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der globale Chipmarkt könnte vor einem Wendepunkt stehen. Während Anleger den KI-Boom und die Rekordrally bei US-Technologieaktien feiern, bauen chinesische Halbleiterhersteller ihre Produktion mit enormem Tempo aus. Besonders bei Speicherchips und sogenannten Standardchips drängen immer größere Mengen auf den Weltmarkt. Experten warnen vor einem möglichen Preisverfall. Nutzt China gezielt günstigere Chips und Überkapazitäten, um den boomenden US-Halbleitersektor unter Druck zu setzen?
Durch die Hintertür: So sticht China in die KI-Blase
China sägt am KI-Boom in den USA. Dabei geht es weniger um die modernsten Hochleistungschips, bei denen die Vereinigten Staaten weiterhin klar führend sind. Diese extrem leistungsfähigen Prozessoren treiben Anwendungen wie Rechenzentren oder Cloud-Systeme an. Stattdessen konzentrieren sich chinesische Hersteller auf ältere und günstigere Chiptechnologien, die in riesigen Mengen produziert werden können. Genau diese Chips sind jedoch unverzichtbar, weil sie Stromversorgung, Speicheranbindung, Sensoren und Kommunikation in modernen Geräten und KI-Systemen übernehmen.
Die konkrete Gefahr für den Westen liegt weniger in technischer Überlegenheit Chinas, sondern in einem möglichen Preiskrieg. China investiert massiv in neue Fabriken und könnte den Weltmarkt gezielt mit günstigen Chips überschwemmen. Fallen die Preise stark genug, geraten westliche Hersteller wirtschaftlich unter Druck. Besonders problematisch wäre das für US-Unternehmen, die hohe Investitionen stemmen müssen und gleichzeitig stark vom KI-Hype profitieren. Experten warnen, dass ein Überangebot die Gewinnmargen der Branche massiv belasten könnte.
Erste Anzeichen dafür zeigen sich bereits beim Markt für Speicherchips. Arbeitsspeicher und SSDs waren durch den KI-Boom zuletzt extrem teuer geworden. Nun erhöhen chinesische Hersteller wie ChangXin Memory Technologies und YMTC ihre Produktion deutlich. Selbst westliche Marken greifen inzwischen teilweise auf chinesische Speicherchips zurück, weil sie günstiger sind als Produkte von Samsung, Micron oder SK Hynix. Für Verbraucher könnte das sinkende Preise bei PCs und Speicherprodukten bedeuten. Für den US-Chipsektor wächst das Risiko, dass die aktuelle Gewinn- und Bewertungsrally an ihre Grenzen stößt.
SOX explodiert, S&P hält – Bitcoin stagniert
Trotz dieser Risiken bleibt die Euphorie an den Börsen ungebrochen. Der Halbleiter-Index SOX erreichte gestern ein neues Allzeithoch über 12 300 Punkten und hat sich in den letzten zwölf Monaten fast verdreifacht. Gleichzeitig wächst die Sorge, dass Chinas aggressive Expansion irgendwann zur Belastung für die gesamte Branche werden könnte – vor allem dann, wenn aus dem aktuellen Nachfrageboom plötzlich ein globales Überangebot entsteht. Bisher schlagen sich diese Bedenken aber nicht in den Börsenkursen nieder.
Der S&P 500 schloss gestern bei 7473 Punkten nach einem erneuten Test der Marke von 7500 Punkten. Der Nasdaq-100 sprang kurzzeitig über 29 650 Punkte, fiel zum Handelsschluss aber wieder unter 29 500 Punkte zurück. Am Rohstoffmarkt sorgten Gerüchte über einen möglichen Friedensschluss zwischen den USA und dem Iran für Entspannung. Die US-Ölsorte WTI fiel unter 95 Dollar. Gold und Silber legten leicht auf 4530 respektive 76.50 Dollar zu, während Bitcoin weiter zwischen 76 000 und 78 000 Dollar verharrt.
HKCM-Tops und -Flops
Wertsteigerung am vergangenen Handelstag in Prozent
| Rigetti Computing | +19.87 |
Dell Technologies | +16.77 |
D-Wave Quantum | +14.22 |
Estée Lauder | +11.92 |
Tencent Music | -7.14 |
| Block Inc. | -6.38 |
Earnings
Xiaomi (est. EPS: 0.22 HKD)
Meituan (est. EPS: -1.32 HKD)
Miniso (est. EPS: 0.24 USD)
Etwas verpasst?
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HKCM-Signal
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