, in dem Boeing aktuell mit solchen Lieferverzögerungen konfrontiert sei.
Boeing will die betroffenen Flugzeuge nun an andere Kunden umleiten, da weltweit eine hohe Nachfrage nach neuen Jets bestehe. China macht rund zehn Prozent des Auftragsbestands von Boeing aus. Die aktuellen Entwicklungen könnten daher erhebliche Auswirkungen auf das Geschäft des US-Flugzeugbauers haben.
Asiens Börsen im Aufwind: Hoffnung auf Entspannung zwischen USA und China treibt Kurse
Die Aktienmärkte in Asien haben am 23. April 2025 kräftige Kursgewinne verzeichnet, beflügelt von der Hoffnung auf eine Deeskalation im Handelskonflikt zwischen den USA und China. Investoren reagierten positiv auf Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, der betonte, dass er Notenbankchef Jerome Powell trotz anhaltender Kritik nicht entlassen werde.
Ein Zeichen politischer Kontinuität, das die Märkte beruhigte. Gleichzeitig deuten diplomatische Signale aus Washington und Peking auf eine mögliche Annäherung im wirtschaftspolitischen Dialog hin. Analysten sehen darin einen Hoffnungsschimmer für die globalen Lieferketten und das Vertrauen in die Weltwirtschaft.
Besonders stark legten die Börsen in Tokio, Seoul und Hongkong zu. Vor allem Aktien exportorientierter Unternehmen profitierten von der Aussicht auf sinkende Handelsbarrieren und stabilere wirtschaftliche Rahmenbedingungen im asiatisch-pazifischen Raum.
Goldpreis fällt nach Rekordhoch
Der Goldpreis hat erstmals die Marke von 3.500 US-Dollar pro Unze überschritten, ist jedoch kurz darauf wieder deutlich gefallen. Anlegerinnen und Anleger nutzten das Rekordniveau, um Gewinne mitzunehmen, ein übliches Verhalten nach starken Kursanstiegen. Der Preisrückgang um bis zu 1,5 Prozent erfolgte nach einer fast zehnprozentigen Rally allein im April.
Hintergrund des Goldbooms war die wachsende Verunsicherung an den Finanzmärkten: Diskussionen um mögliche Zinssenkungen in den USA und geopolitische Spannungen führten dazu, dass viele Investoren ihr Geld aus Aktien und Anleihen abzogen und stattdessen in Gold investierten.
Auch Zentralbanken stockten ihre Goldreserven auf, um sich unabhängiger vom US-Dollar zu machen. Expertinnen und Experten sehen den aktuellen Rücksetzer als natürliche Korrektur in einem überhitzten Markt.
US-chinesischer Handelsstreit verändert globalen LPG-Markt
Der Handelskonflikt zwischen den USA und China hat weitreichende Folgen für den weltweiten Handel mit Flüssiggas (LPG). China hat begonnen, US-Lieferungen durch Importe aus dem Nahen Osten zu ersetzen, während amerikanisches LPG verstärkt nach Europa und andere asiatische Märkte umgeleitet wird. Diese Umstellung belastet die Preise und die Nachfrage für Nebenprodukte des US-Schiefergases und erschwert das Geschäft für US-Produzenten sowie chinesische Chemiekonzerne, die bislang stark auf US-LPG setzten.
Gleichzeitig profitieren Länder wie Japan und Indien von sinkenden Preisen und übernehmen zunehmend überschüssige US-Lieferungen. Analysten gehen davon aus, dass Chinas LPG-
Nachfrage im zweiten Halbjahr 2025 deutlich sinken und alternative Stoffe wie Naphtha an Bedeutung gewinnen werden.







