China kauft Gold und Öl
China hat im Mai die Importquoten für Gold erhöht und erlaubt großen Banken, Devisen zur Bezahlung zu erwerben – ein Schritt, der mit einem Goldpreis auf Rekordhöhe von 3.500 US-Dollar pro Unze und steigender Inlandsnachfrage zusammenfällt. Gleichzeitig meldet das Land für April Rohölimporte von 11.7 Millionen Barrel pro Tag. Das sind 7.5 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Anstieg beruht jedoch nicht auf wachsendem Verbrauch, sondern auf Lageraufbau durch günstige Importe aus Russland und Iran.
Während der verstärkte Goldimport vor allem dazu dient, die Aufwertung des Yuan zu bremsen – was Chinas Exporte schützen soll – ist der Ölimportanstieg ein strategischer Zug: Pekings Raffinerien sichern sich vergünstigte Lieferungen, bevor neue Sanktionen greifen. Beide Maßnahmen sind Teil eines umfassenderen wirtschaftspolitischen Kurses, mit dem China auf die Belastungen des Handelskonflikts mit den USA reagiert.
China stoppt Exportverbote gegen USA
China hat Exportbeschränkungen für sogenannte Dual-Use-Güter an 28 US-Firmen für 90 Tage ausgesetzt und zugleich ein Investitionsverbot gegen 17 US-Unternehmen pausiert. Kurz darauf vervierfachten sich die Containerbuchungen von China in die USA nahezu, von rund 5700 auf über 21 500 Einheiten innerhalb einer Woche.
Die Maßnahmen sind Teil eines befristeten Zoll-Waffenstillstands zwischen beiden Staaten, bei dem China und die USA ihre jeweiligen Strafzölle deutlich senken. Dual-Use-Güter sind Produkte, die sowohl zivil als auch militärisch einsetzbar sind, etwa bestimmte Seltene Erden. Der Exportstopp galt als scharfe Reaktion auf US-Zölle – nun scheint Peking wieder auf Deeskalation zu setzen.
Starbucks prüft Teilverkauf seines China-Geschäfts
Starbucks hat den Prozess gestartet, strategische Optionen für sein China-Geschäft auszuloten, darunter auch einen möglichen Teilverkauf. Laut Insiderkreisen hat das Unternehmen Investmentfirmen und Tech-Konzerne kontaktiert, um Interesse und Ideen einzuholen. Der Wert des Geschäfts könnte mehrere Milliarden Dollar betragen. In China betreibt Starbucks fast 8000 Filialen und erwirtschaftete im letzten Quartal rund 740 Millionen Dollar Umsatz.
Der Schritt kommt nicht zufällig: In China gerät Starbucks zunehmend unter Druck durch heimische Konkurrenten wie Luckin Coffee, das im gleichen Zeitraum 1.2 Milliarden Dollar Umsatz erzielte. Zwar betont CEO Brian Niccol die langfristige Bedeutung des Marktes, doch Kooperationen oder ein teilweiser Rückzug sollen helfen, flexibler auf wirtschaftliche Unsicherheiten und lokale Konsumtrends zu reagieren. Auch andere US-Marken wie McDonald’s gingen bereits ähnliche Wege.
Aramco-Gewinn schrumpft
Der saudische Staatskonzern und größte Erdöl-Produzent der Welt, Saudi-Aramco, hat im ersten Quartal 2025 einen Nettogewinn von 26 Milliarden US-Dollar gemeldet – ein Rückgang von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch der Free Cashflow sank von 22.8 auf 19.2 Milliarden Dollar. Hauptgrund sind fallende Ölpreise bei gleichzeitig gedrosselter Produktion. Analystenerwartungen wurden dennoch leicht übertroffen, was die Börse kurzfristig beruhigte.
Die Zahlen spiegeln den wachsenden Druck auf die saudischen Staatsfinanzen wider: Aramco kürzte seine gewinnabhängige Dividende von über zehn Milliarden auf nur noch 200 Millionen Dollar, ein Einbruch von 98 Prozent. Da Aramco mehrheitlich dem saudischen Staat gehört, fehlen diesem nun wichtige Einnahmen zur Finanzierung seiner milliardenschweren Vision-2030-Projekte wie etwa der Zukunftsstadt Neom. Der Konzern selbst will damit Liquidität sichern, doch für Saudi-Arabien bedeutet das: mehr Schulden, mögliche Sparmaßnahmen und wachsender Druck, alternative Geldquellen zu erschließen.
Bitcoin-Miner Bitfarms schreibt Verlust
Bitfarms hat im ersten Quartal 2025 einen Umsatz von 67 Millionen US-Dollar erzielt, bei gleichzeitig rückläufigen Einnahmen im Jahresvergleich und einem Nettoverlust. Um das Geschäft zu stabilisieren, sicherte sich das Bitcoin-Mining-Unternehmen eine private Finanzierung über 300 Millionen Dollar und kündigte eine strategische Neuausrichtung an. Mit Fokus auf Hochleistungsrechner (HPC) und US-Expansion.
Hintergrund: Die wachsende Mining-Konkurrenz im Bitcoin-Netzwerk infolge deutlicher Preisanstiege belastet klassische Miner wie Bitfarms zunehmend. Mit dem Einstieg in das Geschäft mit Supercomputern für KI und Cloud-Anwendungen versucht das Unternehmen, unabhängiger vom volatilen Kryptomarkt zu werden. Die frische Finanzierung soll helfen, Standorte in den USA auszubauen und neue Wachstumsmärkte zu erschließen.






