US-Angriffe auf Iran zerstörten Atomanlagen nicht
Ein vertraulicher Bericht der US-Geheimdienste zeigt, dass die amerikanischen Luftschläge Anfang Juni keine der iranischen Atomanlagen komplett zerstört haben. Die Angriffe sollten Irans Atomprogramm massiv zurückwerfen, doch laut einer Analyse der Defense Intelligence Agency (DIA) blieben zentrale Einrichtungen wie Fordow und Isfahan weitgehend unversehrt. Zuerst berichtete der US-Sender CNN über die Erkenntnisse, gestützt auf Aussagen mehrerer mit dem Vorgang vertrauter Personen.
Kurz nach Veröffentlichung des Berichts meldete sich Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social zu Wort. In seinem Post sprach er von einer „der erfolgreichsten Militäraktionen der Geschichte“ und behauptete, Irans Nuklearanlagen seien „komplett zerstört“ worden. Zudem griff er Medien wie CNN und die New York Times an, die den Bericht veröffentlicht hatten, und warf ihnen vor, die Erfolge der USA herunterzuspielen sowie, „Fake-News“ zu verbreiten.
Gold und Rohöl fallen nach Israel-Iran-Einigung
Nach der überraschenden Ankündigung eines dauerhaften Waffenstillstands zwischen Israel und dem Iran sind die Preise für Gold und Rohöl gestern deutlich gefallen. Der Goldpreis rutschte am Dienstag um bis zu 1.6 Prozent unter 3.320 US-Dollar pro Feinunze. Auch der Ölpreis gab stark nach: Die US-Sorte WTI fiel um 6.5 Prozent auf rund 69 Dollar, die Nordseesorte Brent um 6.4 Prozent auf rund 72 Dollar je Barrel.
Ausgelöst wurde die Entspannung durch US-Präsident Donald Trump, der das Ende der Kämpfe und einen Waffenstillstand verkündet hatte. Analysten werten die jüngsten Militäraktionen als „symbolische Machtdemonstrationen“ ohne Eskalationspotenzial. Besonders wichtig: Iran hat darauf verzichtet, die für den Ölhandel zentrale Straße von Hormus zu blockieren. Das sorgt für Erleichterung an den Märkten und für sinkende Preise bei Öl, Gas und Gold. Auch der Bitcoin und die Kryptomärkte reagierten erleichtert auf die Feuerpause.
Fed-Chef Jerome Powell: Zinssenkungen können warten
Bei einer Anhörung vor dem US-Kongress hat Jerome Powell gestern deutlich gemacht, dass die US-Notenbank derzeit keinen Anlass sieht, die Leitzinsen kurzfristig zu senken. Trotz Forderungen von Präsident Trump und einzelner Fed-Gouverneure bleibt Powell vorsichtig. Die US-Wirtschaft sei stabil, doch die Folgen der neuen Zollpolitik müssten abgewartet werden. Eine baldige Zinssenkung sei möglich, aber nicht garantiert.
Powell begründete seine Zurückhaltung mit den unklaren Auswirkungen von Trumps geplanten Zöllen auf Inflation und Wachstum. Diese könnten Preise kurzfristig in die Höhe treiben und müssten erst besser verstanden werden. Auch wenn einzelne Fed-Mitglieder wie Christopher Waller bereits eine Lockerung im Juli ins Spiel bringen, betont Powell: Die Fed bleibt flexibel, aber vorsichtig. Präsident Trump hatte wiederholt harsche Kritik an der Fed geübt und nannte Powell unter anderem einen „dummen, sturen Mann“, der dem Land schade.
Technologie-Riesen fordern zehn Jahre keine KI-Regeln
Amazon, Google, Microsoft und weitere Tech-Giganten haben laut Financial Times den US-Senat dazu aufgefordert, für zehn Jahre auf bundesstaatliche Vorschriften für Künstliche Intelligenz (KI) zu verzichten. Das Vorhaben ist Teil eines Budgetgesetzes, das bereits vom Repräsentantenhaus verabschiedet wurde. Ziel der Konzerne: einen einheitlichen Regulierungsrahmen schaffen, um Innovationshemmnisse zu vermeiden und im globalen Wettbewerb – besonders mit China – die Nase vorn zu behalten.
Hintergrund ist der Wunsch der Industrie, staatliche Eingriffe zu minimieren und stattdessen auf selbst gesetzte Standards zu setzen. Der Vorschlag stößt jedoch auf Widerstand: Über 140 Organisationen warnten in einem Brief an den Kongress vor unkontrollierbaren Risiken und mangelnder Rechenschaft. Auch innerhalb Trumps Republikanischer Partei ist der Vorstoß umstritten. Einige Abgeordnete halten es für gefährlich, so lange auf staatliche Kontrolle zu verzichten.
Nvidia nahe Allzeithoch: CEO Huang verkauft Aktien
Die Nvidia-Aktie ist am Dienstag auf fast 148 Dollar gestiegen, so hoch wie seit Januar nicht mehr. Grund für den Höhenflug sind starke Quartalszahlen, milliardenschwere Deals mit Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie ein anhaltender KI-Boom. Kurz zuvor hat Nvidia-Chef Jensen Huang 100 000 Aktien im Wert von 15 Millionen US-Dollar verkauft, der erste Schritt eines im März angekündigten Plans, bis Ende 2025 bis zu sechsMillionen Aktien abzustoßen.
Huang besitzt weiterhin über 800 Millionen Nvidia-Aktien und bleibt mit einem Vermögen von rund 126 Milliarden US-Dollar einer der reichsten Menschen der Welt. Der Aktienverkauf erfolgt im Rahmen eines sogenannten 10b5-1-Plans, einem vorab festgelegten Verkaufsprogramm, das Insidertransparenz schafft. Trotz geopolitischer Risiken wie Trumps Exportverbot nach China zeigt sich Nvidia stabil: Die hohe Nachfrage nach KI-Chips lässt Anleger weiter zugreifen.
Das war's schon mit dem US- und Technologie-Newsflash. Der nächste erscheint, wie gewohnt, am kommenden Mittwoch.







