China-Newsflash: Apple sucht KI-Partner, Alibaba macht Milliarden-Verlust, Kupfer sehr gefragt
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China-Newsflash: Apple sucht KI-Partner, Alibaba macht Milliarden-Verlust, Kupfer sehr gefragt

China war in den letzten Jahrzehnten der Wachstumsmarkt schlechthin und verbindet industrielle Stärke mit technologischer Innovation. Im Newsflash berichten wir die spannendsten Neuigkeiten.

Apple prüft KI-Kooperation mit Tencent

Apple befindet sich in Gesprächen mit Tencent, um dessen KI-Modelle in iPhones zu integrieren, die in China verkauft werden. Dieser Schritt zielt darauf ab, Apples Wettbewerbsfähigkeit im weltweit größten Smartphone-Markt zu stärken, da KI-Funktionen wie ChatGPT, die im Westen auf Apples Geräten laufen, im Reich der Mitte nicht verfügbar sind. Chinas strenge Regulierung verlangt die Nutzung lokal genehmigter KI-Modelle, was Apple zur Kooperation mit Unternehmen wie Tencent zwingt. Während OpenAI für andere Märkte eine Rolle spielt, könnten Modelle wie Tencents Hunyuan oder ByteDances Doubao Apples Marktanteil in China stabilisieren. Gespräche mit Baidu verliefen bislang erfolglos, was die Dringlichkeit einer Einigung mit Tencent erhöht.

Ji Yue kämpft mit Absatzkrise und Finanzproblemen

Der Internet-Konzern Baidu will seinem kriselnden Joint Venture Ji Yue Auto, an dem auch der Elektroauto-Bauer Geely beteiligt ist, finanziell vorerst nicht aus der Patsche helfen. Medienberichten zufolge sollen Ji Yue bis zu sechs Milliarden Yuan fehlen (gut 800 Millionen US-Dollar), Baidu aber will seine Investitionen erstmal aussetze. Als Startkapital hatte Ji Yue rund acht Milliarden Dollar und zu Beginn rund 3000 Mitarbeiter. Von Januar bis November 2024 konnte die Marke nur knapp 14 000 Fahrzeuge verkaufen – weit hinter den Erwartungen. Wegen finanzieller Engpässe müssen Projekte und Abteilungen gestrichen werden, die neuen Ji Yue-Modelle kommen bei den Kunden nicht gut an. Das Joint Venture dementiert Insolvenz-Gerüchte, konnte zuletzt aber Gehälter nicht auszahlen.

Alibaba verkauft Intime-Kaufhäuser mit Milliardenverlust

Die Alibaba Group trennt sich von ihrer Kaufhauskette Intime und verkauft sie für 7.4 Milliarden Yuan (etwa eine Milliarde US-Dollar) an ein Investoren-Konsortium. Der Verkauf bringt einen Verlust von 9.3 Milliarden Yuan mit sich und steht unter Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen. Die Entscheidung ist Teil von Alibabas Umstrukturierung, mit der sich der Konzern auf E-Commerce und Cloud-Computing konzentrieren möchte. Die Kaufhauskette Intime, ursprünglich als Teil der New Retail-Strategie erworben, konnte die Erwartungen nicht erfüllen. Während der chinesische Einzelhandel schwächelt, verstärken Wettbewerber wie JD.com und PDD Holdings den Druck. Alibabas Fokus auf digitale Kerngeschäfte soll langfristig Wachstum sichern.

Indiens Goldimporte steigen rekordverdächtig

Indiens Goldimporte haben im November mit fast 15 Milliarden US-Dollar ein Rekordhoch erreicht. Das bedeutet einen Anstieg um 331 Prozent im Vergleich zu den gut drei Milliarden Dollar im Vorjahr. Grund dafür sind vor allem die hohe Nachfrage durch Festivals und Hochzeiten. Kumuliert stiegen die Goldimporte im laufenden Finanzjahr bis November um 49 Prozent auf 49 Milliarden US-Dollar. Der starke Anstieg spiegelt sowohl Investorenvertrauen in Gold als sicheren Hafen als auch Diversifikation aufgrund globaler Unsicherheiten wider. Die Rekordimporte trugen zu einem Handelsdefizit von fast 38 Milliarden US-Dollar im November bei und belasteten die Leistungsbilanz des Landes.

Ölpreise fallen: Schwacher Einzelhandel in China belastet

Anfang der Woche haben die Ölpreise deutlich nachgegeben, belastet durch unerwartet schwache Einzelhandelsumsätze in China, dem weltweit größten Rohöl-Importeur. Trotz leicht gestiegener Industrieproduktion in China enttäuschte der Einzelhandelssektor, was den Druck auf Peking erhöht, die fragile Wirtschaft mit neuen Stimuli zu stützen. Analysten verweisen auf fehlende Konsumimpulse als zentrale Herausforderung für Chinas Wachstum. Zusätzlich übten Gewinnmitnahmen der Händler und Unsicherheiten vor der US-Zinsentscheidung diese Woche weiteren Druck auf den Energiemarkt aus. Sorgen über mögliche neue US-Sanktionen gegen Russland und Iran unterstützten die Nachfrage allerdings.

Chinas Kupfer-Importe auf Rekordniveau

Trotz anhaltender Sorgen um die heimische Industrie hat China im November 528 000 Tonnen Kupfer importiert – so viel wie in keinem anderen Monat des aktuellen Jahres. Das entspricht einem Anstieg von gut vier Prozent gegenüber Oktober und stellt den höchsten Wert seit November 2023 dar, als knapp über 550 000 Tonnen erreicht wurden. Als weltweit größter Kupferimporteur dominiert China den Markt, während das Land gleichzeitig bedeutende Mengen exportiert. Im Jahr 2024 beliefen sich die Kupferimporte auf gut fünf Millionen Tonnen, ein Plus von fast zwei Prozent im Jahresvergleich, während die chinesischen Kupfer-Exporte zuletzt deutlich anstiegen und Anleger besorgten. Nach Jahren schwacher Importe könnte aber zumindest die chinesische Kupfer-Nachfrage nach dem Rekordwert im November wieder anziehen.

Das war’s schon mit dem Krypto-Newsflash. Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Woche!

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