Krypto-Newsflash: Circle mit starkem Börsendebüt, Metaplanet investiert Milliarden, Javier Milei bei Memecoin entlastet
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Krypto-Newsflash: Circle mit starkem Börsendebüt, Metaplanet investiert Milliarden, Javier Milei bei Memecoin entlastet

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Carlo Schmid

Circle-Aktie explodiert nach Börsen-Debüt

Der Stablecoin-Riese Circle hat am Donnerstag ein spektakuläres Börsendebüt an der New Yorker Börse hingelegt: Der Ausgabepreis lag bei 31 Dollar, doch die Aktie eröffnete mit 69 Dollar und schloss schließlich bei 83.23 Dollar, ein Plus von 168 Prozent. Insgesamt sammelte das Krypto-Unternehmen vor Börsenstart rund 1.05 Milliarden Dollar ein und erreicht nun eine Bewertung von fast 18 Milliarden Dollar. Der historische Handelsstart von Circle sorgt ebenfalls für frischen Wind im zuletzt schwächelnden Markt für Börsengänge.

Circle ist ein US-amerikanisches Fintech-Unternehmen, das 2013 gegründet wurde. Es ist der Herausgeber des Stablecoins USDC (USD Coin), einer der weltweit größten digitalen Währungen. Ein Stablecoin ist eine Form von Kryptowährung, deren Wert an eine stabile Referenzwährung wie den US-Dollar oder Euro gekoppelt ist. Im Fall von USDC entspricht ein Coin stets einem US-Dollar. Das Ziel: Die Vorteile der Blockchain, wie Schnelligkeit, Transparenz und weltweite Übertragbarkeit, mit der Wertstabilität klassischer Währungen zu kombinieren. Stablecoins werden sowohl im Krypto-Handel als auch zunehmend für alltägliche Zahlungen genutzt.

Deutsche Bank prüft Stablecoins und Tokenisierung

Die Deutsche Bank hat begonnen, Stablecoins und sogenannte tokenisierte Einlagen zu prüfen. Laut Digital-Assets-Chef Sabih Behzad denkt Deutschlands größte Bank darüber nach, selbst einen Stablecoin zu emittieren oder sich einem Konsortium anzuschließen. Auch eine eigene Lösung für digitalisierte Bankeinlagen zur Zahlungsabwicklung sei in Arbeit. Ein Schritt, mit dem die Bank laut eigener Aussage ihre Position im aufkommenden Markt für digitale Vermögenswerte stärken will.

Stablecoins sind digitale Kryptowährungen, deren Wert an klassische Währungen wie den Euro oder US-Dollar gebunden ist. Sie sollen Transaktionen schneller und günstiger machen. Tokenisierte Einlagen wiederum sind digitale Abbilder regulärer Bankguthaben auf der Blockchain. Durch bereits laufende Pilotprojekte und Investitionen in Blockchain-Firmen testet die Deutsche Bank, wie sie diese Technologien in den Zahlungsverkehr der Zukunft einbinden kann.

Milei-Memecoin laut Gericht kein Korruptionsfall

Argentiniens Präsident Javier Milei hat nach Ansicht der Anti-Korruptionsbehörde nicht gegen Gesetze verstoßen, als er im Februar den Krypto-Token Libra auf X bewarb. Der Post sei privat und ohne staatliche Ressourcen erfolgt, heißt es in der offiziellen Bewertung. Ein laufendes Ermittlungsverfahren durch ein Bundesgericht bleibt davon unberührt. Mileis Memecoin hatte im Februar für einen kurzen Hype gesorgt, der Kurs fiel aber rasch und drastisch, wodurch Anleger Millionen verloren. Anschließend wurde bekannt, dass Insider-Verkäufe für den Preisverfall verantwortlich waren.

Milei hatte nach einem Treffen mit den Libra-Gründern öffentlich über deren Projekt geschrieben. Kritiker warfen ihm vor, damit Anleger beeinflusst zu haben – 86 Prozent der Käufer sollen später Verluste erlitten haben. Laut Milei sei es jedoch nur um Aufmerksamkeit für eine Krypto-Initiative zur Förderung argentinischer Unternehmen gegangen. Mit dem Fall hatten sich anschließend argentische Gerichte befasst. Nun wurde Milei vorerst entlastet.

Nationalbank von Kasachstan führt Krypto-Kreditkarten ein

Die kasachische Zentralbank hat ein Pilotprojekt gestartet, mit dem Bürger des Landes über spezielle Kreditkarten direkt mit Kryptowährungen bezahlen können. Das Programm erlaubt es Nutzern, digitale Vermögenswerte wie Bitcoin automatisch in die Landeswährung, umzuwandeln und damit zu bezahlen. Entwickelt wurde das System gemeinsam mit Privatbanken und regulierten Kryptobörsen, um neue Zahlungstechnologien zu testen und die Digitalisierung des Finanzsystems voranzutreiben.

Die Krypto-Kreditkarte der kasachischen Nationalbank funktioniert wie eine herkömmliche Bankkarte, ist jedoch mit einem digitalen Wallet verknüpft, in dem Nutzer Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum halten können. Beim Bezahlen im Geschäft oder online wird der jeweils benötigte Betrag automatisch in die Landeswährung Tenge umgerechnet, in Echtzeit und zum aktuellen Wechselkurs. Die technische Abwicklung übernehmen regulierte Kryptobörsen und beteiligte Banken im Rahmen des Pilotprojekts.

Metaplanet will für 5.4 Milliarden Dollar Bitcoin kaufen

Das japanische Unternehmen Metaplanet hat angekündigt, über eine Kapitalerhöhung rund 5.4 Milliarden Dollar einzusammeln, um massiv in Bitcoin zu investieren. Ziel ist es, bis Ende 2027 rund 210 000 BTC zu halten, ein gewaltiger Sprung im Vergleich zu den aktuell rund 8900 Bitcoin im Bestand. Die Anleger an der Börse reagierten prompt: Die Aktie stieg nach der Meldung zeitweise um 22 Prozent. Metaplanet hatte sich dank seiner Bitcoin-Reserven schon in den vergangenen Wochen gegen die erheblichen Turubulenzen im japanischen Aktienmarkt gestemmt. Wegen einer drohenden Anleihekrise steht die japanische Wirtschaft am Scheideweg und könnte internationale Finanzmärkte akut bedrohen.

Metaplanet war ursprünglich in der Hotelbranche aktiv, hat aber Anfang 2024 seine Strategie radikal geändert und investiert seither gezielt in Bitcoin. Die Finanzierung der großen Menge an Bitcoin soll über Kapitalmaßnahmen wie Aktienverkäufe und Wandelanleihen erfolgen. Das Unternehmen orientiert sich dabei an der Strategie von MicroStrategy, dem US-Softwareanbieter, der als eines der ersten börsennotierten Unternehmen Bitcoin im großen Stil als Reservewährung ins Firmenvermögen aufgenommen hat. Sollte Metaplanet sein Ziel von 210 000 BTC erreichen, würde es ein Prozent aller jemals verfügbaren Bitcoin besitzen, was es zu einem der größten institutionellen BTC-Investoren weltweit machen würde.

Das war's schon mit dem Krypto-Newsflash. Der nächste erscheint, wie gewohnt, am kommenden Montag!

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