In der bereits laufenden letzten Februarwoche richtet sich der Blick der Anleger auf eine Reihe wichtiger Inflationsdaten aus verschiedenen Wirtschaftsräumen. Zahlen aus Australien, Japan und Deutschland werden Aufschluss über den aktuellen Preisdruck geben. Ergänzt werden diese durch wichtige Wachstumsdaten aus Kanada und neue Stimmungsindikatoren aus China, die den Start in den neuen Monat prägen.
Mittwoch: Inflation in Australien
Am Mittwoch begrüßen die neuen Inflationsdaten aus Australien. Veröffentlicht wird der Verbraucherpreisindex (VPI). Dieser misst die durchschnittliche Preisentwicklung eines repräsentativen Warenkorbs von Gütern und Dienstleistungen, die private Haushalte konsumieren, und ist der wichtigste Indikator zur Messung der Inflation.
Im Vorjahr lag die Rate bei 3.80 Prozent, ein hoher Wert, der die Notenbank unter Druck setzt. Ebenso im Fokus steht die Kern-VPI, die im Gegensatz zum Gesamt-VPI die oft stark schwankenden Preise für Energie und Lebensmittel ausklammert. Sie gilt daher als besserer Indikator für den zugrundeliegenden, fundamentalen Inflationstrend und lag zuletzt bei 3.30 Prozent. Eine Rede von RBA-Gouverneurin Bullock könnte zusätzliche Hinweise auf die zukünftige Geldpolitik geben.
Freitag: Datenflut aus Japan, Deutschland, USA und Kanada
Der Freitag wird ein Tag voller wichtiger Wirtschaftsdaten. Den Anfang macht Japan mit dem Tokioter Verbraucherpreisindex. Da die Daten für die Hauptstadtregion rund drei Wochen vor den landesweiten Zahlen veröffentlicht werden, gilt dieser Index als wichtiger und viel beachteter Frühindikator für die Inflationsentwicklung in ganz Japan. Die Jahresrate lag zuletzt bei 1.50 Prozent. Am Nachmittag folgen dann die deutschen Verbraucherpreisdaten. Aus den USA wird der Erzeugerpreisindex (PPI) ohne Nahrungsmittel und Energie veröffentlicht.
Dieser misst die Preisänderungen von Waren, bevor sie den Endverbraucher erreichen, also direkt auf der Herstellerebene. Er gilt als Frühindikator für die Entwicklung der Verbraucherpreise, da höhere Erzeugerpreise oft an die Konsumenten weitergegeben werden. Zuletzt lag der Wert bei 3.30 Prozent. Aus Kanada kommen zudem die Zahlen zum annualisierten Bruttoinlandsprodukt (BIP). Dieser Wert misst den Gesamtwert aller in einem Land hergestellten Waren und Dienstleistungen und ist der wichtigste Indikator für das Wirtschaftswachstum. Zuletzt wurde ein Wert von 2.60 Prozent ausgewiesen.
Sonntag: Chinas Wirtschaftsstimmung
Zum Start in den März werden am Sonntag die offiziellen NBS Einkaufsmanagerindizes (EMI) aus China veröffentlicht. Dieser wichtige Stimmungsindikator basiert auf einer monatlichen Umfrage unter Einkaufsmanagern und misst die geschäftliche Aktivität im verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor. Werte unter der Schwelle von 50 deuten auf eine schrumpfende wirtschaftliche Aktivität hin. Zuletzt lagen beide Werte mit 49.30 (verarbeitendes Gewerbe) und 49.40 (Dienstleistungen) in diesem Bereich, was auf eine schwächelnde Konjunktur hindeutet.





