US-Newsflash: Trump-Berater als Fed-Chef, Meta steigt bei Ray-Ban-Mutter ein und holt KI-Personal von Apple
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US-Newsflash: Trump-Berater als Fed-Chef, Meta steigt bei Ray-Ban-Mutter ein und holt KI-Personal von Apple

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Carlo Schmid

Trump verhängt 50-Prozent-Zölle gegen Kupfer

US-Präsident Trump hat am Dienstag angekündigt, dass auf Kupferimporte in die Vereinigten Staaten künftig ein Strafzoll von 50 Prozent erhoben wird. Gleichzeitig drohte er, Pharmazeutika bald mit bis zu 200 Prozent zu belegen. Die Maßnahmen richten sich unter anderem gegen europäische Staaten, die in Kürze eigene Zollbescheide erwarten sollen. Der Starttermin für die Kupferzölle soll laut Handelsminister Lutnick noch im Juli liegen.

Obwohl die Maßnahmen drastisch klingen, reagieren die Finanzmärkte gelassen. Investoren werten Trumps Ankündigungen als Drohkulisse, getreu dem TACO-Muster. TACO steht für Trump Always Chickens Out (dt. Trump knickt immer ein), weil der US-Präsident oft harte Maßnahmen ankündigt, diese aber später abschwächt oder zurückzieht. Analysten gehen davon aus, dass sich viele der angedrohten Zölle in Verhandlungen aufweichen könnten. Die Börsen in Asien und Europa blieben weitgehend stabil, was auf die Erfahrung mit Trumps unberechenbarem, aber oft folgenlosem Handelskurs zurückgeführt wird.

Trump-Vertrauter Hassett soll neuer Fed-Chef werden

Kevin Hassett, Berater im Weißen Haus, gilt laut einem Bericht des Wall Street Journal als aussichtsreicher Kandidat für den Vorsitz der US-Notenbank Federal Reserve (Fed). Er habe sich im Juni mindestens zweimal mit Donald Trump über die Nachfolge des derzeitigen Fed-Chefs Jerome Powell ausgetauscht. Powell scheidet im Mai 2026 aus dem Amt. Neben Hassett stehen offenbar noch drei weitere Personen zur Auswahl. Darunter auch der ehemalige Fed-Gouverneur Kevin Warsh.

Donald Trump kritisiert Powell seit Langem, weil dieser die Leitzinsen nicht schneller senken will. Der Präsident deutet nun eine baldige Entscheidung über einen Nachfolger an. Die US-Notenbank steuert über den Leitzins unter anderem Inflation und Konjunktur und hat dadurch einen großen Einfluss auf die amerikanische Wirtschaft. Entsprechend politisch aufgeladen ist die Personalie. Hassett war bereits Chefökonom des Weißen Hauses und zählt zu Trumps engstem wirtschaftspolitischen Kreis.

Smarte KI-Brillen: Meta steigt bei Ray-Ban-Mutter ein

Meta hat laut einem Bericht von Bloomberg rund drei Prozent der Anteile am Brillenriesen EssilorLuxottica erworben, dem Mutterkonzern von Ray-Ban und Oakley. Die Beteiligung hat einen geschätzten Wert von 3.5 Milliarden US-Dollar. Bereits seit 2019 arbeiten Meta und EssilorLuxottica an KI-fähigen Brillen zusammen, die unter anderem Fotos und Videos machen, Musik abspielen und Live-Übersetzungen liefern können. Mit dem Investment will Meta laut eigenen Aussagen seine Ambitionen im Bereich tragbarer KI-Technologie weiter ausbauen. Die sogenannten Smart Glasses sollen künftig noch stärker mit Meta AI verknüpft werden und Funktionen bieten, die weit über klassische Wearables hinausgehen.

Aktuell erhältlich sind die Ray-Ban Meta Smart Glasses mit integrierter Kamera, Lautsprechern und Meta-AI-Funktionen sowie das Modell Oakley Meta HSTN mit 3K-Video und längerer Akkulaufzeit. EssilorLuxottica führt über 150 Brillen- und Linsenmarken im Sortiment. Darunter bekannte Eigenmarken wie Ray‑Ban, Oakley, Persol, Oliver Peoples und Vogue sowie lizenzierte Marken wie Chanel, Prada oder Michael Kors. Mit etwa 20 bis 30 Prozent Marktanteil hält das Unternehmen die weltweit führende Position in der Augenoptikbranche.

Apple verliert Führungsperson für Video-KI an Meta

Apple hat laut einem Bloomberg-Bericht einen zentralen KI-Manager an Meta verloren: Bashir Suleman, verantwortlich für die Entwicklung von Video-KI, wechselte jüngst zum Silicon-Valley-Rivalen. Der Abgang trifft Apple zu einem heiklen Zeitpunkt, da sich das Unternehmen im Rennen um generative künstliche Intelligenz gegen Konkurrenten wie OpenAI, Google und Meta behaupten muss. Apple hinkt in KI-Fragen der Magnificent-Seven-Konkurrenz schon länger hinterher und opferte dafür vergangenes Jahr sein eigenes Auto-Projekt. Auch die KI-Ankündigungen auf der WWDC-Konferenz im Juni enttäuschten.

Der bei Apple scheidende KI-Spezialist Suleman war maßgeblich an Apples internem KI-Modell MM1 beteiligt, das Bilder, Texte und Videos analysieren kann. Seine neue Rolle bei Meta soll sich um KI-Videotechnologie drehen. Denn der Konzern um seinen Chef Mark Zuckerberg will in der Zukunft laut eigenen Aussagen mit seinen Plattformen Instagram und Facebook vermehrt auf KI-gestützte Inhalte setzen. Generative KI soll eingesetzt werden, um in Zukunft Texte, Bilder oder Videos direkt auf den genannten Plattformen zu erstellen.

OpenAI und Microsoft starten KI-Offensive in Schulen

OpenAI, Microsoft und Anthropic haben gemeinsam mit einer US-Lehrergewerkschaft die National Academy for AI Instruction ins Leben gerufen. Ziel ist es, in den nächsten fünf Jahren rund 400 000 Lehrkräfte in den USA kostenlos im Umgang mit Künstlicher Intelligenz zu schulen. Unterstützt wird das Projekt mit 23 Millionen Dollar, ein Schulungszentrum entsteht in New York, weitere Standorte sowie Online-Angebote sind geplant.

Der Vorstoß ist Teil eines größeren Trends, KI-Technologien frühzeitig in den Bildungsbereich zu integrieren. Generative KI – also Programme, die eigenständig Texte, Bilder oder Videos erstellen – soll Lehrkräften helfen, kreativer und effizienter zu arbeiten. Die Initiative folgt auf ein Dekret von Präsident Trump, das KI-Bildung an Schulen gezielt fördert und private Partnerschaften dafür mobilisiert.

Das war's schon mit dem US- und Technologie-Newsflash. Der nächste erscheint, wie gewohnt, am kommenden Mittwoch.

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