Starke Volatilität an den Märkten: Disney, PayPal und Uber legen Zahlen vor
#Global Markets

Starke Volatilität an den Märkten: Disney, PayPal und Uber legen Zahlen vor

Author

Florian Winter

In dieser Woche präsentierten wieder zahlreiche wirtschaftliche Hochkaräter ihre aktuellen Zahlen. Wie so oft lagen auch dieses Mal Licht und Schatten wieder recht nah beieinander: Während das nordamerikanische Dienstleistungsunternehmen Uber und der Entertainment-Riese Disney mit ihren Ergebnissen – in Teilen – zu überzeugen wussten, wurden die Zahlen der Onlinebezahlplattform PayPal von den Anlegern eher weniger positiv aufgenommen. Alle drei Unternehmen decken wir im Rahmen unseres Produktportfolios mit unserem TECH33- respektive dem US-Titans-Aktienpaket ab. Auch deshalb möchten wir in diesem Artikel einen detaillierten Blick auf die jeweiligen Quartalsberichte sowie die Prognosen für die zukünftigen Entwicklungen werfen – und zwar sowohl durch die fundamentale als auch durch unsere analytische Elliot-Wellen-Brille.

Uber-CEO Khosrowshahi: „Nachhaltiges, profitables Wachstum“ 

Los geht’s mit dem Unternehmen Uber, welches – wie die meisten unter Ihnen sicherlich wissen – eine Plattform für Personenbeförderung und Lieferdienste bereitstellt. Seit der Gründung im Jahr 2009 hat sich die Tech-Firma zu einem der weltweit führenden Unternehmen im Bereich der Mobilität entwickelt. Und diese positive Entwicklung scheint sich auch weiterhin fortzusetzen: Mit dem jüngsten Quartalsbericht konnte das Unternehmen die Erwartungen und Prognosen der Analysten deutlich übertreffen. So meldete Uber einen Gewinn in Höhe von $0.66 je Aktie, erwartet wurden hier lediglich $0.17. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag dieser Wert noch bei $0.29. Insgesamt erreichte der Konzern somit ein Nettoergebnis von $1.4 Milliarden (Vorjahreszeitraum: $595 Millionen). Hier muss man jedoch berücksichtigen, dass ein nicht unwesentlicher Teil dieses Ergebnisses auf einen „nicht realisierten Gewinn“ in Höhe von $1 Milliarde zurückzuführen ist, welcher aus einer Neubewertung der Eigenkapitalinvestitionen resultiert.

Auch in Sachen Umsatz konnte sich Uber um rund 15 Prozent steigern, bei den Brutto-Buchungen steht hier gar ein Plus in Höhe von 22 Prozent auf $37.6 Milliarden zu Buche. Der EBITDA (engl.: Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation, and Amortization), also der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, lag bei $1.28 Milliarden und somit ebenfalls deutlich über dem des Vorjahreszeitraums. Prognostiziert wurden hier $1.23 Milliarden. Für das erste Quartal 2024 rechnet Uber nun mit Brutto-Buchungen in Höhe von $37 bis $38.5 Milliarden sowie einem bereinigten EBITDA in einer Spanne zwischen $1.26 und $1.34 Milliarden. Uber-CEO Dara Khosrowshahi blickt also äußerst positiv in die Zukunft – und dies spiegelt sich auch in unserer technischen Analyse zum Wertpapier wider: So verorten wir die Aktie bereits seit Juni 2022 in einem umfangreichen Welle-3-Aufwärtsimpuls, welchem wir noch ordentlich Potenzial auf der Oberseite zuschreiben; Kurse jenseits der $100 halten wir hier langfristig für absolut möglich, für die Kunden unseres TECH33-Aktienpakets haben wir für dieses Top auch bereits eine Zielzone auf den Chart gebracht. Aktuell notiert die Aktie im Bereich der $70.

Disney: Freizeitparks und Sparmaßnahmen lassen Kasse klingeln

Nach den eher mauen Pandemiejahren, in denen die Freizeitparks und die angebotenen Kreuzfahrten deutlich weniger Besucher anzogen (respektive anziehen konnten) als gewohnt, verzeichnete der nordamerikanische Entertainment-Gigant Disney in diesem Bereich wieder starke Zahlen. Auch wirkten sich die vom im November 2022 zurückgeholten CEO Bob Iger durchgesetzten Sparmaßnahmen positiv auf den erwirtschafteten Gewinn aus. Nachdem im Vorjahreszeitraum ein Ergebnis in Höhe von $0.99 je Aktie erwirtschaftet wurde, belief sich dieses nun auf $1.22 pro Anteilsschein. Insgesamt entspricht dies einem Quartalsgewinn von $1.9 Milliarden (Vorjahr: $1.28 Milliarden). Den Umsatz konnte das Unternehmen derweil in etwa auf dem Niveau des Vergleichszeitraums 2022 halten; damals lagen die Gesamteinnahmen bei $23.5 Milliarden. Dennoch besteht im Hause Disney weiterhin ordentlich Luft nach oben. Die hauseigenen Streaming-Plattformen Disney+ und ESPN+ konnten den Verlust aus dem Vorjahr, welcher bei knapp $1 Milliarde lag, zwar deutlich nach unten drücken, dennoch verzeichnete man hier ein Minus in Höhe von $216 Millionen. Nichtsdestotrotz konnten die Erlöse in diesem Bereich um 14 Prozent auf rund $6 Milliarden nach oben geschraubt werden. Die Abonnentenzahlen bei Disney+ sanken allerdings um etwa ein Prozent. Derweil ging der operative Gewinn in der Kabel-TV-Sparte deutlich zurück. So erwirtschaftete man hier $1.24 Milliarden und somit sieben Prozent weniger als im Vorjahr.

Aktienrückkauf, Epic Games-Invest, Dividendensteigerung

CEO Iger kündigte an, dass man im neuen Geschäftsjahr ein $3 Milliarden schweres Aktienrückkaufprogramm in die Wege leiten werde. Darüber hinaus sollen die Einsparungen weiter gesteigert werden: Als Ziel wurden für das laufende Jahr $7.5 Milliarden ausgerufen. Auch werde Disney rund $1.5 Milliarden in den Videospielentwickler Epic Games investieren, welcher unter anderem für den Kassenschlager Fortnite verantwortlich zeichnet. Das dürfte vor allen Dingen die Aktionäre freuen: Die Bardividende soll um 50 Prozent angehoben werden. Abgehoben hat derweil die Disney-Aktie, die wir im Rahmen unseres US-Titans-Paket regelmäßig für unsere Kunden analysieren. Nachbörslich ging es gestern prozentual betrachtet zweistellig nach oben, das geschah absolut im Sinne unseres Primärszenarios. Denn auch das Wertpapier des Entertainment-Giganten sehen wir seit dem zyklischen Welle-[II]-Low aus dem Oktober an einer übergeordneten Welle [III] arbeiten. Ein Welle dritten Grades ist in einem fünfteiligen Aufwärtsimpuls nach Elliot-Wellen-Theorie stets die Welle mit dem größten Ausdehnungspotenzial. Langfristig erwarten wir hier entsprechend mindestens eine Verdopplung des aktuellen Kurses, welcher derzeit bei knapp über $100 liegt.

PayPal: eigentlich gute Zahlen, aber…  

Grundsätzlich waren die Zahlen, die PayPal gestern nach Börsenschluss in den Vereinigten Staaten vorlegte, bei weitem nicht so schlecht, wie der starke nachbörsliche Abverkauf der Aktie vermuten lässt. So konnte das Unternehmen im vergangenen Quartal sowohl den Gewinn als auch den Umsatz deutlich steigern. Im Jahresvergleich verzeichnete die Technologiefirma einen Erlöszuwachs um neun Prozent auf nun rund $8 Milliarden. Beim Gewinn legte das nordamerikanische Unternehmen gar um 52 Prozent auf etwa $1.4 Milliarden zu. Auch wuchs das Transaktionsvolumen auf der Plattform in Q4 um 15 Prozent, was im Ergebnis in etwa $409.8 Milliarden entspricht. Im Gesamtjahr konnte PayPal den Umsatz auf $29.8 Milliarden anheben und somit ein Plus in Höhe von acht Prozent verbuchen. Gestört haben sich die Anleger aber wohl am Ausblick für das neue Geschäftsjahr: Hier lagen die Erwartungen bei einem bereinigten Gewinn je Aktie von $5.48, der Konzern rechnet jedoch lediglich mit $5.10. Bei der Präsentation der Finanzergebnisse betonte CEO Alexander Chriss, dass sich das Unternehmen in einem umfangreichen Transformationsprozess befinde, der darauf abziele, den Kundenwert zu steigern und gleichzeitig die Grundlagen für profitables Wachstum und somit langfristigen Erfolg zu schaffen. Wie sich dieser Transformationsprozess darstellen könnte, haben wir in diesem Artikel unter die Lupe genommen.

Unter die Lupe nehmen wir natürlich auch täglich die PayPal-Aktie, die ein fixer Bestandteil unseres TECH33-Pakets ist. Der Anteilsschein verkaufte seit dem Allzeithoch aus dem Sommer 2021 bei $310.16 um über 80 Prozent ab. Seither kommt das Wertpapier nicht so richtig in Fahrt, wir gehen aber im Rahmen unserer Analyse primär davon aus, dass der korrektive Boden im vergangenen Oktober bei rund $50 etabliert wurde. Demzufolge verorten wir den Kurs seither in einem übergeordneten Aufwärtstrend. Die dazugehörige Welle III sollte langfristig für massive Anstiege sorgen – Preise jenseits der $600-Marke wären für uns hier keine Überraschung. Auch für diesen Anstieg haben wir mit unseren Abonnenten bereits eine Zielzone geteilt – inklusive konkreter Koordinaten für etwaige Handelsentscheidungen.

Author

Florian Winter

Schlagzeilen

Es wurde noch keine Einwilligung erteilt.

Du musst zuerst zustimmen, um Inhalte von TradingView zu sehen.