China News: China überholt USA in Deutschland, JPMorgan warnt vor Auto-Kollaps
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China News: China überholt USA in Deutschland, JPMorgan warnt vor Auto-Kollaps

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Carlo Schmid

China löst USA als wichtigsten Handelspartner Deutschlands ab

China hat die USA als wichtigsten Handelspartner Deutschlands überholt. Zwischen Januar und August 2025 betrug das Handelsvolumen mit China 163.4 Milliarden Euro, während es mit den USA bei 162.8 Milliarden Euro lag. Der Rückgang deutscher Exporte in die Vereinigten Staaten um 7.4 Prozent wird vor allem auf die hohen Zölle der US-Regierung unter Präsident Donald Trump zurückgeführt. Gleichzeitig stieg der Import chinesischer Waren nach Deutschland deutlich an, insbesondere bei Maschinen, Batterien und chemischen Produkten.

Ökonomen sehen diese Entwicklung mit Sorge. Sie warnen vor einer wachsenden Abhängigkeit von chinesischen Importen, die teils zu Dumpingpreisen auf den europäischen Markt gelangen. Der Außenhandelsverband BGA fordert, statt auf neue Zölle oder Handelsbarrieren zu setzen, stärker in Innovation und Diversifizierung zu investieren. Protektionismus sei, so BGA-Präsident Dirk Jandura, „kein Konzept für die Zukunft“, da er die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft langfristig schwäche.

Yuan stark: Chinesische Firmen stoßen Dollar ab

Chinesische Unternehmen haben im September so viele US-Dollar verkauft wie seit fast fünf Jahren nicht mehr. Laut offiziellen Daten veräußerten Banken im Auftrag ihrer Kunden, vorwiegend Exporteure und Investoren, Devisen im Wert von 51.8 Milliarden US-Dollar. Der Grund ist der wachsende Optimismus gegenüber dem Yuan, der zuletzt auf den höchsten Stand seit November gestiegen ist. Viele Firmen rechnen mit einer weiteren Aufwertung der chinesischen Währung und wandeln daher ihre Auslandseinnahmen in Yuan um.

Der Trend zeigt, dass Chinas Wirtschaft wieder stärker von Kapitalzuflüssen profitiert. Ein stärkerer Yuan kann die Importkosten senken, macht aber chinesische Waren im Ausland teurer. Die chinesische Zentralbank (PBOC) hat zuletzt den Referenzkurs auf das höchste Niveau seit einem Jahr angehoben – ein Signal, dass sie eine stabile bis stärkere Währung unterstützt. Sollte sich die Yuan-Rally fortsetzen, könnten laut Analysten noch hunderte Milliarden Dollar in die Heimatwährung fließen.

JPMorgan warnt vor Auto-Kollaps ohne Subventionen

 Der US-Bankenriese JPMorgan hat gewarnt, dass der chinesische Automarkt 2026 erstmals seit sechs Jahren schrumpfen könnte, falls Peking seine staatlichen Zuschüsse und Steuervergünstigungen für Autokäufer beendet. Laut Nick Lai, dem Leiter der Autoanalyse für Asien-Pazifik, könnten die Verkaufszahlen im besten Fall stagnieren, im ungünstigeren Szenario aber um bis zu fünf Prozent sinken. Besonders betroffen wäre der Markt für Elektrofahrzeuge und Marken wie BYD, dessen Wachstum laut Prognose von derzeit 27 Prozent auf rund 15 Prozent fallen dürfte.

Die Analysten haben betont, dass die Subventionen bisher viele Käufe lediglich vorgezogen hätten, also Kunden bereits früher zugeschlagen haben, statt später. Diese sogenannten Nachfrage-Verschiebungen können Märkte kurzfristig stützen, aber langfristig zu Einbrüchen führen, sobald die Förderung endet. China hatte den Markt in den vergangenen Jahren mit großzügigen Anreizen angekurbelt, um den Umstieg auf Elektroautos zu beschleunigen. Sollte die Regierung diese Unterstützung streichen, könnte das die gesamte Branche unter Druck setzen.

Baidu bringt Robotaxis in die Schweiz

Der chinesische Technologiekonzern Baidu startet seinen autonomen Fahrdienst Apollo Go in der Schweiz. Gemeinsam mit dem Schweizer Nahverkehrsunternehmen PostAuto soll bereits im Dezember 2025 eine Testflotte in der Ostschweiz an den Start gehen. Der reguläre Betrieb ist spätestens für das erste Quartal 2027 geplant und soll sich auf die Kantone St. Gallen, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden erstrecken. Die Fahrzeuge fahren vollständig fahrerlos und bieten Platz für bis zu vier Personen.

Baidu hat damit seine Europa-Expansion offiziell gestartet. Nach Kooperationen mit Lyft und Uber sollen künftig Tausende autonome Fahrzeuge in ganz Europa unterwegs sein. Für Baidu ist der Schritt Teil einer strategischen Neuausrichtung: Der Konzern setzt zunehmend auf Künstliche Intelligenz (KI) und autonomes Fahren, um sinkende Werbeeinnahmen im klassischen Suchmaschinengeschäft auszugleichen. Apollo Go fährt schon heute in 16 Städten weltweit, darunter Dubai, Abu Dhabi und Hongkong.

Ölpreis steigt nach US-Sanktionen gegen Russland

Der Ölpreis ist deutlich gestiegen, nachdem die US-Regierung neue Sanktionen gegen die russischen Energieriesen Rosneft und Lukoil verhängt hat. Präsident Donald Trump will damit Druck auf den Kreml ausüben, um Fortschritte bei Friedensverhandlungen im Ukraine-Krieg zu erzwingen. Das US-Finanzministerium begründete die Strafmaßnahmen mit Russlands mangelnder Bereitschaft zu einer Waffenruhe. Brent-Öl kletterte um fast vier Prozent auf rund 65 Dollar pro Barrel, während West Texas Intermediate auf etwa 61 Dollar zulegte.

Die Entscheidung hat die Energie- und Finanzmärkte aufhorchen lassen. Experten sehen darin eine deutliche Kursänderung der US-Politik, da Trump noch vor wenigen Tagen Gespräche mit Wladimir Putin angekündigt hatte. Die Sanktionen könnten den weltweiten Ölhandel verändern, da Länder wie Indien, bisher wichtige Abnehmer russischen Rohöls, ihre Importe nun stark einschränken müssen. Analysten warnen, dass die neuen Maßnahmen langfristig die globalen Energiepreise anheizen und geopolitische Spannungen verschärfen könnten.

Das war es schon wieder mit unserem China/Rohstoffe-Newsflash für diese Woche. Die nächste Ausgabe kommt nächste Woche Donnerstag. Wir wünschen eine gute restliche Handelswoche.

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Carlo Schmid

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