Krypto-Newsflash: Pakistan startet Bitcoin-Mining, Trumps Memecoin-Dinner, Ripple-CEO feiert ETFs
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Krypto-Newsflash: Pakistan startet Bitcoin-Mining, Trumps Memecoin-Dinner, Ripple-CEO feiert ETFs

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Carlo Schmid

Pakistan startet Mega-Plan für Bitcoin-Mining

Die Regierung von Pakistan hat am 25. Mai angekündigt, dass man 2000 Megawatt Strom für Bitcoin-Mining und KI-Rechenzentren zur Verfügung stellen will. Mit diesem Schritt will das Land den Markt für Kryptowährungen stärker regulieren und internationale Investoren anziehen. Dabei sollen bestehende Kohlekraftwerke, die unter Mithilfe von China gebaut wurden, umfunktioniert werden. Nach Angaben des Finanzministeriums soll dies auch zur Schaffung neuer Hightech-Arbeitsplätze beitragen und überschüssige Energie nutzbar machen.

Das Projekt wird von der kürzlich gegründeten Regierungsbehörde Pakistan Crypto Council geleitet und soll das Land als attraktiven Standort für Krypto-Mining und digitale Finanzdienstleistungen positionieren. Es gibt bereits Vereinbarungen mit Changpeng Zhao, dem Mitgründer von Binance, sowie einem Krypto-Projekt von Donald Trump. Hintergrund ist die angespannte Wirtschaftslage Pakistans, die dringend neue Einnahmequellen braucht. Die 2000 Megawatt Strom sind dabei nicht als monatliche oder jährliche Menge gedacht, sondern als dauerhafte Leistungskapazität. Zum Vergleich: 2000 Megawatt sind genug, um den dauerhaften Strombedarf von mehreren Millionen Haushalten zu decken.

Trumps Meme-Dinner: Wer war da, was ist passiert?

Am vergangenen Donnerstag hat US-Präsident Donald Trump im Trump National Golf Club in Virginia ein exklusives Dinner für die 220 größten Anleger seines eigenen Memecoins, $TRUMP, veranstaltet. Laut Wired und Yahoo Finance kam Donald Trump in einem Helikopter zu dem viel diskutierten Dinner und hielt später eine 23-minütige Rede, in der er die Vorzüge von Kryptowährungen pries. Danach sei der US-Präsident wieder verschwunden. Unter den illustren Gästen waren Krypto-Milliardär Justin Sun und NBA-Star Lamar Odom, der bei dem Dinner seine eigene Kryptowährung vorstellte.

Die Veranstaltung stand im Zeichen von Luxus und Networking, einige Gäste erhielten Laut Yahoo Finance goldene Uhren mit Diamantbesatz als Dankeschön. Kritiker werfen Trump vor, sein politisches Amt für seine privaten Zwecke zu missbrauchen und Geld in seine eigene Tasche zu wirtschaften. Für viele Gäste blieb laut den beiden Artikeln vor allem ein schales Gefühl zurück: Das Essen sei enttäuschend gewesen und Trumps Auftritt kurz.

Kraken ermöglicht tokenisierten Aktienhandel

Kraken hat Ende letzter Woche angekündigt, Token von US-Aktien wie Apple, Tesla und Nvidia für den Handel rund um die Uhr anzubieten. Diese xStocks-Token sollen laut Reuters internationalen Anlegern Zugang zu US-Wertpapieren ermöglichen, indem sie digitale Versionen der Aktien abbilden. Das Angebot steht nur außerhalb der USA zur Verfügung und richtet sich an Märkte mit wachsendem Interesse an der Verbindung von Blockchain und traditionellem Finanzwesen.

Tokenisierung bedeutet, dass reale Vermögenswerte, wie etwa Aktien oder Immobilien, als digitale Versionen auf der Blockchain handelbar gemacht werden. Kraken sieht darin eine Chance, neue Zielgruppen zu erschließen, während Unternehmen und Aktien-Broker wie Robinhood über ähnliche Ansätze nachdenken. Die Kryptobörse Coinbase arbeitet an ähnlichen Plänen und möchte zeitnah ihre $COIN-Aktie auf der hauseigenen Base-Blockchain tokenisieren. Tokenisierung und das zugehörige Narrativ rund um sogenannte Real World Assets gehört aktuell zu den meistbeachteten Trends im Altcoin-Sektor.

Ripple-CEO Garlinghouse: Krypto-Boom an der Wallstreet

Brad Garlinghouse, CEO von Ripple, hat am Freitag den Start von XRP-ETFs auf großen Handelsplattformen wie der Chicagoer Optionsbörse CME und der Kryptobörse Nasdaq als einen Meilenstein gefeiert. In einem Video-Statement betonte er, dass damit erstmals auch Pensions- und Investmentfonds in den Kryptomarkt einsteigen könnten, der bisher für institutionelle Anleger schwer zugänglich war. Diese ETFs sollen XRP als viertgrößte Kryptowährung in neue Anlageportfolios bringen und die Akzeptanz von Krypto auf der Wallstreet vorantreiben.

ETFs, also börsengehandelte Fonds, machen es für institutionelle Investoren einfacher, in Kryptowährungen zu investieren, ohne die nativen Coins direkt zu besitzen. Die Verwahrung übernehmen große Börsen wie Coinbase. Für viele ist das ein wichtiges Signal: Die Integration von Krypto in etablierte Finanzstrukturen nimmt Fahrt auf. Mit einem Marktwert von fast 140 Milliarden Dollar gilt XRP als bedeutender Teil der digitalen Finanzwelt – und der neue ETF-Launch könnte den Weg für weitere Krypto-Produkte auf der Wallstreet ebnen.

Hongkong verabschiedet Stablecoin-Gesetz

Die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong hat am Mitte letzter Woche ein Gesetz verabschiedet, das klare Regeln für die Herausgabe von Stablecoins festlegt. Laut der Nachrichtenagentur Reuters müssen alle Entitäten, die Stablecoins in Hongkong herausgeben oder mit Hongkong-Dollar besicherte Stablecoins anbieten, künftig eine Lizenz der Hongkong Monetary Authority (HKMA) beantragen. Das Gesetz umfasst Vorgaben zu Rücklagen, Einlösungsregeln und Risikomanagement, um Verbraucher und Investoren zu schützen.

Stablecoins sind Kryptowährungen, deren Wert an stabile Währungen wie den US-Dollar gebunden ist. Sie erleichtern Transaktionen zwischen anderen Kryptowährungen. Mit diesem Gesetz will Hongkong seine Position als globales Zentrum für digitale Vermögenswerte stärken. Die Verordnung soll noch in diesem Jahr in Kraft treten und könnte weitere Krypto-Entwicklungen in der Region anstoßen. Aus dem bisher kryptoskeptischen China ist der Hongkonger Vorstoß eine gute Nachricht für den Kryptomarkt. Auch in den USA wurde unlängst ein Regulierungsgesetzt verabschiedet, das Finanz-Innovationen rund um Stablecoins in den Vereinigten Staaten begünstigen soll.

Das war's schon mit dem Krypto-Newsflash. Der nächste erscheint, wie gewohnt, am kommenden Montag.

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