96 Prozent Gewinn-Einbruch: Deshalb macht Porsche Milliarden-Minus
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96 Prozent Gewinn-Einbruch: Deshalb macht Porsche Milliarden-Minus

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Arcan Askin

Die wichtigsten Punkte

Porsche stürzt in die schwerste Krise der Firmengeschichte mit einem operativen Verlust von 966 Millionen Euro im dritten Quartal 2025. Das Ergebnis nach Steuern brach in neun Monaten um 96 Prozent auf nur 114 Millionen Euro ein. Hauptgrund ist der kostspielige Strategiewechsel zurück zu Verbrennern mit Sonderaufwendungen von 3.1 Milliarden Euro. Trumps Zölle belasten mit 700 Millionen Euro, während Chinas Luxusmarkt "komplett eingebrochen" ist. CEO Oliver Blume verlässt Porsche Ende 2025, Nachfolger Michael Leiters erbt "eine der größten Krisen im europäischen Automobilsektor". Trotz robustem Cashflow von 1.34 Milliarden Euro wird die Dividende "signifikant" gekürzt. CFO Jochen Breckner sieht 2025 als "Tiefpunkt" vor der Erholung 2026.

Verbrenner-Comeback kostet Porsche Milliarden

Porsches dramatischer Strategiewechsel zurück zu Verbrennungsmotoren entpuppt sich als Milliarden-Desaster. Die Streichung ambitionierter Elektroziele, der Stopp der geplanten Batteriefertigung und die Verschiebung neuer E-Modelle kosten das Unternehmen 3.1 Milliarden Euro an Sonderaufwendungen. "Wir nehmen bewusst vorübergehend schwächere Finanzkennzahlen in Kauf, um langfristig Porsches Resilienz und Profitabilität zu stärken", rechtfertigt CFO Jochen Breckner die teure Kehrtwende.

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Die operative Umsatzrendite kollabierte von 14.1 auf 0.2 Prozent. Diese Notoperation zeigt, wie falsch Porsche die Elektro-Zukunft eingeschätzt hatte. Angesichts der "Marktrealitäten und Kundenbedürfnisse" setzt Porsche nun auf Verbrenner bis weit ins nächste Jahrzehnt.

 

China-Kollaps vernichtet ein Viertel des Geschäfts

Chinas Luxusmarkt-Einbruch trifft Porsche mit voller Wucht und vernichtet ein Viertel des gesamten Geschäftsvolumens. In der Volksrepublik verkaufte Porsche nur noch 32 200 Fahrzeuge, ein dramatischer Rückgang um 26 Prozent. 2022 waren es noch über 68 000 Einheiten. "In China ist der Luxusmarkt komplett eingebrochen", erklärt CEO Oliver Blume die katastrophale Entwicklung. Ein Viertel des vorherigen Porsche-Gesamtvolumens sei allein dadurch verschwunden. Diese Abhängigkeit von einem einzigen Markt rächt sich nun bitter. CFO Breckner warnt, dass sich die Verkaufsrückgänge auch 2026 fortsetzen werden, da sich die Marktbedingungen "auf absehbare Zeit nicht verbessern". Porsche zahlte den Preis für die Überheblichkeit, China als selbstverständlichen Wachstumsmarkt zu betrachten.

 

Trumps Zoll-Hammer trifft Porsche mit 700 Millionen

Donald Trumps Handelskrieg wird zur existenziellen Bedrohung für Porsche mit einer Belastung von 700 Millionen Euro allein in diesem Jahr. Ab 1. August gelten 15 Prozent US-Einfuhrzölle, die Porsche direkt an die Kunden weitergibt. "Wir werden die Zollkosten an die Verbraucher weitergeben", kündigte CFO Breckner weitere Preiserhöhungen in den USA an. Diese Zoll-Belastung kommt zur ungünstigsten Zeit, da Porsche bereits durch den China-Kollaps und die Elektro-Kehrtwende geschwächt ist. Die operative Verluste von 966 Millionen Euro im dritten Quartal zeigen, wie Trumps Protektionismus deutsche Premiumhersteller in die Knie zwingt. Porsche wird zur Geisel geopolitischer Spannungen und zahlt den Preis für die globale Produktionsstrategie.

 

Blume flieht vor dem Porsche-Desaster

Oliver Blume verlässt Porsche Ende 2025 und überlässt seinem Nachfolger Michael Leiters die größte Krise der Firmengeschichte. Der ehemalige McLaren-CEO erbt "eine der größten Krisen im europäischen Automobilsektor" und muss Porsche aus dem Milliarden-Minus führen. Blume, der gleichzeitig VW-Chef ist, steht unter enormem Erfolgsdruck und konzentriert sich nun auf den Mutterkonzern. Seine Doppelrolle wurde von Investoren lange kritisiert. Leiters übernimmt ein Unternehmen mit 96 Prozent Gewinn-Einbruch, dramatischen Verkaufsrückgängen und einer unsicheren Zukunft. Der Führungswechsel mitten in der Krise zeigt das Ausmaß der Porsche-Katastrophe. Blume hinterlässt ein brennendes Haus und rettet sich zu VW.

 

Sparpaket und Stellenabbau als letzte Rettung

Porsche greift zu drastischen Sparmaßnahmen und plant ein "Zukunftspaket" mit weitreichenden Kürzungen. Bereits 1900 Stellen sollen in den kommenden Jahren gestrichen werden, zusätzlich zu 2000 entlassenen Zeitarbeitern. Ein zweites Sparpaket bis Jahresende zielt auf "Gehaltsniveaus und zusätzliche Vergünstigungen" statt weitere Entlassungen. "Wir müssen davon ausgehen, dass sich die Rahmenbedingungen auf absehbare Zeit nicht verbessern", warnt CFO Breckner vor harten Einschnitten. Die Dividende wird "signifikant" unter dem Vorjahresniveau von 2.31 Euro je Vorzugsaktie liegen. Porsche kämpft ums Überleben und muss alle Reserven mobilisieren. Die einstige Gewinnmaschine des VW-Konzerns ist zur Belastung geworden.

 

Hoffnung auf Trendwende 2026

Trotz der dramatischen Lage sieht CFO Breckner Licht am Ende des Tunnels und erwartet 2026 eine spürbare Verbesserung. "Wir erwarten, dass wir den Tiefpunkt in diesem Jahr durchschreiten und Porsche sich ab 2026 spürbar verbessert", verspricht er den geschockten Investoren. Die Gewinnmarge soll 2026 auf einen "hohen einstelligen Prozentbereich" zurückkehren, verglichen mit bestenfalls zwei Prozent in diesem Jahr. Der robuste Netto-Cashflow von 1.34 Milliarden Euro zeigt die operative Stärke trotz aller Probleme. Porsche verfügt über "eine loyale Kundenbasis" und "eine der ikonischsten Marken der Welt". Ob diese optimistischen Prognosen realistisch sind, bleibt abzuwarten. Porsche braucht mehr als Hoffnung, um aus der schwersten Krise der Firmengeschichte herauszufinden.

 

FAQ

Wie viel verdient Oliver Blume im Monat?

Oliver Blume verdiente 2024 als VW-CEO knapp 10.35 Millionen Euro einschließlich Altersvorsorge und variabler Vergütung. Das entspricht etwa 862 500 Euro pro Monat. Als einer der bestbezahlten DAX-Chefs erhielt er 2023 sogar 28 279 Euro am Tag. Seine Vergütung setzt sich aus Grundgehalt, variabler Vergütung und langfristigen Anreizprogrammen zusammen. Bei Porsche erhielt Blume bis Ende 2022 keine separate Vergütung, da er seine Bezüge ausschließlich von Volkswagen AG bezog.

Wie reich ist Oliver Blume?

Das genaue Vermögen von Oliver Blume ist nicht öffentlich bekannt, aber bei jahrelangen Millionen-Gehältern ist von erheblichem Reichtum auszugehen. Als langjähriger Top-Manager bei Porsche und VW mit Spitzengehältern dürfte sein Vermögen im zweistelligen Millionenbereich liegen. Blume ist 1.95 Meter groß, verheiratet, hat Töchter und gibt wenig über sein Privatleben preis. Er spielt gern Tennis, fährt Rad und joggt. Über konkrete Investments oder Immobilienbesitz ist nichts bekannt.

Wer wird Nachfolger von Oliver Blume?

Michael Leiters, ehemaliger CEO von McLaren Automotive, wird Anfang 2026 neuer Porsche-Chef. Der 55-jährige Deutsche war zuvor bei Ferrari tätig und gilt als Experte für Luxus-Sportwagen. Leiters erbt "eine der größten Krisen im europäischen Automobilsektor" mit 96 Prozent Gewinn-Einbruch und massiven Strukturproblemen. Seine Ernennung kam überraschend, da er kaum jemand auf dem Zettel hatte. Leiters muss Porsche aus dem Milliarden-Minus führen und die Marke wieder profitabel machen.

Hat Oliver Blume Kinder?

Ja, Oliver Blume ist verheiratet und hat Töchter. In einem Interview erwähnte er scherzhaft, dass er "in der Familie nicht so viel zu sagen" habe und seine Töchter "nicht auf Autos stehen". Blume hält sein Privatleben weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus. Der 1968 in Braunschweig geborene Manager lebt mit seiner Familie und engagiert sich sportlich durch Tennis, Radfahren und Joggen. Über die genaue Anzahl seiner Kinder oder weitere Familiendetails gibt er keine Auskunft.

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Arcan Askin

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