Fossil-Boom in Venezuela: Diese zwei Öl-Aktien hält Warren Buffett!
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Fossil-Boom in Venezuela: Diese zwei Öl-Aktien hält Warren Buffett!

Author

Muriel Ayari

Das Wichtigste in Kürze:

  • ExxonMobil prüft eine Rückkehr in einen der wichtigsten Ölmärkte der Welt.
  • Geopolitische Entwicklungen verändern die Kräfteverhältnisse im Energiesektor.
  • Auch Warren Buffett setzt weiterhin auf ausgewählte Öl-Aktien.

Nach fast zwanzig Jahren Enteignungen steht ExxonMobil vor einer historischen Rückkehr nach Venezuela, um inmitten globaler Krisen Zugang zu den weltweit größten Rohölreserven zu erhalten. Dieser Schritt lockt auch Großinvestoren an, allen voran Warren Buffett. Obwohl seine Holding Berkshire Hathaway durch massive Aktienverkäufe auf einer historischen Rekord-Cashreserve von fast 400 Milliarden US-Dollar sitzt, bleibt Buffett im Ölsektor auffallend groß positioniert. Ein scheinbarer Widerspruch, der zeigt, wie strategisch wichtig Rohstoff-Werte gerade jetzt werden.

Venezuelas Ölmarkt öffnet sich: Exxon vor historischem Comeback?

Es ist noch gar nicht lange her, da galt Venezuela in den Führungsetagen der westlichen Energiewelt als unregierbar und für Investitionen verbrannt. Noch im Januar dieses Jahres bezeichnete Darren Woods, der Vorstandsvorsitzende von ExxonMobil, das südamerikanische Land als uninvestierbar. Die Wunden der Vergangenheit saßen tief: Gleich zweimal im Laufe der Geschichte hatte der sozialistische Staat die Vermögenswerte des texanischen Energiegiganten verstaatlicht.

Dabei ging es zunächst um die schrittweise Erhöhung von Förderabgaben und staatlichen Zwangsanteilen unter Hugo Chávez, die schließlich 2007 in der vollständigen Beschlagnahmung der Großprojekte Cerro Negro und La Ceiba gipfelte. ExxonMobil weigerte sich damals, die Übernahme durch den venezolanischen Staatskonzern PDVSA zu akzeptieren und verlor dadurch seine wichtigsten Vermögenswerte im Land.


PDVSA soll die Öffnung des venezolanischen Ölsektors vorantreiben. 


Heute befindet sich ExxonMobil in fortgeschrittenen Gesprächen über eine Rückkehr nach Venezuela. Nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Nicolás Maduro hat die US-Regierung die Weichen für eine wirtschaftliche Öffnung des Landes gestellt. Maduros ehemalige Vizepräsidentin Delcy Rodríguez koordiniert inzwischen die wirtschaftliche Annäherung an die Vereinigten Staaten und wirbt aktiv um ausländisches Kapital.

Für die US-Regierung wäre ein erfolgreicher Abschluss der Verhandlungen ein bedeutender geopolitischer Triumph. Washington versucht seit Jahren, den Einfluss rivalisierender Staaten in Lateinamerika zurückzudrängen und gleichzeitig die heimische Wirtschaft durch einen sicheren Zugang zu den riesigen Ölreserven Venezuelas zu stärken.

Der alte Konflikt der Ölgiganten: Chevron fordert Exxon heraus!

Doch Exxon ist nicht allein. Der US-Lokalrivale Chevron hat seine Präsenz in Venezuela massiv ausgebaut und treibt die Entwicklung seiner dortigen Förderprojekte konsequent voran. Damit droht Chevron, sich langfristig die Vormachtstellung über eines der größten Ölvorkommen der Erde zu sichern.

Zum aktuellen Stand unter den westlichen Konzernen betreibt Chevron vier strategische Großprojekte – Petroboscán, Petropiar, Petroindependiente und Petroindependencia. Damit steuert das Unternehmen inzwischen fast ein Viertel der gesamten venezolanischen Tagesförderung bei. Für ExxonMobil bedeutet diese Entwicklung einen erheblichen strategischen Nachteil und erhöht den Druck, selbst wieder aktiv zu werden.


Chevron hat seine Position in Venezuela zuletzt deutlich ausgebaut. 


Für die Führung von ExxonMobil ist das Verharren an der Seitenlinie zu teuer geworden. Der Druck, den Anschluss an Chevron nicht zu verlieren, hat viele der ideologischen und historischen Vorbehalte der Vergangenheit in den Hintergrund gedrängt. Die Rückkehr nach Venezuela ist damit nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch eine wettbewerbsstrategische Entscheidung.

Das große Venezuela-Dilemma: Milliardenchance für ExxonMobil

Eine hochrangige Delegation von Exxon-Mitarbeitern soll bereits in Caracas eingetroffen sein, um die technischen Gegebenheiten vor Ort zu prüfen. Für das Unternehmen steht viel auf dem Spiel, doch die potenziellen Renditen überwiegen zunehmend die historischen Risiken. Gerade bei der Förderung von schwerem und ultraschwerem Rohöl kann ExxonMobil auf jahrzehntelange Erfahrung aus den kanadischen Ölsanden zurückgreifen.

Doch hinter den Kulissen der Verhandlungen herrscht Ernüchterung. Eine technische Delegation von Exxon kehrte kürzlich mit alarmierenden Befunden aus dem Orinoco-Gürtel zurück. Die früher betriebenen Anlagen des Projekts Cerro Negro befinden sich nach Jahren der Misswirtschaft in einem schlechten Zustand. Allein die zentrale Veredelungsanlage benötigt offenbar Investitionen im dreistelligen Millionenbereich.


Die Infrastruktur gilt als größtes Hindernis für ein Comeback. 


Hinzu kommen die strukturellen Probleme des Landes. Venezuela leidet weiterhin unter massiven Stromausfällen und einer maroden Infrastruktur. Nach Angaben von Chevron können bereits kurze Schwankungen im Stromnetz zahlreiche Bohrlöcher gleichzeitig außer Betrieb setzen. Solange steuerliche Rahmenbedingungen ungeklärt bleiben und alte Entschädigungsforderungen offen sind, dürfte ExxonMobil trotz der Chancen vorsichtig agieren.

Ölmarkt im Umbruch: Warren Buffett hat die Finger im Spiel!

Neben den politischen Veränderungen zwingen vor allem globale Krisen die Energiekonzerne zum Umdenken. Der anhaltende Krieg im Iran und die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten haben die Preise für Öl und Gas auf ein Niveau getrieben, das selbst kostenintensive Projekte wieder hochattraktiv erscheinen lässt.

Venezuela bietet trotz seiner schwierigen Vergangenheit eine geografisch attraktive Alternative zu den zunehmend unsicheren Lieferketten in anderen Teilen der Welt. Während Chevron seine Stellung in Venezuela ausbaut und ExxonMobil über eine Rückkehr verhandelt, bringen sich große Investoren bereits in Position. Besonders auffällig ist dabei das Vorgehen von Warren Buffett und seiner Investmentholding Berkshire Hathaway.


Der Starinvestor hält Milliardenbeteiligungen im Energiesektor. 


Buffett setzt seit Jahren gezielt auf traditionelle Energieunternehmen und hat sich damit frühzeitig auf die aktuelle Entwicklung vorbereitet. Seine Investitionen gelten vielen Marktteilnehmern als Hinweis darauf, dass die Wall Street weiterhin an die langfristige Profitabilität großer Ölkonzerne glaubt.

Berkshire Hathaway hat seine Beteiligungen an den großen US-Ölkonzernen strategisch ausgerichtet. Im vierten Quartal des vergangenen Jahres stockte die Holding ihren Anteil an Chevron um mehr als acht Millionen Aktien auf. Zwar reduzierte Buffett im ersten Quartal einen Teil dieser Position, dennoch bleibt Chevron mit einem Marktwert von über 17.4 Milliarden US-Dollar eine der größten Beteiligungen im Berkshire-Portfolio.



Parallel dazu treibt Buffett sein Engagement bei Occidental Petroleum konsequent voran. Berkshire Hathaway hält inzwischen rund 26.9 Prozent an dem Unternehmen und zählt damit zu dessen wichtigsten Aktionären. Die Position wurde zuletzt unverändert gehalten und unterstreicht die langfristige Überzeugung des Investors vom Potenzial des Energiesektors.

Öl-Renaissance? Exxon wird für Venezuela zur Schlüsselfigur

Das massive Engagement eines der erfolgreichsten Investoren der Welt zeigt, dass viele Marktteilnehmer trotz Energiewende von einer Renaissance der Ölindustrie ausgehen. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass Buffetts Positionierung zeitlich mit der strategischen Neuausrichtung von Konzernen wie Chevron und ExxonMobil zusammenfällt.

Wenn die größten Investoren Milliarden in Ölwerte lenken und gleichzeitig die Energiekonzerne bereit sind, jahrzehntealte Konflikte beiseitezuschieben, sendet dies ein starkes Signal an den Markt. Fossile Energieträger dürften für die Weltwirtschaft noch deutlich länger eine zentrale Rolle spielen, als viele Beobachter noch vor wenigen Jahren erwartet hatten.


ExxonMobil könnte zum Schlüsselfaktor für Venezuelas Erholung werden. 


Für die neue Führung in Caracas ist die Rückkehr von ExxonMobil das wichtigste Puzzlestück bei der wirtschaftlichen Erholung des Landes. Der Konzern verkörpert wie kaum ein anderes Unternehmen die finanzielle und technologische Stärke der amerikanischen Ölindustrie. Ein erfolgreicher Deal würde nicht nur dringend benötigtes Kapital ins Land bringen, sondern auch als Signal an weitere internationale Investoren dienen.

Die Prioritäten der venezolanischen Regierung sind daher klar gesetzt. Ein Abkommen mit ExxonMobil genießt höchste Priorität, auch weil die Rückkehr des Konzerns die Glaubwürdigkeit der wirtschaftlichen Öffnung untermauern würde. Die Botschaft an die Welt ist eindeutig: Die Karten auf der globalen Bühne des Energiehandels werden neu gemischt.

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