Das Wichtigste in Kürze:
- AST SpaceMobile Umsatz: 14.7 Millionen US-Dollar, 23.51 Millionen US-Dollar unter Konsens.
- EPS von -0.66 US-Dollar verfehlte Erwartungen um 0.43 US-Dollar.
- Free Cash Flow fiel auf -309.7 Millionen US-Dollar.
- Jahresprognose bleibt bei 150 bis 200 Millionen US-Dollar.
AST SpaceMobile erstes Quartal 2026: Umsatzsprung reicht nicht für Konsens
AST SpaceMobile hat im ersten Quartal 2026 die Markterwartungen klar verfehlt, obwohl der Umsatz auf 14.7 Millionen US-Dollar stieg. Analysten hatten 38.24 Millionen US-Dollar erwartet; damit lag AST SpaceMobile um 23.51 Millionen US-Dollar unter dem Konsens. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das dennoch einem Plus von 1952.2 Prozent, was den Übergang von Forschung und Entwicklung zu ersten Kommerzialisierungs- und Netzwerkaktivitäten zeigt.
Deutlich schwächer fiel die Ergebnisentwicklung aus: Das EPS lag bei -0.66 US-Dollar nach erwarteten -0.23 US-Dollar und verfehlte die Schätzung um 0.43 US-Dollar. Im Jahresvergleich verschlechterte sich das EPS um 230 Prozent. Der Nettoverlust betrug -191 Millionen US-Dollar, vor nicht beherrschenden Anteilen lag der Verlust bei -249.6 Millionen US-Dollar; davon entfielen -58.6 Millionen US-Dollar auf nicht beherrschende Anteile.
AST SpaceMobile: Produkte treiben Umsatz, Services bleiben klein
Der wichtigste Umsatztreiber bei AST SpaceMobile waren im ersten Quartal 2026 die Produkterlöse. Sie erreichten 13.4 Millionen US-Dollar, lagen aber deutlich unter den erwarteten 34.79 Millionen US-Dollar. Im Jahresvergleich stiegen die Produkterlöse um 3474.9 Prozent, unter anderem unterstützt durch 7.9 Millionen US-Dollar an produktbezogenen Umsätzen mit nahestehenden Parteien. Die Dienstleistungserlöse beliefen sich auf 1.3 Millionen US-Dollar nach erwarteten 3.45 Millionen US-Dollar und wuchsen um 287.5 Prozent.
Operativ bleibt der Aufbau kapitalintensiv: Die Umsatzkosten lagen bei 11.6 Millionen US-Dollar, die bereinigten Umsatzkosten bei 11.4 Millionen US-Dollar. Technisch meldete AST SpaceMobile 98.9 Mbps Spitzendatenrate mit einem Block-eins-BlueBird-Satelliten. Zudem sollen BlueBird acht, neun und zehn Mitte Juni starten; BlueBird elf bis 33 befinden sich in fortgeschrittener Produktion und Montage.
Analyse für AST SpaceMobile
Für Anleger bleibt AST SpaceMobile eine frühe Infrastrukturwette mit hoher operativer Hebelwirkung, aber erheblichem Finanzierungsbedarf. Der Free Cash Flow lag bei -309.7 Millionen US-Dollar und verschlechterte sich um 107.8 Prozent. Der Operating Cash Flow betrug -48.1 Millionen US-Dollar, ein Rückgang um 68.4 Prozent. Die Bruttomarge von 20.9 Prozent zeigt erste Skalierung, während die operative Marge von -1014 Prozent die hohen Vorleistungen sichtbar macht.
Die gesamten operativen Kosten beliefen sich auf 164.1 Millionen US-Dollar. Darin enthalten waren 84.1 Millionen US-Dollar Engineering-Service-Kosten, 43.7 Millionen US-Dollar Verwaltungsaufwand, 7.1 Millionen US-Dollar Forschung und Entwicklung sowie 17.6 Millionen US-Dollar Abschreibungen. Bereinigt lagen die operativen Kosten bei 91.2 Millionen US-Dollar, darunter 44.9 Millionen US-Dollar bereinigte Engineering-Kosten und 27.8 Millionen US-Dollar bereinigte Verwaltungskosten. Die aktienbasierte Vergütung betrug 55.4 Millionen US-Dollar.
Ausblick und Prognose
AST SpaceMobile bestätigte die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2026 von 150 Millionen bis 200 Millionen US-Dollar, gab jedoch keinen Ausblick für das nächste Quartal. Für den Markt ist das ein zweischneidiges Signal: Die langfristige Kommerzialisierung bleibt intakt, doch die Visibilität für den kurzfristigen Umsatzhochlauf ist begrenzt.
Bilanzseitig verfügt AST SpaceMobile über 3.5 Milliarden US-Dollar an Barmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten und eingeschränkten Barmitteln; die liquiden Mittel allein lagen bei drei Milliarden US-Dollar. Die Bilanzsumme betrug 6.1 Milliarden US-Dollar, bei 3.4 Milliarden US-Dollar Verbindlichkeiten und 2.7 Milliarden US-Dollar Eigenkapital. Forderungen lagen bei 27.5 Millionen US-Dollar, Vorräte bei 16.8 Millionen US-Dollar, Sachanlagen netto bei 1.6 Milliarden US-Dollar und immaterielle Vermögenswerte netto bei 267.7 Millionen US-Dollar. Investitionen in Sachanlagen belasteten mit -261.6 Millionen US-Dollar; der Investitions-Cashflow lag bei -379.3 Millionen US-Dollar, während Finanzierungsaktivitäten 1.1 Milliarden US-Dollar einbrachten.
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