Das Wichtigste in Kürze:
- Deutsche Telekom hält 52.8 Prozent an T-Mobile US.
- Für 2026 sind keine Anteilsverkäufe geplant.
- T-Mobile übertrifft Umsatz-, verfehlt aber Gewinnprognosen.
Klare Ansage aus Bonn: Mehrheit bleibt unangetastet
Die Deutsche Telekom hat Spekulationen über mögliche Anteilsverkäufe an T-Mobile US eine klare Absage erteilt. Der DAX-Konzern plant nach eigenen Angaben im Jahr 2026 keine Reduzierung seiner Beteiligung. Aktuell hält das Unternehmen 52.8 Prozent am Kapital der US-Tochter.
Diese Entscheidung gilt ausdrücklich auch im Zusammenhang mit dem laufenden Aktienrückkaufprogramm von T-Mobile US. Seit der letzten Transaktion Ende Oktober 2025 wurden keine weiteren Aktien veräußert. Konzernchef Tim Höttges betonte, man stehe als Mehrheitsaktionärin geschlossen hinter der Strategie der US-Tochter. T-Mobile US habe im Geschäftsjahr 2025 starke Ergebnisse erzielt und sei auf Kurs, die beim Capital Markets Day 2024 definierten Ziele zu erreichen.
Gemischte Quartalszahlen sorgen für Zurückhaltung
Die jüngsten Geschäftszahlen von T-Mobile US fielen differenziert aus. Im vierten Quartal übertraf der Umsatz die Markterwartungen leicht, während das Ergebnis je Aktie unter den Prognosen blieb. Positiv bewertet wurde insbesondere der anhaltend starke Neukundenzustrom, der als zentraler Wachstumstreiber gilt.
An der Börse zeigte sich dennoch Zurückhaltung. Die Aktie von T-Mobile US fiel im vorbörslichen NASDAQ-Handel zeitweise um 5.2 Prozent. Die Aktie der Deutschen Telekom erreichte im XETRA-Handel zunächst mit 30.71 Euro ein neues Jahreshoch, gab anschließend jedoch wieder nach. Diese Entwicklung verdeutlicht die Sensibilität der Anleger gegenüber kurzfristigen Ergebnisabweichungen.
Strategischer Fokus auf den US-Markt
Die Beteiligung an T-Mobile US bleibt der zentrale Ergebnistreiber der Deutschen Telekom. Der US-Markt bietet im Vergleich zu Europa höhere Wachstumsdynamik und stabile Margenstrukturen. Gleichzeitig steht der Konzern in Europa unter regulatorischem Druck und intensivem Wettbewerb.
Für Investoren ist die klare Mehrheitsstrategie ein Signal der Stabilität. Die Telekom sichert sich damit weiterhin direkten Einfluss auf die operative Ausrichtung und partizipiert überproportional an möglichen Wertsteigerungen. Zudem erklärte das Management, fortlaufend zu prüfen, ob eine Aufstockung der Beteiligung strategisch sinnvoll und finanziell attraktiv sei. Für Anleger bedeutet dies: Der Fokus bleibt auf nachhaltigem Ergebniswachstum im US-Geschäft, während kurzfristige Kursschwankungen vor allem durch Quartalszahlen bestimmt werden.
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FAQ
Sind T-Mobile und Telekom das Gleiche?
Nein. Die Deutsche Telekom ist der Mutterkonzern. T-Mobile US ist eine mehrheitlich gehaltene Tochtergesellschaft in den USA. Beide gehören zum selben Konzern, agieren jedoch operativ eigenständig in unterschiedlichen Märkten.
Was ist der billigste Handytarif bei Telekom?
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