Krypto-Newsflash: BTC-Hypotheken in den USA, Rekorde für ETH und SOL-ETFs
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Krypto-Newsflash: BTC-Hypotheken in den USA, Rekorde für ETH und SOL-ETFs

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Simeon Koch

US-Behörden erwägen Krypto als Sicherheit für Hypotheken

Die US-Finanzierungsbehörde im Immobiliensektor (FHFA) prüft derzeit die Möglichkeit, Kryptowährungen als Sicherheit für Hypotheken zuzulassen. Diese Überlegung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Zahl der Hypothekenanträge in den USA aufgrund einer anhaltenden Wohnraumkrise rückläufig ist. Bill Pulte, Leiter der FHFA, erklärte am 23. Juni auf X, dass seine Behörde die Nutzung von Kryptowährungen prüfe, um Kredite und Darlehen damit abzusichern.



Die Anerkennung von Kryptowährungen durch die FHFA könnte einen bedeutenden Schritt für die Akzeptanz digitaler Vermögenswerte darstellen. Krypto-Anleger müssten ihre Bestände für Immobilien-Investments nicht mehr abstoßen, sondern könnten sie direkt belehnen lassen und als Sicherheit für Hypotheken hinterlegen. Das eröffnet steuerliche Vorteile und schafft einen neuen Anwendungsfall für Bitcoin und Co. in einem der größten Sektoren des US-Anlagemarktes.

Bitcoin-ETF ist für BlackRock lukrativer als S&P 500  

BlackRock, der weltweit größte Vermögensverwalter, hat mit seinem Bitcoin-ETF, dem iShares IBIT Bitcoin Trust, höhere Gebühreneinnahmen erzielt als mit seinem traditionellen iShares Core S&P 500 ETF. Laut Nate Geraci, Präsident des ETF-Beratungsunternehmens ETF Store, beträgt die jährliche Gebührenerhebung des Bitcoin-ETFs 186 Millionen US-Dollar, während der S&P 500 ETF nur 183 Millionen US-Dollar einbringt.

Diese Entwicklung ist bemerkenswert, da der S&P 500 ETF mit einem Fondsvolumen von 609 Milliarden US-Dollar fast zehnmal so groß ist wie der Bitcoin-ETF. Der Erfolg des Bitcoin-ETFs von BlackRock ist auf die höhere Gebühr von 0,25 Prozent im Vergleich zu den 0,03 Prozent des S&P 500 ETFs zurückzuführen. Trotz der geringeren Gesamtkostenquote des S&P 500 ETFs hat der Bitcoin-ETF in nur 18 Monaten nach seiner Einführung beeindruckende 75 Milliarden US-Dollar an Zuflüssen generiert.

Rekordverdächtige Zuflüsse für Ethereum-ETFs

Die US-Spot-ETFs für den Altcoin-Marktführer Ethereum haben in den letzten 15 Handelstagen Nettozuflüsse in Höhe von einer Milliarde US-Dollar verzeichnet. Das ist gleichbedeutend mit satten 25 Prozent der bisherigen Nettozuflüsse von rund vier Milliarden US-Dollar in den ETH-Fonds. Für die ersten drei Milliarden brauchten die Ethereum-ETFs seit ihrer Zulassung im vergangenen Sommer gute 200 Handelstage – für die jüngste Milliarde dann nur noch die erwähnten 15 Tage. Nettozuflüsse berechnen sich aus den gekauften ETH-ETF-Anteilen abzüglich der Verkäufe über den gesamten Handelszeitraum. Die starken Abverkäufe aus dem umgewandelten Grayscale-ETF drückten die Nettozuflüsse lange.



Mit verwalteten ETH-Beständen im Wert von rund fünf Milliarden US-Dollar ist BlackRock auch bei Ethereum der ETF-Spitzenreiter. Andere Anbieter wie Fidelity und Bitwise trugen ebenfalls signifikant bei, während der Grayscale-ETHE-Trust Abflüsse von 4,28 Milliarden US-Dollar verzeichnete. Die verstärkte Nachfrage nach Ethereum-ETFs könnte auch darauf zurückzuführen sein, dass Anleger sich schon vorzeitig für die künftig erwartete Option des Stakings gehaltener ETH-Anteile vorbereiten wollen. Trotz der gestiegenen Zuflüsse halten professionelle Asset-Manager weniger als 33 Prozent der in Ethereum-ETFs geparkten Vermögenswerte, was auf weiteres Potenzial für institutionelle Beteiligung hindeutet.

SEC ebnet Weg für Solana-ETF-Zulassung

Die US-amerikanische Börsenaufsicht SEC hat offenbar keine Einwände mehr gegen die Zulassung eines Solana-Spot-ETFs, wie aus öffentlichen Dokumenten hervorgeht. Mehrere Anträge auf Solana-ETFs inklusive der Option auf Staking stehen somit wohl kurz vor dem Launch. Bloomberg-ETF-Experte Eric Balchunas kommentierte auf der Plattform X, dass die SEC keine weiteren Kommentare abgeben werde, was auf eine bevorstehende Markteinführung hindeute. Der genaue Zeitpunkt, wann der Solana-ETF in den USA live gehen wird, bleibt jedoch unklar. Auf der Krypto-Wettplattform Polymarket glauben 92 Prozent der Teilnehmer, dass der Launch noch in diesem Jahr erfolgt.

Einer der potenziellen SOL-ETF-Anbieter, Rex Sharesm bewirbt den SOL-Indexfonds bereits aktiv und schrieb dazu auf X: „Demnächst verfügbar: Der erste Crypto ETF in den USA mit Staking!“ Auch für Ethereum, bei dessen ETFs schon seit Monaten über eine Staking-Option debattiert wird, wäre eine Zulassung der Solana-ETFs wegweisend. ETFs eröffnen neue Nachfragesegmente und führen zu zusätzlichen Kapitalzuflüssen in die jeweilige Kryptowährung. Der Bitcoin-ETF, der im Januar 2024 gelauncht wurde, legte den erfolgreichsten Handelsstart der Börsengeschichte hin. Sollte die Zulassung der SOL-ETFs tatsächlich bald erfolgen, wäre Solana der dritte große Krypto-Wert mit einem US-Spot-ETF, neben Ethereum und Bitcoin.

Chainlink und Mastercard haben eine Partnerschaft angekündigt, die es mehr als drei Milliarden Mastercard-Inhabern ermöglicht, Kryptowährungen direkt onchain zu kaufen. Diese neue Infrastruktur vereint mehrere Akteure in einem einzigen Ablauf, darunter auch die Ethereum-basierte dezentrale Börse Uniswap, um Token-Tauscheschäfte durchzuführen. Das Interoperabilitäts-Protokoll von Chainlink ermöglicht dabei den nahtlosen Fluss von Transaktionsdaten.


Raj Dhamodharan, Executive Vice President für Blockchain und Digital Assets bei Mastercard, erklärte, dass diese Zusammenarbeit die Lücke zwischen Onchain-Handel und Offchain-Transaktionen schließen soll. Mastercard integriert sich damit weiter in den Krypto-Space und bietet bereits Kredit- und Prepaid-Karten mit Wallet-Anbindung an. Auch Konkurrent Visa arbeitet an einer Krypto-Integration, insbesondere im Bereich der Stablecoin-Zahlungen.

Das war’s schon mit dem Crypto-Newsflash. Weiter geht’s, wie gewohnt, am Freitag.

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