Bankrotte Kryptobörse FTX verklagt Binance und CZ
Die insolvente Kryptobörse FTX hat eine Klage gegen den Konkurrenten Binance und dessen ehemaligen CEO Changpeng Zhao (kurz CZ) eingereicht und fordert $1.8 Milliarden zurück. Die Klage bezieht sich auf einen angeblich betrügerischen Aktienrückkauf im Juli 2021, bei dem Binance seinen 20-prozentigen Anteil an FTX an das Unternehmen zurückverkauft haben soll. FTX behauptet, dass dieser Rückkauf mit gestohlenen Kundengeldern finanziert wurde. In der Klage wird argumentiert, dass FTX und die Schwesterfirma Alameda Research zu diesem Zeitpunkt bereits zahlungsunfähig waren. Die Zahlung erfolgte in Kryptowährungen wie FTT, BNB und BUSD, die damals einen Gesamtwert von $1.76 Milliarden hatten. Darüber hinaus wirft FTX Zhao vor, durch irreführende Tweets den Zusammenbruch von FTX beschleunigt zu haben. Binance hat die Vorwürfe als haltlos zurückgewiesen und angekündigt, sich energisch zu verteidigen. Diese Klage ist Teil der Bemühungen der FTX-Insolvenzverwaltung, Gelder für die Gläubiger zurückzuholen. FTX war im November 2022 zusammengebrochen, Rückzahlungen an Gläubiger in Höhe von $16 Milliarden sollen über die nächsten Wochen abgewickelt werden.
Bayer schreibt Milliardenverlust und senkt Erwartungen
Der Leverkusener Bayer-Konzern schreibt erneut einen Milliardenverlust und muss abermals die Gewinnerwartungen senken. Abschreibungen in der Agrarsparte führten zu einem Verlust im dritten Quartal von 4.2€ Milliarden. Die Preise für das Pestizid Glyphosat sind niedrig, und die Marktaussichten für das Geschäftsjahr 2025 bleiben verhalten. Für das Jahr 2024 rechnet das Pharmaunternehmen mit einem EBITA-Ergebnis von rund 10€ Milliarden, was unter den vorigen Erwartungen von bis zu knapp 11€ Milliarden liegt. In der Folge rutschte der Aktienkurs um 15 Prozent ab und erreichte ein Preisniveau wie zuletzt vor 20 Jahren. Aufgrund auslaufender Patente für das Blutgerinnungsmittel Xarelto strauchelt auch die Pharmasparte. Das Unternehmen hofft, die Verluste durch die neuen Medikamente Nubequa (gegen Prostatakrebs) und Kerendia (gegen chronische Nierenerkrankungen) ausgleichen zu können. Bayer war einst das wertvollste Unternehmen im DAX, hat jedoch seit der umstrittenen Übernahme von Monsanto knapp 100€ Milliarden an Börsenwert verloren. Im bisherigen Jahr 2024 schrumpfte der Wert des einstigen Pharma-Riesens um mehr als 35 Prozent.
Coinbase launcht Krypto-Index mit Top-50-Coins
Coinbase hat den Coinbase 50 Index (COIN50) eingeführt, der die 50 größten Kryptowährungen abbildet, die auf der Plattform gelistet und zugänglich sind. Als neue Benchmark dient der COIN50 Tradern und Investoren, um Trends in der Krypto-Welt zu verfolgen und die Gesamtperformance des Marktes effizient zu beurteilen. Ab heute können berechtigte Trader den Index über einen COIN50-Perpetual-Future (COIN50-PERP) mit bis zu 20-fachem Hebel auf Coinbase International und Coinbase Advanced handeln, wobei das Angebot auf ausgewählte Länder außerhalb der USA, Großbritanniens und Kanadas beschränkt ist. Der Index, der vierteljährlich neu gewichtet wird, basiert auf Marktkapitalisierung und strengen Kriterien, die unter anderem Tokenomics, Blockchain-Architektur und Sicherheit umfassen. Coinbase plant, den Index mit der wachsenden Vielfalt weiter auszubauen, um Investoren langfristig eine verlässliche und transparente Marktübersicht zu bieten.
Amazon will bessere KI-Chips als Nvidia bauen
Der Online-Riese Amazon arbeitet an eigenen Projekten im Bereich Künstliche Intelligenz und will eigene Chips herstellen, um seine Abhängigkeit vom Chip-Giganten Nvidia zu reduzieren. Die Cloud-Computing-Sparte Amazon Web Services (AWS) investiert derzeit Milliarden in die Entwicklung leistungsfähiger Halbleiter für KI. Annapurna Labs, die Chip-Entwicklungseinheit von Amazon, steht kurz vor der Markteinführung des eigenen KI-Chips Trainium 2. Damit will der E-Commerce-Riese die Effizienz in seinen Rechenzentren steigern und die Kosten für sich und seine Kunden senken. Laut AWS sind die hauseigenen Inferentia-Chips bereits 40 Prozent günstiger als vergleichbare Nvidia-Produkte. Für 2024 plant AWS Investitionen von rund $75 Milliarden, die vor allem in Infrastruktur fließen sollen. „Wir wollen der beste Ort sein, um Nvidia zu betreiben. Aber wir denken, dass es gesund ist, eine Alternative zu haben“, erklärt AWS-Vizepräsident Dave Brown.
Infineon warnt Anleger nach schwachem Quartal
Infineon warnt seine Anleger nach einem schwachen Quartal, in das Jahr 2025 startet der Chiphersteller mit verringerten Aussichten. Hohe Lagerbestände und eine schwache Nachfrage belasten die Geschäftsergebnisse. CEO Jochen Hanebeck weist auf einen Umsatzrückgang hin, nachdem die Erlöse bereits im vergangenen Jahr um acht Prozent auf knapp 15€ Milliarden gesunken waren. Auch die Margen werden sich voraussichtlich verringern. Das Unternehmen leidet zudem unter dem Verkaufsrückgang europäischer Fahrzeuge. Infineon liefert Chips und Halbleiterlösungen für viele Hersteller. Eine Vielzahl von Funktionen, die für moderne Autos unerlässlich sind, wie die Motorsteuerung, elektrische Antriebe sowie Sicherheits- und Assistenzsysteme, erfordern entsprechende Chips. Einzig der Bereich Künstliche Intelligenz zeigt Wachstum. Eine Dividende soll dennoch ausgezahlt werden und bei 0.35€ je Aktie liegen.
VW und Rivian schließen milliardenschweren E-Auto-Deal ab
Volkswagen (VW) und Rivian, ein Konkurrent von Tesla, haben ein Joint Venture mit einem Gesamtwert von $5.8 Milliarden angekündigt. VW erhöht damit sein Engagement über die ursprünglich zugesagten $5 Milliarden hinaus, was Rivian dringend benötigte Mittel für die Einführung des kompakteren und erschwinglicheren R2-SUV-Modells im nächsten Jahr sichert. Die Zusammenarbeit soll es beiden Unternehmen ermöglichen, Entwicklungs- und Technologiekosten zu senken und die Einführung neuer Technologien zu beschleunigen. Erste VW-Modelle mit Rivian-Technologie werden ab 2027 erwartet. Entwicklungsteams beider Firmen arbeiten künftig zusammen in Kalifornien, ergänzt durch weitere Standorte in Nordamerika und Europa. Dieser Schritt erfolgt angesichts einer nachlassenden Nachfrage nach E-Fahrzeugen sowie wachsendem Konkurrenzdruck durch chinesische Hersteller und Tesla. Gleichzeitig kämpft VW mit schwächelnden Verkäufen und hohen Kosten. Konkurrenten wie Tesla erweitern derweil die Produktpalette und treiben das autonome Fahren voran.
Das war’s schon mit dem HKCM-Newsflash. Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Rest-Woche!







