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Forderungen nach einem bedingungslosen Grundeinkommen für Menschen, die nicht arbeiten, kamen bisher meistens aus der linken Ecke des politischen Spektrums. Das ändert sich jetzt schlagartig: Elon Musk, Tesla-Chef und multimilliardenschwerer Sympathisant ultrarechter Populisten, forderte gestern auf seiner Plattform X sogar ein "HOHES universales Einkommen", wie er selbst in einem Post schrieb.
Gratis-Geld fürs Nichtstun? Musks Plan mit dem Grundeinkommen
Auf den ersten Blick scheint es widersprüchlich, dass der reichste Mensch der Welt, der eine Handvoll Mega-Unternehmen parallel führt und mit SpaceX den größten Börsengang der Finanzgeschichte im Juni plant, andere Menschen fürs Nichtstun bezahlen will. Auf den zweiten Blick hat Musk gute Gründe. "Ein hohes universales Einkommen über Schecks, die von der Regierung ausgegeben werden, ist der beste Weg, um mit Arbeitslosigkeit umzugehen, die durch KI ausgelöst wird", schrieb Musk am Morgen auf X.
Regierungs-Schecks? Bei vielen weckt dieses Wort böse Erinnerungen an die Corona-Zeit und die darauffolgende Inflationswelle. Die Teuerung in den USA und Europa stieg infolge der umfangreichen Stimuluspakete damals auf teils über zehn Prozent. Musk macht sich darum keine Sorgen: "KI und Robotik werden viel mehr Waren und Dienstleistungen produzieren, als wir brauchen. Also wird es keine Inflation geben."
Laut Musk ist die Rechnung also einfach: Dank KI wird so viel produziert, dass die Preise fallen, weil das Angebot so riesig wird. Also kann die Regierung bedenkenlos Geld verteilen. Für Milliardäre wie Musk ist das ein guter Deal: Die viele Arbeitslosen, die Musk durch Automatisierung erwartet, werden mit bedingungslosem Grundeinkommen zufriedengestellt und rebellieren nicht dagegen, dass sie ersetzt werden. Und das Geld kommt vom Staat. Zwei Fliegen mit einer Klappe für große Unternehmen wie Tesla.
Tech-Aktien explodieren rund um Index-Allzeithochs
All das ist natürlich Zukunftsmusik. Noch ist KI nicht so weit, Millionen Jobs auf einen Schlag zu übernehmen. Dennoch stieg die Tesla-Aktie gestern zwischenzeitlich auf 394 US-Dollar. Auch die anderen Tech-Giganten zeigten Stärke, während S&P 500 und Nasdaq auf neue Allzeithochs marschierten: So klettert Microsoft über 420 Dollar und steht satte 18 Prozent über dem Tief vom 27. März.
Vor allem die KI-Fraktion der Magnificent Seven performt wieder einmal stark: Nvidia kratzt weiter an der 200-Dollar-Marke (+21.6 Prozent seit 30. März), Meta streckt sich nach dem Release der lang erwarteten Smart-Brille, die schon bald Smartphones ersetzen könnte, in Richtung 680 Dollar (+30 Prozent seit 27. März). Auch Amazon hat seit dem Tief am 27. März kräftige 25 Prozent zugelegt und notiert wieder bei rund 250 Dollar.
Der Nasdaq-100 streckte sich gestern zum ersten Mal überhaupt über 26 400 Punkte, zog sich im vorbörslichen Futures-Handel aber wieder leicht zurück. Der S&P 500 erreichte erneut ein Allzeithoch oberhalb von 7050 Punkten. Im Kryptomarkt reicht es bisher nicht für neue Rekorde: Bitcoin ringt weiterhin mit der wichtigen Marke bei 75 000 US-Dollar, Ethereum hängt trotz temporärer relativer Stärke unter 2400 Dollar fest.
HKCM-Tops und -Flops
Wertsteigerung am vergangenen Handelstag in Prozent
Abermarle Corp. | +16.31 |
Planet Labs | +15.93 |
Rocket Lab | +12.68 |
Dell Technologies | +8.92 |
ASML | -4.79 |
WuXi Biologics | -4.03 |
Dividenden
Mercedes-Benz Group | 3.50 EUR
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